Die italienischen Gäste aus Battaglia Terme haben mit den Möhringer Gastgebern Schmuck für den Osterbrunnen gebastelt. Die Schü
Die italienischen Gäste aus Battaglia Terme haben mit den Möhringer Gastgebern Schmuck für den Osterbrunnen gebastelt. Die Schüler waren während des Aufenthalts aber auch im Schloss Sigmaringen und im Haus der Natur in Beuron. (Foto: Stefan Manger)
Stefan Manger

Eine Schulklasse aus dem italienischen Battaglia Terme hat nun die Partnerstadt Möhringen besucht und sich im Stadtbild – wenigstens für ein paar Tage – verewigt. Die Mädchen und Jungen, die im Herbst 2018 Kinder aus dem Tuttlinger Stadtteil zu Gast hatten, halfen beim Schmücken des Osterbrunnens mit.

Nach der Begrüßung in der Aula der Anton-Braun-Grundschule, bei der es Lebkuchenherzen mit dem Schullogo gab, bastelten die Gäste mit den Klassen vier Osterhasen. Diese wurden nach dem Mittagessen in Gastfamilien am Osterbrunnen mit dem Fremdenverkehrsverein angebracht. Anschließend durften sich die Italiener vor dem Rathaus dann als Nachtwächter verkleiden. Gestärkt durch eigens gebackene Hansele-Weckle lernten sie noch etwas über den Namensgeber der Möhringer Grundschule Anton Braun, der die Rechenmaschine erfunden hat.

Rektorin Schlifski hebt Bedeutung des Austausches hervor

Zum Programm zählte auch eine Fahrt nach Sigmaringen. Zusammen mit den Möhringer Viertklässlern nahmen die jungen Italiener mit ihren Lehrern an einer Führung durch das Schloss Sigmaringen teil und besuchten das Haus der Natur in Beuron. Dort lernten alle Kinder einiges über den Biber.

In diesem Jahr können die beiden Städte auf das 64-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zurückblicken, sagte die Rektorin der Möhringer Schule, Kathrin Schlifski. Im Jahr 1965 habe Möhringen die Europafahne bekommen, um den europäischen Gedanken zu verbreiten. In diesem Jahr wurde auch der Grundstein für die Möhringer Schule gelegt. Der Austausch bringe die Erinnerung an diese Ereignisse zurück und zeige die beidseitige Verbundenheit.

Momentan sei dieser Austausch so wichtig, da viele europäische Länder, ihre Landesgrenzen wieder undurchlässiger machen wollen und damit nicht das Gemeinsame, sondern das Trennende betonen. Schlifski hofft, dass vor allem die Kinder im gesamten Europa zukünftig mehr über die jeweiligen Lebensumstände wissen werden, die verschiedenen Traditionen wertschätzen und sich dafür einsetzen, dass alle gemeinsam in Europa in Frieden und Freiheit leben wollen. Dafür bilde eine gelebte Partnerschaft den Grundstein.

Lehrer Patrik Gihr am Klavier und Veronika Wiedermann, die mit den Möhringer Schülern ein Piratenstück aufführte, sowie ein Rap und Tanz der italienischen Gäste sorgten für ein kurzweiliges Programm.

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