Junginger hinterlässt große Lücke

Lesedauer: 2 Min

Christian Gerards
Christian Gerards (Foto: Archiv)
Redaktionsleiter

Mit dem Weggang von Pfarrer Jens Junginger im Sommer verliert die Stadt Tuttlingen einen ihrer wichtigsten Geistlichen. Er setzt sich nicht nur für die Belange der Kirche, sondern auch für die der Schwachen in der Gesellschaft ein. Und dabei ist Jens Junginger ein streitbarer Kopf, der mitunter anderen kräftig auf die Füße tritt. Einfache Antworten, das ist nicht sein Ding.

Wie wichtig Jens Juninger für das gesellschaftliche Leben in der Stadt ist, zeigt nicht nur das umfangreiche und vielfältige Programm der Stadtkirche, das in dieser Form seinesgleichen in der nähren Umgebung sucht. Mit seinem Engagement für die Ini Asyl und die Interessen der Flüchtlinge und Asylbewerber in der Stadt hat Junginger ein deutliches Zeichen gegen die tumben Parolen von rechts gesetzt – ein ganz deutliches mit der Durchsetzung des Kirchenasyls für einen jungen Auszubildenden, der von der Abschiedung bedroht war.

Keine Frage: Jens Junignger wird eine Lücke in Tuttlingen hinterlassen. Diese wird Pfarrerin Philine Blum füllen müssen – in einer Zeit, in der die evangelische Kirche Pfarrstellen zusammenstreicht. Das ist aber auch ihre Chance, ganz eigene Duftnoten zu setzen.

c.gerards@schwaebische.de

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen