HSG Fridingen/Mühlheim hängt im Tabellenkeller fest

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Handballer in Aktion
Im Derby zwischen dem TV Aixheim (grün) und dem TV Rottweil gingen beide Teams bis an die Grenze des Erlaubten. Kevin Stutz (15) erzielte fünf spektakuläre Tore. Eine (Foto: HKB)
rosp

Das Handballwochenende in der Landesliga der Männer hat gezeigt, dass der TV Aixheim und die HSG Baar auf einem guten Weg sind, die Klasse zu halten. Beide entschieden anspruchsvolle Duelle für sich, während die HSG Rietheim-Weilheim im Tabellenkeller auf der Stelle tritt. Auch Württembergligist HSG Fridingen/Mühlheim ging in der heimischen Halle in Mühlheim leer aus.

Württembergliga Süd Männer

HSG Fridingen/Mühlheim – SKV Unterensingen 19:26 (9:13). Zu keiner Zeit im Spiel schafften es die Hausherren, den hohen Rückstand aus dem ersten Durchgang aufzuholen und dem SKV Unterensingen wirklich gefährlich zu werden. Nur einer von vier Siebenmetern wurde verwandelt, dazu kam die Disqualifikation für Matthias Hipp in der 41. Minute. Die Gäste, die noch realistische Chancen haben, es in die eingleisige Württembergliga zu schaffen, schockten die HSG Fridingen/Mühlheim mit einer 7:1-Führung (12. Minute). Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause holte die HSG auf (9:13). Nach dem 3:0-Lauf des SKV war der Tore-Abstand früh nach der Pause wieder größer (11:17, 39.). Im weiteren Verlauf baute Unterensingen diesen Abstand weiter aus und führte gegen Spielende mit bis zu acht Toren. Mit nur 19 eigenen Toren war es die schwächste Offensivleistung der HSG Fridingen/Mühlheim in dieser Saison, die keine weiteren Zähler sammelte und bei drei Punkten Vorsprung auf den Vorletzten HSG Hegensberg-Liebersbronn bleibt. In den kommenden beiden Wochen ist die HSG spielfrei. - Fridingen/Mühlheim: David Alber, Matthias Hipp, Emilian Merk, Ediz Parlak (2), Fabian Hipp (1), Niklas Zepf (3), Florian Fritz (5), Andreas Epple, Daniel Ulmschneider (2), Joscha Slongo (1), Nico Singer (1), Louis Schick (2), Moritz Rabus (1), Lasse Fuchs (1/1).

Landesliga Männer

TV Aixheim – HSG Rottweil 27:18 (12:10). Es war eine nervöse Anfangsphase beider Mannschaften. Ähnlich wie in der Vorwoche probierten es die Gäste aus Rottweil auch im Derby mit dem siebten Feldspieler, was Pascal Efinger nach einem HSG-Wurf ins Seitenaus früh ausnutzte und ins leere Tor traf (1:0, 1. Minute). Begünstigt durch zwei Paraden vom guten TVA-Schlussmann Sebastian Frey konterten die Hausherren die Rottweiler 2:1-Führung wieder (3:2, 7. Minute). Nach einer weiteren Parade von Frey setzte sich der aktive Efinger Nikolas Klingeisen gut in Szene, der auf 8:4 stellte (17.). Nach dem 10:5 für Aixheim (19.) wurden die Gäste stärker und kamen sowohl beim 10:8 (25.) als auch zur Halbzeit (12:10) wieder in Reichweite. Für HSG-Akteur Damir Marjanovic war das Spiel mit Rot wegen einer Beleidigung frühzeitig beendet (29.). Nach dem Seitenwechsel waren beide Teams mit ihrem ersten Angriff erfolgreich. Rottweil verpasste es in dieser Phase des Spiels, Anschluss zu halten und hatte Glück, als die Grün-Weißen etwa 20 Minuten vor dem Ende erst an der Latte und dann am Pfosten scheiterten. Ein Doppelschlag binnen Sekunden brachte nach 44 Minuten das 21:15 ein. Trotz der deutlichen TVA-Führung war Rottweil im stehenden Angriff bemüht, holte aber den Rückstand nicht mehr auf. Den Schlusspunkt setzte erneut Efinger, als er nach Zuspiel von Michael Mey in den Kreis den Ball im Sprung entschlossen über die Linie bugsierte (60.). Für die Mannschaft von Holger Hafner waren es weitere Punkte gegen den Abstieg. Die Gäste hingegen stecken weiterhin im Tabellenkeller fest. - Aixheim: Frank Plaumann, Benno Bosch, Nikolas Klingeisen (4), Andreas Faitsch (1), Philip Klingseisen (3/1), Pascal Efinger (7), Benedikt Gruler (1), Lukas Mauch, Florian Efinger, Kevin Stutz (5), Sebastian Frey, Axel Baumann, Fabian Gruler (5), Michael Mey (1).

HSG Rietheim-Weilheim – TV Weilstetten II 22:23 (9:8). Der Negativlauf der Gastgeber hätte durchaus beendet werden können, wäre man nicht in alte Muster zurückgefallen. „Das Spiel musst du an dem Tag gegen den Gegner gewinnen“, sagte ein enttäuschter Gunter Haffa nach dem Spiel. Für den sportlichen Leiter ist der Bruch im Spiel in einer entscheidenden Phase unerklärlich. Vor der Pause waren die Teams meist gleich auf, führten jeweils nur einmal mit zwei Toren Abstand. Rückraumspieler Till Oeschger, der sich laut Haffa in den Dienst der Mannschaft stellte und trotz der Entzündung im Auge spielte, erzielte per Siebenmeter die 9:8-Halbzeitführung (28. Minute). Bis zur 43. Minute setzte sich die Truppe von Trainer Alexander Job mehrmals auf vier Tore ab, tankte Selbstvertrauen – und schwächte sich dann mit vier Zwei-Minuten-Strafen ab der 49. Minute selbst. Weilstetten, laut Haffa ebenso wie die HSG nicht mit komplettem Kader angetreten, hatte in der Schlussminute nach der Aufholjagd die bessere Ausgangsposition (23:21). „Wir haben in allen Bereichen dumme Fouls gemacht und falsche Entscheidungen getroffen.“ Markus Renz, zurück von einer Verletzung, stellte nur noch den Anschluss her. - Rietheim-Weilheim: Marius Pauli, Markus Renz (3), Sebastian Schneck, Noah Faude, Thorsten Haag, Luca Martin (2), Jan Schutzbach (2), Tobias Haffa (1), Yoann Mattes (2), Mario Stiefel, Marius Marquardt (3), Till Oeschger (5/2), Niklas Horakh, Stefan Huber (4).

TSV Altensteig – HSG Baar 31:33 (18:18). Auch auswärts punktete der Aufsteiger gegen den Absteiger doppelt und machte es damit erneut wahrscheinlicher, auch in der kommenden Saison Landesliga zu spielen. Trainer Martin Irion war dementsprechend zufrieden. „Wir haben den Sahnetag erwischt und sowohl in der Deckung als auch im Angriff überragend gespielt und fast keine Fehler gemacht.“ Im torreichen ersten Durchgang fielen schon in der Anfangsviertelstunde 20 Tore (11:9 für die HSG Baar). Der TSV Altensteig glich zwar vor der Pause aus, ging aber erst beim 21:20 (35. Minute) wieder in Führung. „Wir haben mit einer offensiven Deckung angefangen. In der Halbzeit haben wir dann umgestellt“, sagte Irion, der erfolgreich eine defensivere Ausrichtung spielen ließ und Stefan Volz zwischen die Pfosten stellte. In den letzten 20 Minuten musste der Gastgeber auf Rückstände von zwei bis drei Toren reagieren. Die letzte Unterzahlsituation überstand die HSG Baar mit 1:1-Toren (29:26, 51.). Nachdem der TSV auf 31:32 verkürzte (60.), machte Kreisläufer Florian Wenzler mit dem 33:31 in der Schlusssekunde alles klar. - Baar: Florian Conradi (3), Christoph Hermann (5), Robin Simmerer (2), Thomas Ulrich (6), Albert Tafelmaier (5/1), Florian Wenzler (3), Tim Müller, Dominic Platzer, Simon Sasse (8), Daniel Chamula (1), David Brenner, Nico Bechtold, Matthias Fleischer, Stefan Volz.

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