HBW hofft in Coburg auf nächsten Sieg

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Die Handballer von HBW Balingen-Weilstetten wollen nach dem Sieg gegen die Rhein-Neckar-Löwen, hier Jona Schoch beim Torwurf, am Donnerstag in Coburg nachlegen und zwei weitere wichtige Punkte im Abstiegskamf holen. (Foto: Miclas Haasis/Eibner-Presse via www.imago-images.de)
Schwäbische Zeitung

Nach dem überraschenden Sieg in der heimischen Sparkassen-Arena gegen die Rhein-Neckar-Löwen muss der Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weil-stetten am 33. Spieltag beim Tabellenletzten in Coburg antreten. Erst ein Sieg gegen die Franken würde die Punkte aus dem jüngsten Heimsieg der Schwaben zu echten Bonus-Punkten im Abstiegskampf veredeln. Spielbeginn in der HUK Coburg Arena ist am Donnerstag um 19 Uhr. Die Leitung des Kellerduells haben die Unparteiischen Colin Hartman und Stefan Schneider (Magdeburg/Irxleben) aus dem DHB-Elitekader.

Vor einer Woche haben die Balinger in einem intensiven und temporeichen Spiel mit den Rhein-Neckar-Löwen zu Hause gegen eine Mannschaft gewonnen, gegen die sie über Jahre hinweg nie den Hauch einer Chance hatten. Auch in dieser Saison kamen die Mannheimer als haushoher Favorit in die Sparkassen-Arena. Sie trafen auf einen Außenseiter, der nichts zu verlieren hatte und der sich auf seine Fahnen geschrieben hatte, jede sich bietende Chance zu nutzen. Das haben Jona Schoch und Co mit einer unglaublichen Konsequenz getan und am Ende hochverdient gewonnen.

Der Auftritt der Balinger gegen die Löwen war die richtige Reaktion auf die weniger gute Vorstellung gegen die Eulen Ludwigshafen einen Spieltag zuvor. Eine solche sollten sich die Jungs von Trainer Jens Bürkle gegen den HSC 2000 Coburg nicht erneut leisten. Trotz der grandiosen Leistung gegen die Rhein-Neckar-Löwen sitzen die Ludwigshafener dem HBW weiterhin dicht im Nacken. Nur ein einziger Punkt trennt die Pfälzer von den Schwaben.

Die Franken stehen zwar seit der jüngsten Niederlage gegen die Füchse Berlin neben TuSEM Essen als zweiter Absteiger fest, was aber nicht heißt, dass sie jetzt weniger konsequent um die Punkte spielen. „Für uns ist die Saison noch nicht vorbei. Wir haben noch anspruchsvolle Aufgaben vor uns“, sagte HSC-Geschäftsführer Jan Gorr nach dem Schlusspfiff in Berlin. Die Mannschaft habe jetzt noch sechs Mal Gelegenheit, in denen sie sich in Angriff und Abwehr bereits für die kommende Saison entwickeln könne. Hinzu kommt, dass Coburg gegen die Balinger immer ganz besonders motiviert ist und jetzt zum Saisonende zum ersten Mal nach langer Zeit auch wieder Zuschauer in die Halle dürfen. Denen möchten sich die Schwarzgelben trotz des nicht mehr zu verhindernden Abstiegs von ihrer besten Seite zeigen.

Mit Florian Billek haben die Coburger auch einen Ex-Balinger in ihren Reihen. Er brennt nicht nur auf die Begegnung gegen seinen Ex-Verein, der Linksaußen hat nach der Niederlage gegen die Füchse Berlin und dem feststehenden Abstieg auch kein Blatt vor den Mund genommen. In einem Interview rechnete er schonungslos mit der Mannschaft ab. „Keine Ahnung, wie oft wir so ne Klatsche bekommen haben. Aber ein Spiel dauert halt 60 Minuten und es ist dann eine Charakterfrage, wie man so ein Spiel dann zu Ende bringt“, meinte er im Sky-Interview.

Ob es Billek damit geschafft hat, seine Mannschaftskameraden vor dem Spiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten wach zu rütteln und bei der Ehre zu packen, wird man am Donnerstagabend sehen. Die Balinger müssen sich jedenfalls darauf einrichten, dass sie auf eine Mannschaft treffen, die um jeden Zentimeter Boden kämpft und die sich in jeden Zweikampf reinschmeißt.

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