Auch im Kreis Tuttlingen gehen viele Menschen wegen einer Erkältung zum Arzt.
Auch im Kreis Tuttlingen gehen viele Menschen wegen einer Erkältung zum Arzt. (Foto: Maurizio Gambarini)
Schwäbische Zeitung

Aktuell klettert die Zahl der Krankmeldungen deutlich nach oben: Ende Januar wurden laut AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg landesweit sechs Prozent mehr Arbeitsunfähigkeitsmeldungen registriert als in der Woche zuvor. Laut Krankenkasse ist der Löwenanteil dieses Anstiegs auf Erkrankungen der Atemwege zurückzuführen. 42 000 Menschen im Landkreis Tuttlingen, fast jeder dritte Einwohner, sei deswegen mindestens einmal jährlich beim Arzt, so die AOK auf Grundlage von Hochrechnungen ihrer Versichertendiagnosen.

Besonders häufig wegen Erkältung beim Arzt sind laut Pressemitteilung Kinder – fast 70 Prozent der Ein- bis Vierjährigen sei mindestens einmal jährlich in Behandlung. Aber auch junge Erwachsene seien häufiger mit Husten und laufender Nase beim Arzt als ältere Semester: bei den 20- bis 24-Jährigen 43 Prozent.

„Mit Viren kommt man ständig in Kontakt, das ist ganz normal“, meint Sabine Fröchte-Mink, AOK Villingen-Schwenningen. „An Fastnacht erwarten wir aber den Saisonhöhepunkt für Erkältungen, weil dann viele Menschen zusammen sind und auch die Viren Party machen.“ Alkohol, wenig Schlaf und dünne Verkleidungen trügen das Ihre dazu bei. Man könne aber die Abwehr stärken, damit es einen nicht so schnell und nicht so heftig erwische, so die Leiterin des Gesundheitsteams der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Wer sich gesund ernährt, mit viel frischem Obst und Gemüse, ausreichend Ballaststoffe sowie genug Flüssigkeit, schützt sich vor Erkältungen. Auch ausreichend Bewegung ist wichtig, gerade auch bei Schmuddelwetter.“ Bei Alkohol rät Fröchte-Mink zur Vorsicht: „Mittlere bis große Mengen Alkohol schwächen laut Studien das Immunsystem, da die Abwehrzellen in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.“

Wen die Erkältung trotzdem erwische, der brauche Ruhe und Geduld. Hausmittel wie Kräutertees oder Quarkwickel gegen Halsschmerzen könnten die Symptome lindern. Auch viel trinken sei wichtig, um Schleim in Bronchien und Nase zu verflüssigen. Bis die Erkältung ganz verschwunden sei, könne es schon mal etwas länger dauern. „Wenn Fieber über 39 Grad oder stärkere Schmerzen in den Ohren oder im Stirnbereich und unter den Augen dazukommen, sollte man aber zum Arzt gehen“, rät Fröchte-Mink.

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