HSG Baar feiert 32:27-Sieg gegen Rietheim-Weilheim

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 Die HSG Baar besiegte im Kreisderby der Handball-Landesliga die HSG Rietheim-Weilheim (blau) mit 32:27-Toren. In dem mit viel L
Die HSG Baar besiegte im Kreisderby der Handball-Landesliga die HSG Rietheim-Weilheim (blau) mit 32:27-Toren. In dem mit viel Leidenschaft geführten Derby war Christoph Hermann von der HSG Baar mit neun Toren der überragende Akteur auf dem Parkett der Talheimer Hohenlupfenhalle. Weitere Bilder unter www.schwaebische.de. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Die Handballer der HSG Baar haben sich im Heimspiel in Talheim als Derbysieger feiern lassen dürfen: Das Lokalduell in der Landesliga gegen die HSG Rietheim-Weilheim entschied der Aufsteiger 32:27 für sich. Ligakonkurrent TV Aixheim zeigte in Reutlingen eine schwache Leistung. Die Württembergliga-Männer der HSG Fridingen/Mühlheim feierten gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn einen wichtigen 24:22-Heimsieg.

Württembergliga Süd Männer

HSG Fridingen/Mühlheim – SG Hegensberg-Liebersbronn 24:22 (15:11). Die Gastgeber verbuchten gegen den direkten Konkurrenten zwei Punkte. Von der zweiten Minute an musste die SG Hegensberg-Liebersbronn einem Rückstand hinterlaufen. In Überzahl verpasste es die Novakovic-Truppe, die 8:3-Führung (12. Minute) zu halten oder auszubauen. Dennoch führte man nach etwas mehr als 23 Minuten 12:6. Bis zur Halbzeit steigerte He-Li die eigenen Chancen für den zweiten Durchgang, als auf 11:15 aus SG-Sicht verkürzt wurde. „Die Abwehr ist gut gestanden, aber wir waren nicht konsequent genug“, kritisierte Fridingen/Mühlheims Co-Trainer Ibrahim Parlak die Chancenverwertung. Viel früher hätte die HSG für klare Verhältnisse sorgen können – so aber blieb es spannend und der Tabellen-13. wurde im Spiel gehalten. Über weite Strecken der zweiten Spielhälfte sah es nicht danach aus, als könnten die Gäste nochmal wirklich gefährlich werden. Nach einem 3:0-Lauf (56. bis 59.) stand es plötzlich nur noch 23:21. Nach dem 24:21 (60., Siebenmeter) war dann die Entscheidung gefallen. Da die HSG Ostfildern in Unterensingen gewonnen hat (35:26), bleibt die Donautal-HSG Zwölfter.

Fridingen/Mühlheim: David Alber, Emilian Merk (2), Ediz Parlak (2), Fabian Hipp (1), Niklas Zepf (1), Florian Fritz, Andreas Epple, Daniel Ulmschneider, Joscha Slongo (3/1), Nico Singer (3), Louis Schick (2), Moritz Rabus, Lasse Fuchs (10/3).

Landesliga Männer

HSG Baar – HSG Rietheim-Weilheim 32:27 (18:10). Die HSG Rietheim-Weilheim traf schon in den Anfangsminuten auf eine aggressive und konzentrierte Abwehr der HSG Baar, die nach dem 2:1 (3. Minute) das erste Mal in Unterzahl agieren musste. Bis zum 4:4 (9. Minute) gestaltete die HSG Rietheim-Weilheim die erste Hälfte offen. Mit einem gekonnten Lupfer leitete Linksaußen Christoph Hermann, einer der besten Spieler im Derby-Rückspiel, die beste Phase der HSG Baar ein. Die Gäste fanden in der Defensive nur wenig Zugriff und gerieten mehr und mehr in Rückstand (5:11, 20.). Gästetrainer Alexander Job reagierte mit einer Auszeit und brachte Thomas Aicher in den Rückraum. Da beide Torhüter keinen guten Tag erwischten, kam die HSG Baar schon vor der Pause zu mehreren einfachen Toren. Als Niklas Vorwalder, der später verletzt ausgewechselt werden musste, in der 30. Minute noch auf sechs Tore verkürzte, sah die Ausgangslage besser aus. Mit einem vollendeten Kempa-Trick und einem Tempogegenstoß nach Balleroberung schockte Hermann die Gäste noch vor der Pause mit einem weiteren Doppelpack. Besser aus der Kabine kam dann aber wieder Rietheim-Weilheim. Per Siebenmeter verkürzte Till Oeschger auf 15:19 und ließ beim Landesliga-Vorletzten Hoffnung aufkommen (37.). Simon Sasse steuerte vier der anschließenden fünf Baar-Tore bei und stellte für sein Team wieder auf 24:16 (41.). Auch bedingt durch die roten Karten gegen Robin Simmerer (40.) und Albert Tafelmaier (56.) nach Aktionen in der eigenen Deckung hatten die Gastgeber gegen Ende weniger Wechseloptionen. Nach dem 28:25 (53.) wurde es noch einmal spannend, erneut gehörte der nächste Treffer aber wieder dem Team von Trainer Martin Irion. Hermann traf von links erneut per Kempa-Trick (30:25, 54.) und Tafelmaier erhöhte auf 31:25 (55.), bevor er nach einer Aktion gegen Tobias Haffa runter musste. Am Ende verbuchte die HSG Baar verdient den Derbysieg und machte damit einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt.

HSG Baar: Tim Müller (1), Florian Conradi (5), Christoph Hermann (9), Robin Simmerer (2), Albert Tafelmaier (3/1), Florian Wenzler, Erik Frisch, Dominic Platzer, Simon Sasse (8), Daniel Chamula (1), David Brenner, Stefan Volz, Alexander Ulrich. - Rietheim-Weilheim: Markus Renz, Thomas Aicher (1), Noah Faude, Thorsten Haag (2), Luca Martin (2), Jan Schutzbach, Tobias Haffa (1), Yoann Mattes (2), Stefan Huber (5), Mario Stiefel, Dorian Sauer, Marius Marquardt (6), Till Oeschger (7/6), Niklas Vorwalder (1).

TSG Reutlingen – TV Aixheim 21:18 (13:13). „Das war kein Landesliga-Niveau“, sagte Aixheims Trainer Holger Hafner nach dem Spiel bei der TSG Reutlingen in aller Deutlichkeit. Beide Mannshcaften standen sich über weite Strecken des Spiels auf Augenhöhe gegenüber, ehe Reutlingen in der Schlussphase die entscheidenden Aktionen gehörten. Am Ende einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte begann eine sechsminütige Überzahlsituation für die Grün-Weißen, die sowohl vor als auch nach der Pause nicht genutzt wurde. Nach 50 Minuten waren erst 32 Tore gefallen (16:16). Allein auf TVA-Seite erwähnte Hafner 15 freie Würfe, die nicht genutzt wurden. „Wir können auf zwei Tore oder mehr davonziehen“, so der Coach zur Schlussphase, in der sein Team weitere Chancen ungenutzt ließ. Die Folge eines unterbundenen Tempogegenstoßes war für den TV Aixheim eine Zwei-Minuten-Strafe (55., 17:17), auf die weitere drei Reutlinger Tore in Serie zur Vorentscheidung (59.) folgten. Die Leistung von Sebastian Frey im Gästetor hob Hafner, dem zwei Stammtorhüter fehlten, hervor. Im Heim-Derby gegen die HSG Rottweil wird sich der TV Aixheim wieder steigern müssen.

Aixheim: Benno Bosch, Nikolas Klingseisen (3), Andreas Faitsch (1/1), Philip Klingseisen (1), Pascal Efinger, Benedikt Gruler (3), Florian Efinger (1), Kevin Stutz (1), Sebastian Frey, Axel Baumann (1), Fabian Gruler (6), Michael Mey (1).

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