Im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga siegte die HSG Baar im letzten Heimspiel der Saison verdient 26:25 gegen die TSG
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga siegte die HSG Baar im letzten Heimspiel der Saison verdient 26:25 gegen die TSG Reutlingen. Nico Bechthold (Nummer 22) steuerte dazu fünf Treffer bei. Mehr Bilder auf www.schwaebische.de (Foto: HKB)
Schwäbische Zeitung

Zwei Siege und eine Niederlage: Das ist die Bilanz des Wochenendes für die überregional spielenden Handball-Mannschaften aus dem Landkreis Tuttlingen. Besonders die Landesliga-Herren der HSG Baar waren über den Ausgang ihrer Partie erleichtert.

Württembergliga Frauen

HSG Fridingen/Mühlheim – SC Lehr 40:33 (16:14). Mit 73 Treffer haben die beiden Mannschaften ein Offensiv-Spektakel gezeigt, für das die Zuschauer nicht einmal tiefer in die Tasche greifen mussten. Obwohl die Anzahl der Tore auch für zwei Handballspiele reichen würde, verzichtete die HSG auf eine Nachforderung beim Eintritt. „In der ersten Halbzeit haben die Zuschauer noch mitleiden müssen. Dafür hat dann die zweite Hälfte entschädigt“, erklärte HSG-Trainer Frank Rohrmeier.

Bis zur Pause machten es die Gastgeberinnen dem abstiegsbedrohten SCL zu leicht. „Wir haben keine Top-Abwehr gestellt. Lehr ist aus sieben, acht Metern zum Wurf gekommen“, monierte Rohrmeier. Mit einem meist erfolgreichen Abschluss. Deshalb hielt Lehr zunächst mit. Fridingen/Mühlheim ging mit einer knappen Führung in die Halbzeit.

„Wir hatten aber nicht das Gefühl, das Spiel aus der Hand zu geben oder in Gefahr zu sein“, meinte Rohrmeier, der in der Pause umstellte. Mit einer 5:1-Deckung wollten die Gastgeberinnen die Kreuzbewegungen der Gäste unterbinden. Die Abwehr, die besser in Richtung Ball verschob, stand nun sicherer. Ab der 36. Minute setzten sich die Donautälerinnen mit einem Fünf-Tore-Lauf auf 24:17 (40.) ab. Näher als beim 33:29 (52.) kamen die Gäste auch nicht mehr heran und die HSG zu einem ungefährdeten Sieg.

„Zum Schluss ist es deutlich geworden. Die Damen haben es geschafft, die Spannung hochzuhalten“, lobte Rohrmeier. Tore: Tabea Maier (8/2), Clara Frankenstein (8), Rebecca Maurer (5/3), Caterina Schwarz (5). Tanja Seiffert, Patricia Rebholz (je 4), Melanie Gresser (3), Anna-Lena Gögelein (2), Pia Langeneck (1).

Landesliga Herren

HSG Baar – TSG Reutlingen 26:25 (12:13). Mit dem Heimsieg hält die HSG ihre Hoffnung auf den Klassenverbleib am Leben. Weil Konkurrent Herrenberg II gegen Dettingen/Erms gewann, bleibt die Mannschaft von Trainer Martin Irion zwar auf einem Abstiegsplatz. Die Chancen auf die Rettung sind bei Punktgleichheit aber weiter vorhanden. „Wir werden die verbleibenden zwei Spiele schon gewinnen müssen“, ahnt Irion.

Die Zuversicht dürfte bei den Gastgebern aber gewachsen sein. Vor allem wegen der Einstellung des Teams. Seine Mannschaft habe schon bessere Spiele gezeigt, sagte Irion nach dem Sieg gegen die zuvor seit Februar unbesiegten Reutlinger. Aber kämpferisch sei es eine starke Leistung gewesen. „Wir haben mit viel Kampfeswillen und Herz gewonnen“, lobte der HSG-Coach.

Das größte Problem war, dass der Gastgeber nicht in seinen Spielfluss kam und sich in der Offensive schwer tat. „Reutlingen hat sehr defensiv gedeckt. Und wir haben die Abwehr nicht in Bewegung bekommen“, meinte Irion. Zudem habe Rok Selakovic, frührer Junioren-Nationaltorhüter Sloweniens, die HSG-Angreifer zur Verzweiflung gebracht. „Er hat seine Klasse gezeigt und unglaubliche Bälle gehalten“, meinte Irion.

Bis zur Pause war es eine ausgeglichene Partie. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Baar-Team zweimal mit drei Treffern ab. Nach dem 22:19 (47.) stellten die Gäste in der Deckung auf eine 5:1-Formation um. Das führte zu großen Problemem bei den Gastgebern. „Uns ist nichts eingefallen. Wir haben uns schwer getan, Chancen zu kreieren“, sagte Irion. Um die Niederlage abzuwenden, ging er ins Risiko und ließ bei den letzten drei Angriffen ohne Torhüter spielen. Mit einem siebten Feldspieler bog die HSG den Rückstand noch um. „Unsere Deckung war sehr gut. Die Jungs sehr bissig“, lobte Irion. In der entscheidenden Phase habe sein Team die Bedeutung von „Abstiegskampf“ kapiert. Tore: Albert Tafelmaier, Thomas Ulrich (je 5/1), Nico Bechtold (5), Christoph Hermann, Marco Böhnig (je 4), Robin Simmerer, David Brenner, Matthias Fleischer (je 1).

VfL Pfullingen II – HSG RietheimWeilheim 30:14 (15:9). Die HSG kassierte eine herbe Auswärtsniederlage. Florian Wenzler und Stefan Huber fielen kurzfristig aus. „Das war scheinbar nicht zu kompensieren“, meint Gunter Haffa, sportlicher Leiter der HSG, der aus privaten Gründen nicht mitgefahren war. Nach der 1:0-Führung der Gäste durch Simon Storz übernahm Pfullingen das Kommando und setzte sich über 3:1 auf 6:2 ab. Thomas Aicher schaffte dann noch den 7:5-Abschluss. Mit fünf Toren in Folge sorgte Pfullingen anschließend schon fast für die Entscheidung.

Zwischen der 39. (17:11) und der 52. Minute (25:13) gelangen den Gästen nur zwei von 14 Toren. „Das ist wieder einmal Magerkost. Ich kann mir die Auswärtsschwäche nicht erklären. Aber sie ist mir ein Dorn im Auge. Darüber wird zu reden sein“, sagte Haffa. Tore: Simon Storz (5), Robin Hermle, Marius Marquardt (je 2), Markus Renz (1/1), Thomas Aicher, Thorsten Haag, Tobias Haffa, Pascal Bensch (je 1).

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