HSG-Trainer Novakovic: „Die Mannschaft lebt“

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Unbändiger Siegeswille war Garant dafür, dass die Donautal-HSG gegen den Favoriten TSV Schmieden ihr Heimspiel in der Württember
Unbändiger Siegeswille war Garant dafür, dass die Donautal-HSG gegen den Favoriten TSV Schmieden ihr Heimspiel in der Württemberg-Liga vor mehr als 500 Zuschauern mit 29:28 Toren für sich entscheiden konnte. Joscha Slongo (rot/schwarz) warf insgesamt drei Tore. Eine Bildergalerie gibt es unter www.schwaebische.de. (Foto: HKB)
Rouven Spindler

Die Württembergliga-Handballer der HSG Fridingen/Mühlheim bleiben auf Erfolgskurs: Am Sponsorentag schlug man Aufstiegsanwärter TSV Schmiden in einem packenden Spiel in der gefüllten Fridinger Sepp-Hipp-Halle spät mit 29:28. Nach dem elften Saisonsieg steht man damit mit 24:28 Punkten auf Platz neun. Die Handballerinnen der HSG Fridingen/Mühlheim überzeugten auch am letzten Spieltag der Saison vor heimischem Publikum und kamen in der Württembergliga zu einem ungefährdeten 34:21 über den TSV Köngen. Bei den Frauen der HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen (Landesliga) zeigt man sich trotz Niederlage in Schorndorf (21:25) äußerst zufrieden mit der Saison. Für die beiden Herrenteams der Landesliga ging es um nichts mehr. Der TV Aixheim revanchierte sich für die Hinspielniederlage in Köngen. Und die HSG Rietheim-Weilheim trennte sich unentschieden von der TSG Reutlingen.

Württembergliga Männer

HSG Fridingen/Mühlheim – TSV Schmiden 29:28 (12:14). Zu Spielbeginn zeigten sich beide Mannschaften äußerst effektiv vor dem gegnerischen Tor. Vor allem die ambitionierten Gäste aus Schmiden ließen kaum Chancen auf weitere Treffer aus. Nach 17 Minuten stand es 7:10. Die HSG Fridingen/Mühlheim hat viele Würfe aus dem Rückraum zugelassen. „Das kann man besser verteidigen und das habe ich der Mannschaft auch gesagt. Das haben wir dann auch besser gemacht“, sagt HSG-Trainer Mike Novakovic zu einem der Gründe für den Überraschungserfolg. Nachdem Louis Schick und Matthias Hipp kurz vor der Pause auf 12:14 verkürzten, gelangen Schlussmann Milan Djuricin zwei wichtige Paraden aus HSG-Sicht. Die gute Ausgangslage nutzen die Gastgeber direkt nach der Halbzeit aus und überraschten Schmiden. Durch einen 4:0-Lauf ab Minute 39 führte man zeitweise mit vier Treffern. Als der TSV wieder stärker wurde, war klar, dass es eine enge Schlussphase werden wird. Doch mehrfach scheiterten die Gäste am HSG-Torwart. Novakovic: „Sie wollten Tore aus der Nähe erzielen und nicht aus zehn Metern werfen. Ich denke auch, dass die Auszeiten wichtig waren zum Beruhigen.“ Auch nach dem 25:22 (53.) kamen die Gäste zurück (27:27). 90 Sekunden vor dem Ende traf Louis Schick zum 28:27, dann nahm die HSG eine Auszeit. Einen Abspielfehler auf der linken Seite nutze der jetzige Tabellenvierte per Tempogegenstoß zum 28:28 eiskalt aus. Acht Sekunden vor dem Ende sorgte Louis Schick für den umjubelten Siegtreffer. Über rechts kommend drehte er den Ball im Fallen ins Tornetz, für den TSV reichte die Zeit nicht mehr für den möglichen Ausgleichstreffer. „Das kam nahe an unsere Bestleistung heran. Die Mannschaft lebt, es hat Spaß gemacht gestern“, so der Trainer. - Tore: Ediz Parlak (10), Björn Efinger (6/3), Matthias Hipp (5), Emilian Merk, Louis Schick (beide 3), Joscha Slongo (2).

Württembergliga Frauen

HSG Fridingen/Mühlheim – TSV Köngen 34:21 (18:12). Die Donautal-HSG startete auch im letzten Saisonspiel mit einem hohen Tempo. Nach zehn Spielminuten traf Melanie Gresser, die ihr letztes Spiel für die HSG machte, zum zwischenzeitlichen 8:4. Doch Köngen konnte in dieser Phase der Partie noch den Anschluss halten und gestaltete die Begegnung bis etwa zur 20. Minute spannend. Dann fanden die Gastgeberinnen in ihren Rhythmus. Mit einem 6:0-Lauf zog man auf 15:9 (22. Minute) davon. HSG-Trainer Frank Rohrmeier: „Wir haben es geschafft, die Spannung zu halten. Wir haben in unser Tempospiel gefunden, dann auch einfache Tore gemacht. Mit dem variantenreichen Abwehrspiel haben wir den Spielfluss von Köngen unterbrochen.“ Das gelang vor allem nach dem Seitenwechsel. Bis zur 51. Spielminute musste man nur drei weitere Gegentreffer hinnehmen und war vorne meist sehr effektiv (29:15). Fast jede Spielerin trug sich in die Torschützenliste ein. „Wir haben viel gewechselt. Jede Spielerin hat großen Anteil dazu beigetragen“, sagt der Coach zufrieden. Auch in der Schlussphase war die Spielfreude anzumerken. Auch wenn es im Angriff den ein oder anderen Fehlpass gab, erhöhte man schlussendlich auf 34:21. Die TSV-Spielweise brachte die HSG vor allem in Durchgang zwei nicht mehr in Bedrängnis. „Ich möchte ein riesiges Lob aussprechen an die Mannschaft. Wir spielen in der fünften Liga auf höchstem Niveau. Schlussendlich sind wir punktgleich mit Meister TV Nellingen II und haben nur den direkten Vergleich verloren. Das war ein mega-erfolgreicher Abschluss“, sind die Trainer Frank Rohrmeier und Uwe Langeneck zufrieden. Ihr Team wird mit 33:11 Punkten Zweiter. - Tore: Patricia Rebholz (6), Rebecca Maurer (6/1), Burcin Özgentürk, Anna-Lena Gögelein (beide 4), Hannah Wirth, Clara Frankenstein (beide 3), Tanja Seiffert, Pia Langeneck (beide 2), Caterina Schwarz (2/1), Melanie Gresser (1), Vanessa Fritz (1/1).

Landesliga Männer

TV Aixheim – TSV Köngen 35:29 (18:15). Der Gastgeber startete äußerst konzentriert in sein letztes Ligaspiel der Saison und zog aus einer stabilen Abwehr und mit schnellen Tempogegenstößen rasch mit 7:2 davon. Einzig mit dem hünenhaften Kreisläufer der Gäste hatten die Mannen von Holger Hafner ihre Probleme und mussten Köngen bis zur Pause bis auf drei Tore herankommen lassen. Dann leistete sich Aixheim einige Leichtsinnsfehler und fand sich nach Strafzeiten plötzlich mit nur vier Spielern in Unterzahl auf dem Feld wieder. In der 35. Minute glich der Gast zum 19:19 aus und übernahm dann sogar die Führung. Die Aixheimer schüttelten sich, fanden wieder in ihr Spiel und übernahmen in der 41. Minute beim Stand von 23:22 wieder die Führung. „Zittern musste ich auf der Bank nicht. Ich hatte heute ein gutes Gefühl“, sagte TV-Trainer Holger Hafner nach dem Spiel. Mit Konzentration und Wucht brachte Aixheim dann das Spiel so zu Ende, wie man begonnen hatte und ließ keinen Zweifel am Sieg aufkommen. „Wir wollten uns unbedingt mit Platz fünf für die tolle Saison belohnen und mit diesem Sieg uns auch ein gutes Gefühl für das anstehende Final Four im Bezirkspokal mitnehmen“, sagte der Trainer des TV Aixheim nach dem Spiel. - Tore: Frank Plaumann (1), Nikolas Klingseisen (1), Andreas Faitsch (7/4), Philip Klingseisen (5), Pascal Efinger (1), Axel Baumann (2), Michael Klaritsch (6), Philip Hauser (1), Heiko Honer (3/2), Kevin Stutz (4), Fabian Gruler (4).

HSG Riethiem-Weilheim – TSG Reutlingen 26:26 (10:10). Einen Handball-Krimi sahen die Zuschauer in der Kreissporthalle Tuttlingen bei der letzten Ligapartie der HSG Rietheim-Weilheim. Gegen die TSG Reutlingen wogte das Spiel 60 Minuten lang hin und her und endete mit einem gerechten Unentschieden. Zu keinem Zeitpunkt gelang es einer Mannschaft, sich abzusetzen und einen Lauf zu starten. In der 33. Minute schaffte Reutlingen die 13:12-Führung und setzte sich mit 15:12 mit drei Toren ab. Die Führung der Gäste währte nicht lang. In der 40. Minute glich die HSG wieder auf 16:16 aus. Aber mehr als zwei Tore Abstand wollte sich kein Team erspielen. Quasi mit dem Schlussgong und nach einer Auszeit kurz vor Spielende erzielte Floran Wenzler den 26:26-Endstand und glich in letzter Sekunde für die HSG aus. - Tore: Thomas Aicher (11/5), Robin Hermle (2), Noah Faude (2), Tobias Haffa (2), Florian Wenzler (4), Jimmy Solis (2), Pascal Bensch (2), Johannes Schubert (1).

Landesliga Frauen

SG Schorndorf – HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen 25:21 (11:10). Die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen konnte die Spielzeit nicht mit einem Sieg abschließen. Zu zehnt war man nach Schorndorf gereist, vier der Spielerinnen waren unter der Woche krank. „Wir haben lange gut mitgehalten, aber am Schluss hatten wir keine Kraft mehr“, sagt Trainerin Zeljana Pfeffer. Bis zum 19:19 (50. Minute) neutralisierten sich die Teams größtenteils, ehe die SG sich in den Schlussminuten absetzte. Pfeffer: „Dennoch überwiegt die Freude über die gute Saison. Nach der schwierigen Phase ab November spielten wir zu zehnt und sind Vierter in der Landesliga. Das ist mit dem Kader überragend.“ Nach dem 24:20 war das Spiel am Samstag zugunsten der SG Schorndorf entschieden, doch von Platz vier war die HSG NTW bereits vor dem Spiel nicht mehr zu verdrängen. Diesen sicherte man sich mit 27:17 Punkten und insgesamt 13 Saisonsiegen. - Tore: Katharina Beiswenger (7), Cara Riester (6/3), Nina Esslinger (4), Magdalena Krämer (2), Lea-Marie Hauser, Mirjana Misetic (beide 1).

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