Kitas: Stadt verzichtet im April auf Elternbeiträge

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 Die Stadt wird für den April aufgrund der Corona-Krise keine Kindergartengebühren der Eltern erheben, deren Kind nicht betreut
Die Stadt wird für den April aufgrund der Corona-Krise keine Kindergartengebühren der Eltern erheben, deren Kind nicht betreut wird. (Foto: Uwe Anspach)
Schwäbische Zeitung
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Wer aufgrund der Coronakrise in finanzielle Engpässe gerät, muss sich weder vor Stromabschaltungen durch die Stadtwerke (SWT) noch vor einer Wohnungskündigung durch die Wohnbau sorgen. „Unsere städtischen Unternehmen sind hier kulant“, so Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck. Das gelte auch für Kindergartenbeiträge.

Generell nicht mehr abgebucht in würden die Elternbeiträge der städtischen Kindergärten. Nachdem es hier mehrfach Anfragen gab, erklärt die städtische Pressestelle, dass diese zunächst für April ausgesetzt wurden. „Da die Kindergärten geschlossen sind, ist es nur konsequent, auch auf die Elternbeiträge zu verzichten“, heißt es in einer Pressemitteilung, „obgleich natürlich die Kosten weiterhin anfallen.“

Was passiert, wenn Privatleute oder Unternehmen aufgrund der Coronakrise ihre Miete oder ihre Strom- und Wasserrechnung nicht mehr zahlen können? Bei den Stadtwerken Tuttlingen und der Tuttlinger Wohnbau zunächst einmal nichts. „Unsere städtischen Unternehmen haben hier eine große Verantwortung gegenüber den Bürgern“, so OB Beck.

„Das heißt: Drastische Schritte gibt es keine, statt dessen suchen wir nach individuellen Lösungen, mit denen alle leben können.“ Konkret bedeute dies: Wer nachweisen könne, dass die Zahlungsengpässe auf die Coronakrise zurückzuführen seien, müsse keine harten Maßnahmen fürchten. Dies elte sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen.

„Wir sind seit Tagen insbesondere mit unseren gewerblichen Kunden in engem Kontakt und haben die ersten Mietreduzierungen zugestanden“, so Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess. Der Wohnbau sei es wichtig, gerade auch kleinere Unternehmen über die Krise hinweg zu retten. Währenddessen gibt es in den sozialen Netzwerken eine lebhafte Diskussion darüber, dass die Wohnbau mitten in der Corona-Krise Mietpreiserhöhungen erhöhen würde.

SWT-Geschäftsführerin Branka Rogulic berichtet, dass sie in mehreren Fällen die fälligen Abschläge gestundet habe. Wert legen beide Geschäftsführer aber auch die Tatsache, dass sich die Kulanz auf coronabedingte Fälle beschränkt.

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