Kischtämännle-Ball: Narren allen Alters feiern fette Fasnetsparty

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Das Kischtämännle greift bei seinem Ball des Öfteren in seine Kiste und wirft Taler duch die Gegend – zur Freude der Kinder.
Das Kischtämännle greift bei seinem Ball des Öfteren in seine Kiste und wirft Taler duch die Gegend – zur Freude der Kinder. (Foto: Simon SCHNEIDER)
Simon Schneider

Eine energiegeladene Fasnetsparty hat der Narrenverein Honberger mit dem Kischtämännle-Ball und vielen Narrenfreunden in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums gefeiert. Für lautstarke Unterhaltung haben dabei am Samstagabend viele Guggenmusik-Gruppen gesorgt.

Von den Kleinsten bis hin zu den närrischen Senioren – mit bunten Kostümen und guter Laune im Gepäck ging in der vollbesetzten IKG-Aula die närrische Fahrt ab. Die Honberger marschierten mit ihrer Narren-Präsidentei Sonja Vogler auf die Bühne, ehe die blondgelockte Narrenchefin sich die Begrüßung zusammenreimte und die Bühne für die Hauptfigur der Honberger räumte – das Kischtämännle. Mit weiteren Narrenfiguren im Schlepptau stürmte der Namensgeber des Balls die Bühne, griff häufiger in seine Kiste und schmiss die Taler zur Freude aller Kinder quer durch den Saal, während das Kischtämännle mit den weiteren Protagonisten den Brauchtumstanz des Narrenvereins Honberger präsentierte.

Der Handwerksbursch Kannitverstan knüpfte sich in seiner Ansprache den Oberbürgermeister Michael Beck und den Gemeinderat vor. „So kam es dazu, eine Wahlbeteiligung zu erreichen, da kommen mir doch die Fragezeichen. 18 Prozent stand es überall geschrieben, wo ist die Zukunftsperspektive für unser Städtchen geblieben?“, fragte er sich und kam genauso auf einen nicht vorhandenen Weihnachtsmarkt, die Klinikschließung in Spaichingen und die Messerstecherei in Tuttlingen zu sprechen: „Dazu möchte ich laut betonen, jeder einzige Fall darf sich nicht lohnen. Messerstecherei gibt es auch unter Deutschen, als ob ich das hier sagen bräuchte. Doch merke dir, nicht die Herkunft allein macht aus Menschen ein dummes Schwein“ – nachdenkliche Blicke und viel Applaus machten sich im Saal breit.

Mehrere Hexentänze und Tanzrunden auf und fernab der Bühne hielten das Programm am Laufen. Als ein Hingucker entpuppte sich der Ü-Tanz der alten Garde vom FZ Ludwigsburg-Neckarweihingen, die zu Songs wie „Mama Mia“ eine sehenswerte Choreographie hinlegten. Die lauteste und ausgelassenste Stimmung verbreitete die heimische Duddler Musigg. Mit einer ganz besonderen Überraschung hatten die Tuttlinger Musiker nicht gerechnet. Netze BW verlost monatlich für ehrenamtlich Tätige einen Geldscheck. Somit brach großer Jubel aus, als die Duddler Musigg den Check von einem ihrer Mitglieder auf der Bühne im Wert von 1000 Euro überreicht bekamen. Mit „Halleluja“ spielten die Duddler Musiker eine verhältnismäßig ruhige Nummer, ehe die Hohentwielburgteufel aus Singen mit ihrem furchteinflößenden Kostümen den Lautstärkepegel in der Aula wieder an den Anschlag brachten.

Das Duo Safran versorgte während den Tanzrunden und bis weit in die Nacht hinein die Gäste mit Musik.

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