„Ich will irgendwann ein kleines Metal-Projekt machen“

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Schwäbische Zeitung

Mit Hits wie „Musik sein“ oder „An Wunder“ hat der Musiker Wincent Weiss Chart-Erfolge gefeiert. Im Interview mit Zoë Gerards erzählt beim Honberg-Sommer, ob er eine internationale Karriere anstrebt.

Wann wusstest Du denn, dass Du später einmal etwas mit Musik machen möchtest und was war für diese Entscheidung ausschlaggebend?

Das kam erst ganz spät, ich habe erst mit 17 Jahren angefangen, Musik zu machen, zu singen und mir Gitarre spielen beizubringen. Ich habe das nur für mich in meinem Zimmer gemacht, das hat keiner mitbekommen. Als ich an Weihnachten mal die Gitarre rausgeholt habe und angefangen habe zu singen, hat meine ganze Familie gefragt, wo das denn jetzt herkommt. Das sind alles Handball- und Fußballjungs. Ich liebe auch Sport, keiner wusste, dass ich Musik mache. Als die mir sagten, dass das gar nicht schlecht klingt, habe ich weitergemacht. Ich dachte aber, dass das ein Hobby bleiben wird. An diese Größenordnung habe ich nie gedacht.

Du hast Dir beim GNTM-Finale mit Shawn Mendes die Bühne geteilt. Wie war das für Dich?

Der Tag war cool, das war auch für mich ein neues Umfeld, dieses Fotoshooting vor so vielen Leuten. Shawn zu treffen war wirklich supercool, ich werde ja ganz oft mit ihm verglichen - wahrscheinlich weil wir die gleiche Haarfarbe haben.

Hast Du auch vor, eine internationale Karriere anzustreben?

Shawn ist ein super dufter Typ. Aber ich bin halt mit deutscher Musik groß geworden und kann auch nur deutsche Texte schreiben. Über Deutschland, Österreich und die Schweiz wird das glaube ich nicht hinausgehen. Aber sag niemals nie. Ich komme aus der Metalschiene, will irgendwann ein kleines Metal-Nebenprojekt machen, das wird dann vielleicht auf Englisch sein.

Ist Musik für Dich das, was Du immer machen möchtest, oder möchtest Du irgendwann noch einen anderen Weg gehen?

Ich glaube nicht, dass man ein Leben lang dieses Bühnenpensum hier schaffen kann. Oder, dass ich mit 60 noch auf der Bühne rumspringe, ich mach das ja auch noch nicht so lange ... obwohl, seit fünf Jahren - fünf Jahre schon, oh Gott! (lacht) Es soll schon immer mit Musik zu tun haben, ob hinter oder vor der Bühne. Aber erstmal genieße ich das Leben auf der Bühne, bis es mir irgendwann zu viel wird.

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