Lotteriegewinn entpuppt sich als Betrug

Lesedauer: 3 Min
 Die Polizei ermittelt wegen Betrugs.
Die Polizei ermittelt wegen Betrugs. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Nachdem sich eine 59-jährige Frau Anfang Januar auf den Anruf von Mitarbeitern einer angeblichen Lotteriegesellschaft einließ und persönliche Daten übermittelte, erhielt sie die schriftliche Bestätigung der Lotteriegesellschaft mit dem Hinweis, dass sie als Mitglied für einen monatlichen Mitgliedsbeitrag an diversen Gewinnspielen teilnehme. Sie wandte sich an das Polizeirevier Tuttlingen, wo eine Strafanzeige wegen Betrugs aufgenommen wurde.

Die Geschädigte hatte zwar umgehend die Mitgliedschaft gekündigt. Die Kündigung wurde ihr auch bestätigt, dennoch erhielt sie Tage später einen weiteren Anruf der Lotteriegesellschaft, in der ihr eine angebliche Frau Klein einen Geldgewinn über eine hohe Summe vermittelte.

Die Anruferin, die sich mit Anrufererkennung meldete und sich als eine Mitarbeiterin gerade der Lotteriegesellschaft ausgab, bei der das Opfer die Mitgliedschaft bereits gekündigt hatte, bat die Geschädigte zur Begleichung der für eine Gewinnauszahlung erforderlichen Gebühren um Erwerb von Wertkarten und anschließende telefonische Übermittlung der auf den Wertkarten sichtbaren Guthaben-Codes.

Die 59-Jährige ließ sich täuschen, erwarb digitale „Steam“-Geschenkkarten im Gegenwert von 900 Euro und übermittelte die Gutscheincodes an die angebliche Frau Klein. Dies führte zur Rückmeldung eines anderen Mitarbeiters der Lotteriegesellschaft namens Walter, der dem Opfer die freudige Mitteilung machte, dass sich deren Gewinn nach einer internen Prüfung fast verdoppelt habe. Zur Beschleunigung der Auszahlung sei nun aber die Vorauszahlung eines Versicherungsbeitrages in Höhe von mehreren tausend Euro erforderlich.

Das Opfer ließ sich ein weiteres Mal täuschen, was ihr praktisch in letzter Sekunde bewusst wurde. Sie befand sich laut Polizei am Montag bereits bei der Vorlage der Überweisung auf ihrer Bankfiliale und wurde durch den zuständigen Bankmitarbeiter über die fehlende Möglichkeit einer Rückbuchung beraten. Erst dann wandte sie sich an das örtliche Polizeirevier Tuttlingen, wo nach Klärung des Sachverhalts eine Strafanzeige wegen Betrugs aufgenommen wurde. Letztlich ist der Geschädigten ein Schaden von 900 Euro entstanden.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen