In Tuttlingen eröffnet Drive-In-Teststelle

Lesedauer: 6 Min
Ein Schild, das auf die Teststelle hinweist
Der Landkreis hat beim Freibad Tuttlingen eine Teststelle gegen das Corona-Virus eingerichtet. (Foto: Simon Schneider)
Redaktionsleiter
plus

Mehr Lesevergnügen:
Unsere Plus-Inhalte

Dieser Inhalt steht normalerweise exklusiv für unsere Plus-Abonnenten zur Verfügung. Für Sie ist er frei.

Die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Landkreis Tuttlingen ist seit Sonntag nicht weiter gestiegen. „Wir haben weiter fünf positiv getestete Bürger“, sagte Julia Hager, Pressesprecherin des Landratsamts. Es stehen aber noch zahlreiche Tests aus. Deshalb überlegt die Kreisverwaltung, die Kapazitäten zur Überprüfung auszubauen.

Vier am Corona-Virus Erkrankte stammen aus Tuttlingen, eine Person aus Spaichingen. Obwohl die Anzahl gleich ist, hat sich die Situation für einen Menschen verschlechtert. Er wurde in die Klinik gebracht. „Die anderen vier Personen sind häuslich isoliert. Es geht ihnen entsprechend gut“, sagte Hager. Der Landkreis habe auch bisher keine Person mit einer Verfügung unter Quarantäne stellen müssen. „Alle Betroffenen waren verständnisvoll und einsichtig“, lobte Hager die Kooperationsbereitschaft.

Bei den fünf Fällen wird es wahrscheinlich nicht bleiben. Hager erklärt, dass noch gut 50 Tests ausstehen und täglich neue dazukommen. „Es gibt einen Rückstau bei den Laboren. Aber das Testaufkommen hat sich drastisch erhöht“, betont die Sprecherin. Um die möglichen Erkrankten schnell zu identifizieren, ist am Freibad in Tuttlingen eine Drive-In-Teststelle eröffnet worden. Im Vorbeifahren, aber nach wie vor nur nach vorheriger Terminvereinbarung, wird dort der notwendige Abstich abgenommen.

Am Dienstag, 17. März, wird eine weitere mobile Teststelle zum Corona-Virus auf dem Parkplatz der Erwin-Teufel-Berufsschule in Spaichingen eingerichtet. Das Landratsamt greift dabei auf die Unterstützung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin zurück. Bis einschließlich Freitag, 20. März, finden die Tests wie bisher nach Vereinbarung statt.

Die Verunsicherung ist jedenfalls vorhanden. Die Hotline zum Corona-Virus, die das Landratsamt vor wenigen Tagen unter der Nummer 07461/ 926 9999 beim Gesundheitsamt geschaltet hat, wird mehr als vermutet genutzt. „Es soll bitte nicht jeder beim ersten Husten oder Schnupfen bei der Hotline anrufen und nach einem Termin für einen Corona-Test fragen“, gibt Hager die Bitte vom Gesundheitsamt weiter. Dies würde die Hotline zum Einsturz bringen, meint sie.

Einen Termin für einen Corona-Test würden zunächt nur Personen vom Gesundheitsamt bekommen, die in den vergangenen Wochen in einem Risikogebiet waren, Kontakt zu einem Erkrankten hatten und Symptome wie hohes Fieber aufweisen, erklärt die Pressesprecherin. Die Vergabe von Terminen erfolgt aber nur nach eingehender Prüfung durch das Gesundheitsamt.

Obwohl ein Schüler der Johann-Peter-Hebel-Schule in Tuttlingen zu den positiv gesteteten Menschen gehört, werde es keinen flächendeckenden Test geben, sagte Hager. Erst wenn sich Krankheitsanzeichen zeigten, werde man die Person genauer untersuchen.

Die Überpüfung der Personen, die mit den fünf Erkrankten in den vergangenen Tagen Kontakt hatten, sei bereits erfolgt (s. Info-Kasten). „Das Screening nimmt schon Zeit in Anspruch. Theoretisch sind aber alle abtelefoniert worden, die direkten Kontakt zu einem positiv getesteten Bürger hatten“, meint Hager. Theoretisch deshalb, weil nicht zu 100 Prozent rekonstruiert werden kann, mit wem man seit der Corona-Infektion alles Kontakt hatte.

Wie viele Landkreis-Bewohner deshalb unter Quarantäne stehen, kann sie nicht sagen. Dies würde nur im Fall einer verfügten Isolierung nachgehalten. Und dieser Schritt war beim verständnisvollen Umgang der Bürger mit der Krankheit nicht nötig.

Hier könnten Sie weitere Inhalte von Flourish entdecken.
Dafür benötigen wir Ihre Zustimmung zur Datenübermittlung.
Hier könnten Sie weitere Inhalte von Flourish entdecken.
Dafür benötigen wir Ihre Zustimmung zur Datenübermittlung.

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr Inhalte zum Dossier

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen