In Tuttlingen hohe Aufklärungsquote bei Internetstraftaten

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 Dekanatsreferent Markus Arnold (von links), Referent Michael Ilg und Franziska Kummer, die zukünftig ebenfalls Vorträge im Bere
Dekanatsreferent Markus Arnold (von links), Referent Michael Ilg und Franziska Kummer, die zukünftig ebenfalls Vorträge im Bereich Präsvention halten wird, haben im evangelischen Gemeindehaus zum Thema „Sicherheit im Netz“ informiert. (Foto: Sabine von Döllen)
Sabine von Döllen

„Das Internet bietet viele Chancen und hat unser Kommunikationsverhalten verändert. Wer einige Sicherheitsvorkehrungen trifft und Vorsicht walten lässt, kann die vielfältigen Möglichkeiten des Internets gefahrlos ausschöpfen.“ Diese Aussage des Referenten Michael Ilg darf man als Resümee des Vortrags: „Sicherheit im Netz“ im evangelischen Gemeindehaus vom vergangenen Donnerstag betrachten.

Der Referent ist überzeugt: „Das Internet ist kommunikativ und informativ.“ Und man muss sich heutzutage die Frage stellen: „Wie ging es eigentlich ohne Internet?“

In fast familiärer Atmosphäre begrüßte Dekanatsreferent Markus Arnold die rund zehn Interessierten der Generation „Ü40“. Ihnen konnte Ilg konkrete Tipps, unter anderem zum sicheren Einkaufen im Netz, zum Schutz der Privatshäre oder zu „verdächtigen“ E-Mails geben. Denn: „Früher standen die Betrüger vor der Haustüre, heute lauern sie in Form von Trojanern im Internet,“ so Ilg.

Abhilfe könnten unter anderem Antivirenprogramme schaffen. Bei der Präsentation zahlreicher „neuer“ Begriffe hatten die Zuhörer die Möglichkeit, sich diese erklären zu lassen. Den Begriff „Wearable“ konnte Michael Ilg dann auch direkt am eigenen Handgelenk präsentieren und erläuterte, dass es sich dabei um ein unmittelbar am Körper getragenes Computersystem handle. Laut Ilg wurden 2018 deutschlandweit 271 000 Straftaten mit Tatort Internet begangen. 1275 entfallen hiervon auf Tuttlingen, was zum Vorjahr einen Anstieg um 30 Prozent bedeutet. Erfreulich sei die hohe Aufklärungsquote in Tuttlingen. Diese beträgt 75,4 Prozent, was leicht über dem Bundesdurchschnitt liegt, war zu erfahren.

Vorgestellt wurde an diesem Abend auch Franziska Kummer, die als neues Gesicht zukünftig ebenfalls Vorträge im Bereich der Prävention für das Polizeirevier Tuttlingen halten wird.

Am gelegentlichen „Pling“ eingehender Whatsapp-Nachrichten war zu erkennen, dass die neuen Formen der Kommunikation auch bei den Zuhörern alltäglich geworden sind. Dennoch kann vermutlich keiner der Anwesenden die skurrilen Ansichten des Facebook-Gründers Marc Zuckerberg teilen: „Nur wer in der virtuellen Welt existiert, kann in der realen Welt existieren.“ So ist es auch die Überzeugung des Referenten: „Eigentlich ist es genau andersherum.“

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