IHK bemüht sich um Ost-West-Verkehrsachsen

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Welchen Anforderungen müssen Straßenbeläge standhalten und was sind die Besonderheiten eines „Flüsterasphalts“? Die Mitglieder
Welchen Anforderungen müssen Straßenbeläge standhalten und was sind die Besonderheiten eines „Flüsterasphalts“? Die Mitglieder (Foto: Schmidt/IHK)
Schwäbische Zeitung

Der IHK-Verkehrsausschuss will beim neuen Bundesverkehrswegeplan auf bessere Ost-West-Verbindungen bei den Fernstraßen in der Region drängen. Wie die Industrie- und Handelskammer in einer Pressemitteilung schreibt, habe das der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung deutlich gemacht. Das Gremium tagte beim Tuttlinger Unternehmen Straßenbau Storz.

Es gelte, bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans genau zu beobachten, welche Priorität der Bund dem Aus- und Neubau des Bundesfernstraßennetzes in der Region beimesse, heißt es von der IHK. Aus Sicht von Gerhard Lehmann, dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, müsse „eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur mit einem funktionierenden ÖPNV-System und intelligenten Mobilitätslösungen“ zusammenspielen. Sie seien „das Rückgrat unserer exportorientierten und touristisch geprägten, ländlichen Region“. Die Botschaft war besonders an die Gestaltung der künftigen Nahverkehrspläne im Schwarzwald-Baar-Kreis und im Landkreis Tuttlingen gerichtet.

Der erste Entwurf des Bundesverkehrswegeplans soll voraussichtlich im November oder Dezember veröffentlicht werden. Die IHK will dazu im Schulterschluss mit dem Regionalverband, dem Schwarzwald-Baar-Kreis sowie den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen in Form eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlichen. Darin soll es neben der Ost-West-Verbindungen vor allem um „einige dringlich benötigten Ortsumfahrungen“ entgegen.

Aber auch der öffentliche Nahverkehr stehe vor großen Herausforderungen, sagt Nahverkehrsberater Ulrich Grosse: „Der Mitte Dezember 2015 anstehende Fahrplanwechsel der Bahn im Fernverkehr ist durch die Einführung des sogenannten Interimfahrplans mit den umfangreichsten Änderungen seit Einführung des Ringzugs im Jahr 2003 verbunden.“ Die Folgen auf den Schienenverkehr und auf das Bussystem seien massiv, sagt Hans Keller, Geschäftsführer der Stadtbus Rottweil GmbH und stellvertretender Ausschussvorsitzender.

Der IHK-Verkehrsausschuss sieht aber auch die Chancen und die Vorreiterrolle der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Insbesondere das derzeit laufende Modellprojekt „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“ beinhalte Potenzial zur Verknüpfung des Individualverkehrs mit dem ÖPNV oder zur Erprobung intelligenter Mobilitätsangebote und solle daher nach dem Ende der offiziellen Laufzeit nicht ab Juli 2016 einfach stoppen, sondern weiter fortgeführt werden.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Mangels an qualifizierten Fachkräften informierten sich die Ausschussmitglieder zudem über das Siegel „Attraktiver Arbeitgeber“ der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

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