Katholische Erwachsenenbildung erweitert Eltern-Kind-Angebot

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Sabine Krauss
Redakteurin

Die katholische Erwachsenenbildung (KEB) erweitert im Landkreis Tuttlingen ihr Angebot für Eltern und Kinder. Da die Programmplaner einen Trend weg von selbstorganisierten Krabbelgruppen hin zu professionellen Angeboten feststellen, wird ein neues Eltern-Kind-Programm etabliert.

„EKP“ nennt sich das neue Angebot, das ganz einfach für Eltern-Kind-Programm steht. Dabei handelt es sich um eine Krabbel- oder Spielgruppe, bei der sich Eltern und Kinder wöchentlich treffen. Zu den selbstorganisierten Gruppen gibt es jedoch einen Unterschied: Geleitet wird die EKP-Gruppe von einer geschulten Fachkraft, die gezielt altersgerechtes Spielen und Fördern anbietet und für ihren Einsatz auch ein kleines Honorar bekommt.

„Eltern-Kind-Gruppen gibt es schon seit vielen Jahren – auch in unseren Kirchengemeinden“, sagt KEB-Leiterin Ursula Berner. Meist entstehen sie spontan, weil einige Eltern aktiv werden. Auf keinen Fall solle das neue Angebot eine Konkurrenz zu den selbstorganisierten Gruppen sein, betont Berner. Aber: „Da sich die Elternzeit in den letzten Jahren deutlich verkürzt hat, sind die Gruppen kurzlebiger geworden“, hat sie beobachtet. 24 Krabbel- und Spielgruppen sind es derzeit im Landkreis Tuttlingen, die sich unter dem Dach der katholischen Kirche angesiedelt haben, beziehungsweise in deren Gemeindehäusern. „Die Zahl ist rückläufig“, sagt Berner. Hinzu kommt eine weitere Beobachtung des KEB-Teams: „Wir machen die Erfahrung, dass Eltern für die geringe Zeit, die sie mit ihrem Kind haben, bewusst eine Freizeitgestaltung wählen, die gut vorbereitet und pädagogisch wertvoll ist“, sagt sie.

So bietet die katholische Erwachsenenbildung schon seit etlichen Jahren die sogenannten Krabbelkisten an, in denen sich Eltern mit Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren unter der Leitung von ausgebildeten Erzieherinnen treffen. „Diese Kurse sind immer voll und es gibt auch eine Warteliste“, sagt Berner.

Starten soll das neue Angebot – das übrigens von der Diözese München-Freising übernommen wird – im Herbst. Zunächst geht es darum, Interessenten für die Kursleitungen zu finden. Mitmachen kann jeder, der sich dafür interessiert. An zwei Wochenenden werden die Teilnehmer geschult, dazu gibt es weitere Tagesseminare.

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