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Dani Nieth hat vor neun Monaten sein erstes Buch mit dem Titel „Jammern gefährdet Ihre Gesundheit“ veröffentlicht. Dieses war im Anschluss an seinen Vortrag in der Angerhalle heiß begehrt. (Foto: Sabine von Döllen)
Sabine von Döllen

Am zweiten Abend der „Erfolgsmacher“-Reihe hat Dani Nieth am Donnerstagabend in der Angerhalle vor gut 200 Zuhörern dem destruktiven Jammern den Kampf angesagt. Auch notorische Jammerlappen und „Optimismus-Verweigerer“ mussten unweigerlich aufgeben. Auf eloquente Weise, mit einer ordentlichen Portion Humor, nahm Dani Nieth seine Zuhörer mit auf eine Reise durch die Identität, gespickt mit unzähligen Anekdoten.

Wobei, DIE Identität gibt es gar nicht, wie das gefesselte Publikum erfahren konnte. Denn die Aussage „Ich bin eben so, ich kann nicht anders“ ließ der Redner nicht gelten, bedeute dies doch Stillstand. Zugleich gab er einen Einblick in seinen eigenen Lebenslauf, den mancher vielleicht als unseriös empfinde. Mit Stationen unter anderem als Ski-Akrobat in der Schweizer Nationalmannschaft, einem Studium der Elektrotechnik und der Betriebsökonomie, Moderator, Mitarbeiter beim Fernsehen, Dozent an Hochschulen, könne der Eindruck entstehen, „da weiß einer nicht, was er will“. Indes sagte er von sich: „Ich habe immer die Rosinen rausgepickt, immer das Positive gesehen.“

Ohnehin spiele der eigene Fokus eine entscheidende Rolle. Wichtig sei es, zu erkennen, worin die eigenen Stärken liegen, und auf diese die Aufmerksamkeit zu richten.

Aber wie entstehen sie überhaupt, die Jammerlappen, die „schwarzen Löcher“, die ihr ganzes Umfeld negativ beeinflussen? Dieser Frage ging der Autor anhand der stufenweisen Entwicklung von Babys und Kleinkindern nach. Hier wurde deutlich: Vieles ist anerzogen, schon kleinste Babys spiegeln ihr Umfeld, und merken schnell, dass auf Jammern angenehme Reaktionen erfolgen. Später böten Klischees „Gefährdungspotenzial“. Denn was wir immer wieder aussprechen und wiederholen, daran würden wir irgendwann wirklich glauben.

Als konkrete Unterstützung zur Veränderung der eigenen Denkweise gab Dani Nieth einen Sieben-Tage-Plan mit auf den Weg. Beginnend mit der Selbstreflexion und endend mit der Ruhe. Um dem Jammern im Alltag den Kampf anzusagen, werden viele Zuhörer nach dem Vernommenen manche „Un-Wörter“, wie „muss“, „ja, aber“, „hätte, könnte, würde“, aus ihrem Wortschatz verbannen, sorgen diese doch unterbewusst für ein „Opfer“-Gefühl. Das Hadern mit eigenen Entscheidungen, das vielfach verwendete „hätte ich doch…“ ist übrigens Jammern par excellence und führt zu nichts. Dani Nieth: „Es ist, wie es ist. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Entscheidungen.“

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