Luftsportspektakel an Denkingens Himmel

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Die Segelflieger warten am Klippeneck auf den Beginn des Segelflug-Wettbewerbs
Die Segelflieger warten am Klippeneck auf den Beginn des Segelflug-Wettbewerbs (Foto: Archiv)
Matthias Jansen

Und dann die Augen zum Himmel... Die Menschen rund um Denkingen können sich ab Freitag, 28. Juli, auf ein ganz besonderes Luftsport-Spektakel einstellen. Bis Samstag, 5. August, starten fast 90 Segelflugzeuge beim 49. Klippeneck-Wettbewerb. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, der Schweiz und Belgien.

Neun Tage lang wird das Klippeneck wieder zum Mittelpunkt des deutschen Segelflugsports. Und das aus gutem Grund. Nicht nur, dass der Flugplatz mit 980 Metern über dem Meeresspiegel der höchstgelegene in Deutschland ist. Für Sören Ebser, Pressesprecher der ausrichtenden Arbeitsgemeinschaft der Segelfliegergruppen auf dem Klippeneck, ist der Flugplatz ohnehin eine „Keimzelle des Segelflugs in Deutschland.“

Klippeneck als „Keimzelle des Segelflugs in Deutschland“

An den Ursprung zieht es die Teilnehmer auch immer wieder zurück. „Fast alle Teilnehmer des vergangenen Klippeneck-Wettbewerbs sind wieder mit dabei“, sagt Ebser. Einige der prominentesten Teilnehmer kommen aus dem Nachbarland Schweiz. Ein großer Teil der eidgenössischen Segelflug-Nationalmannschaft nutzt den Klippeneck-Wettbewerb zum Training. Von Denkingen aus legen die Flugzeuge, Strecken im gesamten süddeutschen Raum zurück.

Die Kunst beim Segelfliegen sei, so Ebser, stundenlang in der Luft zu bleiben. Die Voraussetzungen stimmen am Klippeneck. Auch wegen der „guten thermischen Gegebenheiten“, sei die Hochebene am Rande der Schwäbischen Alb, die nach Westen steil abfällt und eine kilometerlange Hangkante hat, bei den Luftsportlern sehr beliebt. In den neun Tagen des Klippeneck-Segelflug-Wettbewerbes messen sich die Teilnehmer in den fünf Klassen Standard, 15-Meter, 18-Meter, Doppelsitzer und Offene. Die Regularien wurde vom Weltluftsportverband Fédération Aéronautique Internationale (FAI) festgelegt.

Die Piloten müssen eine vorgegebene Flugstrecke möglichst schnell abfliegen. Dabei darf der Motor nicht laufen. Wird die Hilfe der Maschine benötigt, um zum Ziel zurückzukehren, erhält der Teilnehmer nur Punkte bis zum Start des Motors, aber keine Punkte für die geflogene Geschwindigkeit. Ein leistungsstärkeres Flugzeug muss schneller fliegen, um dieselbe Punktzahl zu erhalten.

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