HSG R-W siegt nach Salmen-Aus

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 Chancenlos waren die Frauen der SG Hegensberg/Liebersbronn (weiß) bei der 21:37-Niederlage bei der HSG Fridingen/Mühlheim. Clar
Chancenlos waren die Frauen der SG Hegensberg/Liebersbronn (weiß) bei der 21:37-Niederlage bei der HSG Fridingen/Mühlheim. Clara Frankenstein erzielt in dieser Szene einen ihrer sieben Treffer. Rebecca Maurer (links) war zweimal erfolgreich. (Foto: HKB)
Rouven Spindler

Für die Handball-Mannschaften aus dem Kreis Tuttlingen war es in den überregionalen Ligen ein weitgehend erfolgreiches Wochenende. Einzig die HSG Fridingen/Mühlheim ging in der Württembergliga der Männer leer aus. Für Männer-Landesligist HSG Rietheim-Weilheim ging mit dem 29:18 gegen die H2Ku Herrenberg II eine turbulente Woche zu Ende. Zwei Punkte verbuchten auch Fridingen/Mühlheims Württembergliga-Frauen, der TV Aixheim in der Landesliga Männer und Frauen-Landesligist HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen.

Württembergliga Männer

SV Fellbach – HSG Fridingen/Mühlheim 28:22 (15:10). Im Vergleich zum 27:36 beim TSV Schmiden in der Vorwoche zeigte die HSG keine Steigerung. Sein Team sei wie in der vergangenen Woche zu harmlos gewesen, sagte Trainer Mike Novakovic. Dabei hatten die Gäste anfangs mitgehalten. Zwar lag Fellbach immer in Führung. Die Gäste konnten stets verkürzen und lagen nach den Toren von Fabian Hipp (7:9, 19.) und Florian Fritz (8:10, 21.) nur zwei Tore zurück. Die Endphase der ersten 30 Minuten gehörte klar dem SV. Mit einem 4:0-Lauf zog der Gastgeber auf 15:9 davon.

„Wir haben viele Würfe vergeben. Es waren deutlich mehr als zehn freie Würfe“, ärgerte sich Novakovic, der aber auch die gute Leistung des Gästetorwarts erwähnte. Die Abschlussschwäche führte zum zwischenzeitlichen 22:13 (46.) für Fellbach. In der Schlussviertelstunde stellten die Gäste in der Abwehr um. „Das hat gewirkt. Der Gegner war in dieser Zeit machtlos“, sagte Novakovic, dessen Team auf 20:23 (53.) verkürzte. „Dann haben wir aber wieder Chancen liegen gelassen. Das ist schade. Man sieht, zu was die Mannschaft in der Lage ist, wenn sie sich steigert und der Wille stimmt“, erklärte der HSG-Coach. In den Schlussminuten baute Fellbach die Führung wieder auf sechs Tore aus. „Sie haben mehr gekämpft und verdient gewonnen“, sagte Novakovic. Der Trainer vermisste erneut eine gewisse Härte im Spiel. „Wir bekommen keine Zeitstrafen, geben keine Antwort. Wir sind zu lieb in der Abwehr.“ Tore: Florian Fritz (6/2), Daniel Hipp (5), Björn Efinger (5/1), Fabian Hipp (3), Ediz (2), Moritz Rabus (1).

Württembergliga Frauen

HSG Fridingen/Mühlheim – SG Hegensberg-Liebersbronn 37:21 (19:9). Gegen die abstiegsbedrohte SG lieferten die HSG-Frauen „eine starke Leistung ab“, wie Trainer Frank Rohrmeier sagte. In den Anfangsminuten sah er einen Gegner, der sich seiner tabellarischen Situation bewusst war. „Sie haben eine aggressive Abwehr gespielt, die auch offensiver ausgerichtet war als sonst“, erklärte Rohrmeier.

Nach 14 Minuten traf Hegensberg-Liebersbronn zum letzten Mal zum Ausgleich. Da einige HSG-Würfe am Pfosten landeten, setzten sich die Gastgeberinnen erst nach knapp 20 Minuten ab (12:6). „In dieser Phase waren wir treffsicher. Durch ein starkes Abwehr- und Torwartspiel konnten wir in die erste Welle und ins Tempospiel gehen“, sagte der HSG-Coach. Der Vorsprung wurde bis zum Seitenwechsel auf zehn Tore ausgebaut.

Das Ziel der Gastgeberinnen für die zweite Halbzeit war es, die Spannung zu halten. Das gelang der Donautal-HSG. Der Abstand wurde sogar weiter ausgebaut (22:11, 36.). Die SG konnte im zweiten Durchgang nie den Abstand deutlich verkürzen und den siebten Sieg der HSG nicht verhindern. Tore: Tanja Seiffert (8), Clara Frankenstein, Caterina Schwarz (je 7), Burcin Özgentürk, Anna-Lena Gögelein (je 3), Patricia Rebholz, Rebecca Maurer (je 2), Vanessa Fritz (2/1), Melanie Gresser, Pia Langeneck (je 1), Ariane Kiehne (1/1).

Landesliga Männer

TV Aixheim – TSG Reutlingen 29:24 (12:9). Der TVA bleibt daheim eine Macht. Gegen Reutlingen gelang den Grün-Weißen der sechste Heimsieg und der vierte Erfolg hintereinander. „Es war ein sehr gutes Spiel und 60 Minuten Tempohandball. Reutlingen hat gut verteidigt“, sagte Aixheims Coach Holger Hafner.

Wie so oft in dieser Saison erspielte sich der TVA schon zu Beginn einen Vorsprung. Aixheim führte nach 14 Minuten 7:1. In der Folgezeit wurde Reutlingen aktiver. Aixheim gelang es aber, den Abstand von drei Toren zu halten. Auch in den zweiten 30 Minuten ließ Aixheim nicht nach. Nach 38 Minuten gelang ein 4:0-Lauf, durch den sich die Gastgeber mit 19:13 absetzten. In den verbleibenden 20 Minuten zeigte die TSG ihre Qualität. Nach 48 Minuten führte der TVA nur noch mit 21:18. „Reutlingen ist noch einmal rangekommen. Es war ein enges Spiel und für mich das bislang beste in dieser Saison“, sagt Hafner. In den Schlussminuten machte es seine Mannschaft besser als noch zu Saisonbeginn. Selbst nach dem 23:26 (58.) bewahrte der TVA die Ruhe. Heiko Honer und Nikolas Klingeisen hatten die passende Antwort auf die Reutlinger Treffer. Tore: Fabian Gruler (5), Heiko Honer (5/1), Michael Klaritsch (4), Andreas Faitsch (4/2), Andreas Scholz, Pascal Efinger (je 3), Nikolas Klingeisen, Kevin Stutz (je 2), Philip Hauser (1).

HSG Rietheim-Weilheim – H2Ku Herrenberg II 29:18 (16:6). Für die HSG war es das erste Spiel nach der Freistellung von Trainer Dirk Salmen am Montag. „Es wurde intern so gewünscht und wir waren zu diesem Schritt gezwungen. Wir erhoffen uns neue Impulse“, sagte der sportliche Leiter des Vereins, Gunter Haffa, zur Entscheidung. Interimsweise übernimmt mit Martin Bauer ein erfahrener und langjähriger Spieler des Vereins die Trainerposition.

Von neuem Schwung war anfangs nichts zu merken. Torwart Florian Buschle hielt die HSG mehrfach im Spiel. Aus einer stabilen Abwehr erarbeitete sich das Heimteam dann zahlreiche Chancen und gab die Führung ab dem 3:2 durch Florian Wenzler (9.) nicht mehr aus der Hand. „Wir haben schnelle, einfache Tore erzielt. Im Angriffsspiel ist der Ball gut gelaufen. Man hat viele neue Ansätze gesehen“, meinte Haffa. Bauer, der die Mannschaft schon unter der Woche trainiert hatte, habe das Team hervorragend auf das Spiel eingestellt und motiviert. Seine Mannschaft hatte nach der 25. Minute eine überragende Phase. Beim Stand von 12:6 legte die HSG einen 7:0-Lauf bis zur 33. Minute hin. „Es ist perfekt gelaufen. Wir haben weiter konzentriert gespielt. Das freut mich und wir danken Martin Bauer sehr.“

Im zweiten Durchgang neigten die Gastgeber nicht zum Leichtsinn, sondern agierten souverän. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. „Die Mannschaft hat das beste Spiel in diesem Jahr geboten“, erklärte Haffa. Man habe versucht, auf alte Konzepte zurückzugreifen. Die Erleichterung nach dem wichtigen Sieg gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf war nach dem Spiel groß. Tore: Marius Marquart (6), Till Oeschger (6/2), Pascal Bensch (4), Thomas Aicher, Thorsten Haag, Florian Wenzler (je 3), Luca Martin (2), Robin Hermle, Tobias Haffa (je 1).

Landesliga Frauen

HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See – HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen 18:19 (7:9). Die HSG NTW brachte der Heimmannschaft erst die dritte Saisonniederlage bei. Dabei überzeugte das Team von Zeljana Pfeffer mit einer starken Abwehrleistung. „Damit hatte unser Gegner viele Probleme“, erklärte die Gäste-Trainerin. Ihre Mannschaft führte nach einem lange ausgeglichenen Spiel zwischenzeitlich 15:9 (42.). „Dann gab es merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Für unseren Gegner gab es zehn Siebenmeter im Spiel“, ärgerte sich Pfeffer. Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See drehte die Partie und führte plötzlich mit 16:15 (54.). Doch die HSG NTW lieferte eine gute Schlussphase ab. 45 Sekunden vor dem Ende setze man sich mit 19:17. Eine Auszeit half den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Tore: Mirjana Misetic (5), Cara Riester (4), Magdalena Krämer (3), Katharina Beiswenger (3/1), Nina Esslinger, Matea Nosic, Melina Komic, Lea-Marie Hauser (je 1).

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