Kinder sollen sicher zur Schule und zum Kindergarten kommen

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 Sie informierten über Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherheit an Schulen und Kindertageseinrichtungen: (von links): die kommissa
Sie informierten über Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherheit an Schulen und Kindertageseinrichtungen: (von links): die kommissarische Schulleiterin Susanne Speck, Johannes Hamma, Juliane Schweizer und OB Michael Beck. (Foto: Siegrid Bruch)
Siegrid Bruch

Erste Maßnahmen zur Verkehrssicherheit an Schulen und Kindertageseinrichtungen hat die Stadt Tuttlingen bereits umgesetzt, weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Auch die Eltern sollendiesbezüglich sensibilisiert werden. So lautete das Fazit bei einem Ortstermin vor der Hermann-Hesse-Realschule.

Dass es vor allem kurz vor Schul- und Kindergartenbeginn immer wieder zu Gefahrensituationen kommt, ist bekannt. Die Stadt Tuttlingen will diesen entgegenwirken. Nachdem die LBU-Fraktion im Gemeinderat vergangenes Jahr ein entsprechendes Konzept beantragt hatte, liegen schon erste Ergebnisse vor.

Zahlreiche Ortstermine haben seit dem Frühjahr an allen Schulen und Kindergärten stattgefunden. Auf dieser Grundlage haben Juliane Schweizer von den Bürgerdiensten und Fachbereichsleiter Johannes Hamma zusammen mit dem Verkehrsplanungsbüro „Bueffee“ eine Liste mit Sofortmaßnahmen erarbeitet, die zum Teil schon umgesetzt wurden. So geht es um sichere Verkehrsräume an den Schulen und Kindertageseinrichtungen, Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens der Eltern, Kinder und Jugendlichen, um sichere Schulwege, ausgerichtet an den Kompetenzen der Kinder, Verlagerung beziehungsweise Reduzierung des Bring- und Holverkehrs und die Förderung der Motivation der Eltern und Schüler, den Schulweg zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren.

Am Beispiel Hermann-Hesse-Schule erläuterten Schweizer und Hamma der kommissarischen Schulleiterin Susanne Speck und OB Michael Beck, was in Puncto Verkehrssicherheit getan werden muss. Es gibt an der Schule schon zusätzliche Halteverbotszeichen, doch würden die immer wieder ignoriert.

Unisono war man bei diesem Ortstermin der Meinung, es sei notwendig, die Eltern zu diesem Thema zu sensibilisieren. Zum Beispiel, dass sie die Kinder nicht mit dem Auto zur Schule bringen – oder wenigstens nicht bis direkt vor die Tür. Dazu OB Michael Beck: „In diesem Punkt vertraue ich auch auf die Pädagogen, die im Unterricht dieses Thema aufgreifen können.“ Und Hamma wies auch auf die Eltern-Befragungen hin, die noch laufen. Viele Sofortmaßnahmen mit zusätzlichen Hinweisschildern wie Halteverbote sowie Fahrbahnmarkierungen sind im Bereich von Schulen und Kindergärten als Sofortmaßnahmen bereits umgesetzt, als nächstes sind größere Umbauten, wie zum Beispiel Fahrbahnverengungen und „Berliner Kissen“ geplant.

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