HSG Baar will Heimvorteil im Derby nutzen

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 Nach dem 22:22 bei der HSG Rietheim-Weilheim hofft die HSG Baar (im Angriff) im nächsten Derby am Samstag gegen den TV Aixheim
Nach dem 22:22 bei der HSG Rietheim-Weilheim hofft die HSG Baar (im Angriff) im nächsten Derby am Samstag gegen den TV Aixheim auf einen Sieg. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

In der Handball-Landesliga Männer steht das nächste Derby bevor: In Trossingen empfängt die HSG Baar am Samstag den TV Aixheim. Die HSG Rietheim-Weilheim trifft daheim auf das Spitzenteam SG Ober-/Unterhausen. Der Württembergligist HSG Fridingen/Mühlheim hat nur mit dem Frauenteam Heimrecht, die Männer reisen zum TV Altenstadt. Im Derby-Vorspiel empfangen die Frauen der HSG Baar (ebenfalls Landesliga) die SG Argental.

Württembergliga Männer

TV Altenstadt – HSG Fridingen/Mühlheim (Sonntag, 17 Uhr; Michelberghalle Geislingen/Steige). Bei der HSG Fridingen/Mühlheim hofft man, in der spielfreien Woche den Kopf freibekommen zu haben. Im anstehenden Auswärtsspiel geht es gegen den Tabellenzwölften (4:12-Punkte), der selbst keinen überragenden Start hinlegte. Dennoch steht die HSG mit 1:15-Punkten als Schlusslicht schlechter da. Im Schnitt trifft die Donautal-HSG über 25 Mal pro Spiel ins gegnerische Tor, gereicht hat das bisher nur zu einem 28:28 gegen die HSG Ostfildern. Der TVA wartet seit über einem Monat auf ein Erfolgserlebnis und hat das Heimrecht im Sonntagsspiel auf seiner Seite. Der Gastgeber will vor den schwierigen Aufgaben in den kommenden Wochen mit dem dritten Saisonsieg den Anschluss an das Tabellenmittelfeld schaffen. Die Gäste hoffen auf den langersehnten doppelten Punktgewinn.

Württembergliga Frauen

HSG Fridingen/Mühlheim – TSV Zizishausen (Samstag, 20 Uhr; Sporthalle Mühlheim). In Mühlheim treffen zwei Mannschaften aufeinander, denen kein guter Saisonstart glückte. Die heimische HSG liegt mit 2:8-Punkten auf Platz neun. Der TSV Zizishausen muss nach fünf deutlichen Niederlagen das Feld von hinten aufrollen. Nach dem Aufstieg schaffte der TSV vergangene Saison nur knapp den Klassenerhalt. „Sie müssen punkten. Wir müssen es hochkonzentriert und ohne Blick auf die Tabelle angehen“, sagt Fridingen/Mühlheims Trainer Frank Rohrmeier. Um das Heimspiel für sich zu entscheiden, werde „das Abwehrspiel ganz wichtig sein“. Einfache Tore und lange TSV-Ballbesitzphasen will die HSG verhindern. Dazu muss das Rückzugsverhalten passen. „Es wird entscheidend sein, wie wir selbst ins Spiel kommen und wie wir den Gegner vom Tor weghalten“, so der Trainer, der auch die mentale Stärke anspricht, die es brauchen wird. Ausfälle haben die Donautälerinnen nicht. Nach dem Heimspiel in Mühlheim folgen vier Auswärtspartien, weshalb ein Erfolgserlebnis daheim sehr wichtig wäre.

Landesliga Männer

HSG Baar – TV Aixheim (Samstag, 19.30 Uhr; Solweghalle Trossingen). „Ich rechne mit einer ganz vollen Halle. Das ist eine Zusatzmotivation für beide“, sagt HSG-Coach Martin Irion im Vorfeld des Spiels. Diesmal soll der Derbysieg gelingen, nachdem man sich in Tuttlingen 22:22 von der HSG Rietheim-Weilheim trennte. Irion will mit seiner Mannschaft die Stärken der Grün-Weißen „in den Griff bekommen.“ Neben dem Abwehr- und Torwartspiel hebt er beim Gast das Tempogegenstoßspiel hervor. Rückschläge musste der Aufsteiger beim Personal hinnehmen. Linksaußen Christoph Hermann wird mit Verdacht auf eine Meniskus-Verletzung auch gegen Aixheim nicht auflaufen. Torwart Jannik Sasse zog sich im Spiel gegen Pfullingen (31:34) einen Kreuzbandriss zu und wird laut Irion wohl für die gesamte Saison ausfallen. Torwart Dominic Platzer ist wieder fit, Stefan Volz wird gegen den TVA nochmal zwischen den Pfosten aushelfen. Personalsorgen hat Holger Hafner, Trainer des TV Aixheim, seit dem Spiel in Esslingen (21:21) aktuell nicht mehr. „Wir müssen das Tempo hochhalten. Ich denke, wir haben mehr Optionen und einen ausgeglicheneren Kader.“ Der TVA will nicht denselben Fehler wie gegen Rottweil (15:23) machen und sich durch die Härte des Gegners aus dem Spiel bringen lassen. „Wir müssen uns auf die Härte der HSG Baar einstellen und dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen, ansonsten wird es ganz schwierig“, so Hafner, der das Tempospiel der HSG noch wichtiger als das Spiel über den Kreis einschätzt. Hafner: „Es kommt darauf an, wer die Nerven besser im Griff hat und mit dem Druck umgehen kann.“

HSG Rietheim-Weilheim – SG Ober-/Unterhausen (Sonntag, 17 Uhr; Kreissporthalle Tuttlingen). „Wir sind krasser Außenseiter“, sagt Gunter Haffa, sportlicher Leiter der HSG Rietheim-Weilheim, vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten. Nach dem 22:22 im Derby gegen die HSG Baar steht man mit 4:10-Punkten gemeinsam mit dem TV Neuhausen/Erms II auf Platz zwölf – ein Sieg fehlt bislang noch. Die SG Ober-/Unterhausen unterlag lediglich zum Saisonstart beim TSV Denkendorf (27:38). Danach folgten sechs Siege in Folge. „Sie stehen jetzt da, wo sie hingehören und wo sie auch am Ende sein werden“, ist sich Haffa über die Qualität und das erneut gute Abschneiden der SG sicher. Er schätzt beim Gegner vor allem das schnelle Spiel sowie die erste Welle als Stärke ein. Ein gutes Rücklaufverhalten in der Abwehr werde notwendig sein. „Wir können frei aufspielen und haben nichts zu verlieren. Es wird ein ganz anderes Spiel werden als gegen Baar“, so Haffa weiter. Aktuell sind bei der HSG nicht alle Spieler fit. Marius Marquardt und Pascal Bensch werden wohl krankheitsbedingt nicht dabei sein.

Landesliga Frauen

HSG Baar – SG Argental (Samstag, 17.40 Uhr; Solweghalle Trossingen). Mit 8:0-Punkten geht die HSG Baar in ihr Heimspiel am Sponsorentag. Zu Gast ist mit der SG Argental ein Team aus dem Mittelfeld (5:5-Punkte). Oliver Ulrich, Trainer der HSG Baar: „Uns erwartet eine kompakte 6:0-Abwehr. Es ist eine wurfgewaltige Mannschaft und sie gehört zu den schnelleren der Liga.“ Mit 148 geworfenen Toren stellt der Gast die viertbeste Offensive. „Im linken Rückraum haben sie eine der stärksten Spielerinnen der Liga“, sagt der HSG-Trainer zur torgefährlichen Dalin Kozok, die zuletzt zwölf Mal traf. Das große Plus sei bisher immer gewesen, dass man mehr Gegenstöße hatte als der Gegner. Verbessern müsse sich im Vergleich zum Spiel gegen die HSG Albstadt (26:25) laut Ulrich wieder die Abwehr. „Wir müssen zu alter Stärke zurück.“ Gefehlt habe zuletzt unter anderem die Konsequenz, was von der SG Argental bestraft werden könnte. Ulrich, der auf alle Spielerinnen zurückgreifen kann, erwartet ein enges Spiel.

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