Kukav mischt „Sommer im Park“ auf

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Beim „Sommer im Park“ können Besucher unter anderem künstlerisch aktiv werden und Gegenstände zeichnen.
Beim „Sommer im Park“ können Besucher unter anderem künstlerisch aktiv werden und Gegenstände zeichnen. (Foto: Simon Schneider)
Schwäbische Zeitung
Simon Schneider

Ein vielseitiges und buntes Auftaktprogramm vom diesjährigen „Sommer im Park“ hat am vergangenen Wochenende im Tuttlinger Donaupark stattgefunden.

Den Auftakt machte am Samstagnachmittag der Kulturkasten-Verein für interkulturellen Austausch „Kukav“. Sie verwandelten den Donaupark in eine lässige und entspannte Dschungel-Atmosphäre – zeitweise auch mit Affen-Maskierung. Auf mehreren Sofas machten es sich die jungen Erwachsenen im „Wohnzimmer im Park“ mit gekühlten Getränken und sommerlicher Witterung gemütlich. Deutlich aktiver wurden Interessierte, die sich als Sprayer versuchten, wie der Tuttlinger Moritz Martin, der in der Unterführung am Skaterpark im Rahmen der Spray-Aktion, den Kukav-Dschungel an die Wand sprayte. Die passende Musik hatten die angehenden Künstler ebenso in einer Soundanlage dabei.

Mit dabei war unter anderem auch ein Angebot von Margarita Wagner. Sie lud dazu ein, „Urban Sketching“ auszuprobieren, was so viel bedeutet wie schnelles Zeichnen, egal ob es eine Person oder eine Architektur in der Stadt ist. Dabei durften sich die Teilnehmer ein Objekt aussuchen, was ihnen in Tuttlingen ins Auge fiel, um dieses zu Papier zu bringen. Zunächst zeichneten sie die Umrisse mit Bleistift oder einem Fineliner. Im Anschluss kamen Aquarellfarben, Wasser und Pinsel zum Einsatz. Mit der richtigen Farbmischung ging es dann ans Anmalen.

Erlebnisführung quer durch Tuttlingen

Ein beliebtes Motiv war das neue Kletter-Ei im „Umläufle“. Schüler Julian Gudat genoss die Sonne auf einer in der Nähe gelegenen Sitzbank und zeichnete mit Hilfe von Wagner das Kletter-Ei aus rund zehn Metern Entfernung ab. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin für das erste Mal richtig zufrieden“, sagte Julian Gudat über das Ergebnis, der allerdings die Proportionen zu den umliegenden Objekten an seinem Werk noch bemängelte.

„Ich will mit diesem Angebot bei Sommer im Park allen Interessierten die Möglichkeit bieten, Urban Sketching auszuprobieren und kennenzulernen, weil die Anschaffung der Farben zum Ausprobieren teuer sind“, erklärte Wagner, während sie weiteren angehenden Künstlern Pinsel und Papier zur Verfügung stellte. Am Samstagabend wurde das gelungenste Bild ausgesucht. Als Preis bekam der Künstler Aquarellfarben und Pinsel sowie einen Skizzenblock geschenkt.

„Ungefähr 400 Leute sind es am Samstagabend bei Kukav gewesen“, schätzte die Stadtmitarbeiterin und Gesamtorganisatoren von „Sommer im Park“, Marion Gerlich die Besucherzahl. Mit Hip-Hop Musik und jeder Menge „Menschenaffen“ ließen die Besucher den Samstagabend ausklingen.

Die Erlebnisführung „Die Grenzgängerin“ quer durch Tuttlingen bot am vergangenen Sonntagnachmittag Anna-Maria an, die von Sibylle Laufer verkörpert wurde. In ihrer ganz exklusiven und eigenen Art und Weise begrüßte und führte sie 25 Teilnehmer quer durch die Innenstadt von Tuttlingen und erläuterte die Stadtgeschichte. Sie kam dabei auf den Stadtbrand und weitere zahlreiche Ereignisse der Donaustadt zu sprechen, die sie mit viel Witz und Humor verpackte.

20 Zuhörer lauschen der Lesung von Christine Grimm

Ein kleines Verwöhnprogramm bot die Kulturabteilung der Stadt Tuttlingen an. Sie luden mit einer Kurzmassage beim Skaterpark für eine Verschnaufpause ein, und die kleinen Mädchen ließen sich ihre Haare zu Zöpfen flechten. Den Gaumen ihrer Besucher verwöhnten sie mit Kuchen. Der Beitrag, der für das Angebot eingenommen wurde, spenden die Organisatoren an das Frauenhaus.

Zwischen den Bäumen im Schatten versammelten sich 20 Zuhörer, die der Lesung von Christine Grimm gefolgt sind. Sie las aus dem zweiten Teil der Jugendbuchreihe „Die Geisterreiter“ vor, das den Titel „Das Geheimnis der alten Villa“ trägt. Eine Geschichte, in der die Freundinnen Melanie und Hanna in der Waldvilla von Hannas Großvater einiges erleben – eine Waldkulisse im Schatten mitten im Donaupark als Ort der Lesung passte gut dazu.

Der Förderkreis Festivalstimmen aus Tuttlingen präsentierte sich mit einem großen originalen Bühnenbild und passenden Kostümen. Die Besucher betrachteten dieses bei Kaffee und ungarischen Lángos, das der Förderkreis im Angebot hatte.

„Wir sind mit dem vergangenen Wochenende sehr zufrieden. Ich finde es klasse, dass die Veranstaltungsreihe bisher so gut angenommen wurde“, sagte eine zufriedene Marion Gerlich, die vor allem die Vielfalt von „Sommer im Park“ betont.

Alle weiteren Aktionen und Veranstaltungen von „Sommer im Park gibt es auf tuttlingen.de

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