Zeitlich früh, aber im Hinblick auf die anstehenden Kommunal- und Europawahlen und der daraus resultierenden Sitzungen danach, hat sich der Ortschaftsrat Eßlingen in diesem Jahr mit der Anmeldung des Haushaltes 2020 und des Investitionsprogramms befasst. Viele bereits bestehende Maßnahmen finden sich in der neuen Vorlage. Ein Dauerthema ist dabei zum Beispiel der Hochwasserschutz am Krähenbach, der für die Jahre 2019/2020 mit rund 100 000 Euro Restmittel aufgeführt ist.

„Diese Maßnahme wird vom Tiefbauamt Tuttlingen als Gesamtkonzept für die Gesamtstadt bearbeitet. Das Büro Breinlinger ist seit längerem damit beauftragt, die Planung hierfür fertigzustellen, auch für den Krähenbach“, erklärte Ortsvorsteher Hartmut Wanderer, „doch der Plan ist bis heute noch nicht so fertiggestellt, dass er diskutiert werden kann.“

Eingesetzt wurden auch wieder die Mittel für die Fahrbahnsanierung „Breschnegg“ (120 000 Euro) sowie die Fahrbahnsanierung „Am Winterberg“, die inklusive der Verlegung der Breitbandleerrohre mit 380 000 Euro zu Buche schlägt, und mit der anstehenden Kanalsanierung in diesem Bereich zusammenhänge, bemerkte Wanderer. Bezüglich der Belagserneuerung des Friedhofweges – in voller Länge ab Friedhof – gab Wanderer bekannt, dass die Ausschreibung noch im ersten Halbjahr rausgehe, und mit einem Angebotsrücklauf vor der Sommerpause gerechnet werde. „Baubeginn könnte dann Ende September, Anfang Oktober sein“, so der Ortsvorsteher.

Bei der Sanierung des Parketts in der Pfarrscheuer meldete Ortschaftsrat Udo Schuknecht bezüglich der angesetzten 10 000 Euro Bedenken an. Mit einem reinen Abschleifen sei es angesichts der vorhandenen Schäden sicherlich nicht getan, so der einhellige Tenor der Ortschaftsräte. Sie einigten sich darauf, dass für die Sanierung und eventuelle Erneuerung des Parketts neu 18 600 Euro eingesetzt werden sollten.

In den Haushaltsplan 2020 neu aufgenommen werden sollte auch die Sanierung der Fassade der Pfarrscheuer mit rund 20 000 Euro. „Eventuell könnte man dann auch das Bushäusle neu streichen und farblich der Pfarrscheuer anpassen“, gab Ortschaftsrätin Isabelle Novak zu bedenken, und Ortschaftsrat Armin Schmid bemerkte, dass zum Aufenthalt vor der Pfarrscheuer ein Kupferdach als Regenschutz sinnvoll wäre. „Das muss mit dem Denkmalamt abgesprochen werden“, erklärte Wanderer. Hierfür sollen nun neu 10 000 Euro eingesetzt werden. „Wir wollen mit diesen zusätzlichen Maßnahmen ein Signal setzten für die Verwaltung“, waren sich die Ortschaftsräte einig.

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