HSG Baar trifft spät zum 22:22

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 Tobias Haffa (10) von der HSG Rietheim-Weilheim erzielte aus dem Rückraum drei sehenswerte Tore im Derby gegen die HSG Baar (22
Tobias Haffa (10) von der HSG Rietheim-Weilheim erzielte aus dem Rückraum drei sehenswerte Tore im Derby gegen die HSG Baar (22:22). Weitere Bilder unter www.schwaebische.de. (Foto: hkb)
rosp

Im Kreisderby der Handball-Landesliga hat es zwischen der HSG Rietheim-Weilheim und der HSG Baar keinen Sieger gegeben. Die Partie in der Tuttlinger Mühlauhalle endete vor einer großen Kulisse 22:22.

Den besseren Auftakt erwischte die HSG Rietheim-Weilheim. Drei Tore in Serie brachten das Team von Alexander Job mit 5:2 in Führung. Der Aufsteiger verkürzte in der Folgezeit zwar, lag aber weiterhin in Rückstand. „Unsere 3:2:1-Deckung hat gar nicht funktioniert. Wir haben dann auf eine 5+1-Manndeckung auf den Spielmacher umgestellt und ihn damit rausgenommen“, sagte Martin Irion, Trainer der HSG Baar.

„Dieser taktische Schachzug hat gereicht, um uns ein wenig aus dem Spiel zu bringen“, sagte Gunter Haffa zur Umstellung auf die Manndeckung gegen Spielmacher Markus Renz. Der sportliche Leiter sah noch vor der Gäste-Auszeit drei Treffer in Serie, die für das 11:7 sorgten. Nach einer eigenen Auszeit musste die HSG Rietheim-Weilheim noch vor dem Seitenwechsel zwei Treffer von Thomas Ulrich hinnehmen, die für das wichtige 11:13 aus Sicht der HSG Baar sorgten.

Wenige Minuten nach der Disqualifikation gegen Robin Simmerer (Baar) verkürzte der Gast auf ein Tor (16:17), konnte zu diesem Zeitpunkt im Spiel aber noch nicht ausgleichen. Renz erzielte das 20:17 (46.) und das 21:18 (47.) jeweils von der Siebenmeter-Linie. „Es war eine sehr gute Leistung, darauf können wir aufbauen. Ein Punkt, ein gutes Spiel, aber wir konnten es zum dritten Mal nicht hinbringen, zu gewinnen“, so Haffa.

Denn das Team von Martin Irion erkämpfte sich den Zähler erst gegen Ende. „Je länger es dauerte, um so stabiler wurden wir in der Deckung. Das Problem war über 60 Minuten das Angriffsspiel.“ Der Baar-Trainer sprach nach der Partie vom bislang schlechtesten Saisonspiel seiner Mannschaft. Auch in der 48. Minute war der Tore-Abstand identisch (22:19). Trotz zwei berechtigter Zeitstrafen, wie Irion zugibt, gelangen dem Gast noch drei Treffer in Folge zum Ausgleich, wobei es die Unterzahl nicht leichter machte. In den Schlusssekunden traf Matthias Fleischer zum 22:22- Ausgleich in einem guten und insgesamt fairen Derby. Irion: „Wir sind mit den Umständen nicht zurechtgekommen. Doppelt so viele technische Fehler als sonst, kein schneller Ball und wir haben etwa 20 Minuten gebraucht, um die richtige Deckungsvariante zu finden.“ Für Haffa war es am Ende noch ein hergegebener Punkt. „Es hat dann an Ideen und einfachen Lösungen gefehlt.“ Beide Teams hatten im Derby Ausfälle zu beklagen.

Rietheim-Weilheim: Markus Renz (5/3), Thorsten Haag (2), Jan Schutzbach (3), Tobias Haffa (3), Yoann Mattes, Stefan Huber (1), Mario Stiefel, Dorian Sauer, Marius Marquardt (4), Till Oeschger (1), Niklas Vorwalder (3). - Baar: Florian Conradi, Robin Simmerer (1), Vitali Dick, Thomas Ulrich (6), Albert Tafelmaier (6/3), Florian Wenzler (5/2), Dominic Platzer, Simon Sasse, Marco Böhnig (3), Daniel Chamula, Matthias Fleischer (1), Kevin Ott, Stefan Volz.

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