Keine Chance den Elterntaxis

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 Der Hol- und Bringverkehr, wie hier an der Karlschule, soll mit dem Projekt „Mehr Freude am Gehen“ zurückgefahren werden.
Der Hol- und Bringverkehr, wie hier an der Karlschule, soll mit dem Projekt „Mehr Freude am Gehen“ zurückgefahren werden. (Foto: Ingeborg Wagner)
iw

Rund 30 Prozent aller Kinder, die eine Grundschule in Tuttlingen besuchen, werden mit dem Auto gebracht. Doch die sogenannten Eltern-Taxis bergen Gefahren, da die in der Regel direkt vor der Schule parkenden Autos die Situation für andere Verkehrsteilnehmer unübersichtlich machen. Mit dem Projekt „Mehr Freude am Gehen“ will die Stadtverwaltung Eltern und Kinder zum Umstieg aufs Laufen bewegen.

Das Fachbüro Bueffe wird die Elternbefragungen an den Grundschulen bis Anfang 2020 ausgewertet haben, so Juliane Schweizer von der Stadt Tuttlingen in der Gemeinderatssitzung am Montag. Die Ergebnisse für die Karlschule, Schildrain- und Wilhelmschule liegen bereits vor. In der Karlschule wünschen sich die Eltern zum Beispiel ein Entzerren des Verkehrsaufkommens zwischen Schulhof und Parkplatz und weitere Querungshilfen für die Gutenbergstraße, Neuhauser Straße und Uhlandstraße. An der Wilhelmschule geht es um eine Verbesserung der Sichtfelder für das Überqueren von Straßen auf dem Weg zur Schule.

Sobald alle Ergebnisse vorliegen, gehen die Fachplaner von Bueffe daran, die Vorschläge zu prüfen. Das, was sinnvoll erscheint, wird dann in den Grundschulen vorgestellt. Neben dem Ausarbeiten eines Schulwegeplans, zugeschnitten für jede einzelne Einrichtung, ist vorgesehen, Bring- und Holzonen für Elterntaxis einzurichten. Diese sollen so angelegt werden, dass sie nicht im direkten Zugangsbereich liegen. Oberstes Ziel ist es, mehr Kinder dazu zu bringen, den Weg zur Schule zu Fuß zu absolvieren. Schweizer: „Dazu gehört es, die Wege attraktiver und sicherer zu gestalten.“ Denn alle Verbote und Appelle an die Eltern bringen wenig, wie Stadtrat Rainer Buggle (CDU) sagte: „Viele Väter und Mütter trauen dem Kind nichts zu und verhindern so, dass es verkehrstechnisch erzogen wird.“

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