Handballerin Laura Emonts gewinnt tschechischen Pokal

Die Titelsammlung ist angewachsen. Volleyballerin Laura Emonts hat mit VK Prostejov den tschechischen Pokal gewonnen.

Schwäbische Zeitung

Die Titelsammlung ist gewachsen. Laura Emonts hat mit VK Prostejov den tschechischen Volleyballpokal gewonnen. Die gebürtige Tuttlingerin setzte sich mit ihrer Mannschaft im Finale 3:1 gegen SK UP Olmütz durch. Nach dem Gewinn der Meisterschaft im vergangenen Jahr ist in dieser Saison das Double möglich.

Als unbesiegter Tabellenführer der Hauptrunde startet Prostejov in die Play-Offs. Aus der bisherigen Dominanz und dem Pokalsieg lässt sich aus Sicht von Emonts nichts ableiten. „Wir haben zwar ein besseres Team als in der vergangenen Saison. Aber gegen Olmütz ist es immer spannend. In diesen Spielen entscheidet die Tagesform“, sagt die 26-Jährige, die im zweiten Jahr im östlichen Nachbarland spielt.

Weil der Meistertitel kein Selbstläufer wird und die Belastung in den kommenden Wochen weiter hoch ist – pro Woche stehen meist zwei bis drei Spiele auf dem Programm – hätten sich Emonts und ihre Mitspielerinnen nach dem Pokalsieg eher verhalten gefreut. „Wir haben nicht viel gefeiert. Das holen wir aber nach“, sagt die Außenangreiferin, die in der vergangenen Saison punktbeste Spielerin der tschechischen Liga war. Auch in diesem Jahr läuft es wieder gut bei der 1,80 Meter großen Sportlerin. „Ich bin zufrieden.“

Wie es mit der eigenen Karriere weitergeht, weiß Emonts momentan noch nicht. „Die Vereine fragen schon an. Mein Manager schaut sich die Angebote an“, sagt sie. Neben Clubs aus Tschechien hätten auch Vereine aus Deutschland schon Tuchfühlung aufgenommen. „Im Ausland zu spielen, ist immer etwas Schönes“, sagt die Tuttlingerin – ohne eine Rückkehr in die Heimat auszuschließen. Dann wäre vielleicht die Fernbeziehung mit Ehemann Janosch Emonts, der bei Fußball-Zweitligist FC St. Pauli als Athletiktrainer beschäftigt ist, möglicherweise beendet.

Die Liebe zur deutschen Nationalmannschaft wird bei der Angreiferin möglicherweise nicht mehr neu entfacht. Im vergangenen Jahr hatte sie für die Landesauswahl noch abgesagt. Jetzt sei das Team des Deutschen Volleyballverbandes „uninteressant, wenn ich meinen Mann nicht sehen kann“, sagt Emonts.

In den nächsten Wochen gilt ohnehin der tschechischen Meisterschaft die Konzentration. In den Pre-Play-Offs spielt Prostejov als bisheriger Erster zunächst gegen den Tabellensechsten. Bei einem Weiterkommen muss sich der Serienmeister – seit 2009 wurde der Titel stets verteidigt – in den Play-Offs behaupten, bevor der nächste Titel bejubelt werden kann. Dann dürfte auch wirklich gefeiert werden.

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