KLS Martin weiht Schulungszentrum ein

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Architekt Heinrich Binder (links) übergibt am Mittwoch im Hörsaal einen symbolischen Schlüssel für das neue Schulungszentrum de
Architekt Heinrich Binder (links) übergibt am Mittwoch im Hörsaal einen symbolischen Schlüssel für das neue Schulungszentrum de (Foto: cg)
Schwäbische Zeitung
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Die Tuttlinger KLS Martin Group hat am Mittwochabend mit rund hundert Gästen ihr neues Schulungszentrum, die KLS Martin World, eingeweiht. Um die zehn Millionen Euro hat das Medizintechnik-Unternehmen am Standort Tuttlingen investiert. Kernstück des Schulungszentrums ist ein Hörsaal mit 96 Plätzen. Den ersten akademischen Vortrag hielt am Abend Professor Manfred Spitzer von der Universität Ulm zum Thema „Innovation, Kreativität, Leidenschaft – Gehirnforschung in der Praxis“.

Die Idee für das Schulungszentrum wurde von den geschäftsführenden Gesellschaftern Karl und Christian Leibinger vor zweieinhalb Jahren geboren. „Ich freue mich einfach über das Gebäude“, sagte Christian Leibinger. Hier sind neben dem Hörsaal zwei Workshop-Räume, fünf Besprechungsräume, eine Cafeteria und eine Reinigungs- und Sterilisationseinheit untergebracht. Zudem gibt es eine 500 Quadratmeter große Ausstellung mit Produkten aus dem Hause KLS Martin.

Mehr Vorträge, mehr Besuche

Mit dem Schulungsgebäude möchte das Unternehmen laut Christian Leibinger die Anzahl seiner Besucher erhöhen. Kamen im vergangenen Jahr zu 30 Fachvorträgen 540 Teilnehmer und besuchten 1200 Kunden das Unternehmen, so sollen die Zahlen in diesem Jahr um 50 Prozent gesteigert werden: 45 Fachvorträge mit tausend Teilnehmern und 1500 bis 1800 Kundenbesuche. Bereits für den heutigen Donnerstag ist der erste Fachvortrag terminiert worden.

„Diejenigen, die im Jahr 1923 KLS Martin gegründet haben, können zufrieden sein“, betonte Christian Leibinger. Das Schulungszentrum sei auch notwendig geworden, um die Kunden angesichts der „innovativen Produkte, die sehr erklärungsbedürftig sind“ optimal und angemessen zu betreuen. Zudem soll das Gebäude die Plattform bieten, um die „Chirurgie und KLS Martin ein gehöriges Stück nach vorne zu bringen“.

Karl Leibinger erinnerte daran, dass es Tuttlingens Erster Bürgermeister Emil Buschle gewesen sei, der eine „Vision von einer ganzheitlichen Arrondierung des Geländes“ um den KLS Martin-Standort hatte. Er brachte einen Tausch der ehemaligen Fläche des Discounters Aldi, auf dem jetzt das Schulungszentrum steht, und des ehemaligen Geländes von KLS Martin an der Ludwigstaler Straße ins Spiel, wo nun Aldi seine Filiale unterhält. Der Tausch ging am 9. Juli 2009 über die Bühne. Mit dem Nachbarn Karl Storz sei am östlichen Eingang der Stadt ein Medizintechnik-Cluster entstanden.

Die Entscheidung für das Schulungszentrum sei laut Karl Leibinger im ersten Halbjahr 2013 schnell gefallen: „Wir wollten ein kleines Aesculapium bauen“, sagte er. 150 Personen seien mit dem Bau mit seiner Gebäude-Grundfläche von 1500 Quadratmetern beschäftigt gewesen: „Wir haben ein Besuchs- und Schulungszentrum erstellt, das sich sehen lassen kann“, betonte er.

„Intensive zweieinhalb Jahre“

Für Architekt Heinrich Binder seien die vergangenen zweieinhalb Jahre „intensiv“ gewesen: „Nur gemeinsam können solch schöne Bauten entstehen. Besucher aus der ganzen Welt sollen sich hier wohlfühlen“, sagte er. Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck betonte, dass ein Jahr nicht besser anfangen könnte als mit einer solchen Einweihung. Landrat Stefan Bär sprach von einem „Meilenstein in der Geschichte von KLS Martin“. Das Unternehmen würde zum „chirurgischen Ur-Adel“ im Landkreis zählen.

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