Der Hattinger SV (dunkle Trikots), hier bei der 0:4-Heimniederlage gegen den FC Kluftern, muss im Saisonendspurt enorm zulegen,
Der Hattinger SV (dunkle Trikots), hier bei der 0:4-Heimniederlage gegen den FC Kluftern, muss im Saisonendspurt enorm zulegen, wenn er den Klassenerhalt in der Bezirksliga Bodensee noch schaffen will. (Foto: hkb)
Klaus Berghoff

In der Fußball-Bezirksliga Bodensee droht dem Hattinger SV der Abstieg. Neun Spieltage vor Saisonende fehlen dem Verein, der im siebten Jahr hintereinander im Bezirks-Oberhaus spielt, sieben Punkte auf das rettende Ufer. Der HSV hofft, in der kommenden englischen Woche mit den Spielen beim Türkischen SV Konstanz (23. April), beim SC Gottmadingen-Bietingen (26. April) und daheim gegen SC Pfullendorf II (30. April) den Anschluss ans hintere Mittelfeld herstellen zu können.

Die bisherige Situation ist man beim Hattinger SV nicht gewohnt. Im vergangenen Jahr war die Mannschaft mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Vizemeister Vierter, vor zwei Jahren Fünfter in der Abschlusstabelle. „Es läuft momentan nicht. Es ist der Wurm drin“, sagt Thomas Gaßner, der Vorsitzende des HSV. „Dabei hat sich der Spielerkader kaum verändert. Es sind viele kleine Faktoren. Früher konnten wir in der zweiten Hälfte nochmals zulegen, jetzt geht uns in der Schlussphase die Luft aus. Die Mannschaft spielt nicht das, was sie kann. Schlüsselspieler sind nicht in Form.“

Dabei hatte die Saison ganz gut für die Hattinger begonnen. „Bis Anfang Oktober waren wir bis auf zwei Punkte an der Spitzengruppe dran“, blickt der Vorsitzende zurück. „Dann hat bei uns das Verletzungspech zugeschlagen. Unser Kader war zu klein, wir konnten die verletzten Spieler nicht ersetzen.“ Besonders Fatih Bastoglu wird schmerzlich vermisst. Der Stürmer hatte bis Oktober acht Treffer erzielt, fiel dann aber aus. Gaßner: „In der Defesive stehen wir wie in den Vorjahren gut. Aber in der Offensive haben wir Schwächen. Uns fehlt das Tempo auf den Außenbahnen, das schnelle Umschalten nach vorne und somit die Torchancen.“ Beim HSV ist man froh, dass nach längerer Krankheit der frühere Torjäger Anil Bagci seit vier Wochen wieder spielen kann.

Seit 14 Spielen wartet der Hattinger SV mittlerweile auf einen Sieg. Der letzte dreifache Punktgewinn gelang am 16. Oktober vergangenen Jahres mit 2:1 beim SC Pfullendorf II. Danach folgten sechs Heimniederlagen in Folge und insgesamt fünf Unentschieden bei neun Niederlagen. Die Mannschaft wurde nach unten durchgereicht und ist mittlerweile auf dem 16. und damit drittletzten Platz mit 22 Punkten angekommen.

Gaßner, der mit dem Spieler Ergün Abinik als Trainerduo in die Saison gestartet war, verpflichtete Ende November Slobodan Maglov nach dessen Entlassung beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen als seinen eigenen Nachfolger. Ein Sieg gelang seitdem noch nicht. Gaßner: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, auch die Köpfe frei zu bekommen.“

Der HSV-Vorsitzende rechnet damit, dass man 40 Punkte für den Klassenerhalt braucht. Bei bisher 22 Zählern müssten die Hattinger Fußballer eine kleine Erfolgsserie starten. Der Anfang kann in der englischen Woche gemacht werden.

In der Bezirksliga Bodensee spielen derzeit bei einer Sollstärke von 16 Mannschaften 18 Teams. Somit gibt es auf jeden Fall vier Absteiger. Sollte der Vizemeister nicht aufsteigen und /oder eine Mannschaft aus dem Bezirk Bodensee aus der Landesliga absteigen, dann erhöht sich die Zahl der Absteiger auf fünf.

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