Gymnasiasten haben schon ihre Kreuzchen gemacht

Lesedauer: 4 Min
Die OHG-Schülerin Lea Hauser gibt bei der Juniorwahl ihren Stimmzettel ab. Wahlhelfer Matej Brisevac ist für den korrekten Wahlv
Die OHG-Schülerin Lea Hauser gibt bei der Juniorwahl ihren Stimmzettel ab. Wahlhelfer Matej Brisevac ist für den korrekten Wahlvorgang verantwortlich. (Foto: Simon Schneider)
Schwäbische Zeitung
Simon Schneider

Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Tuttlingen haben sich mit der Bundestagswahl beschäftigt und ihre Stimme bei der Juniorwahl abgegeben. Was die Erwachsenen noch vor sich haben, erledigten die Schüler bereits am vergangenen Donnerstag – sie wählten. Möglich machte das die Juniorwahl vom Verein Kumulus aus Berlin. An diesem Projekt beteiligten sich erstmals auch 107 Schüler des OHG im Alter von 16 bis 18 Jahren.

Lehrer Haiko Thieme bereitete eine Vielzahl der Schüler auf die Juniorwahl zum Ende des vergangenen Schuljahres vor. „Wir haben uns mit der Bedeutung der Wahl beschäftigt, der Demokratie und wie gewählt wird“, sagte er. Dabei lernten sie die Durchführung des Wahlakts und die damit verbundene Organisation kennen. Zudem produzierten die Schüler Flyer, damit sich die restlichen Schüler individuell vorbereiten konnten. Die Schüler bildeten während der Wahl sowohl den Wahlvorstand, als auch die Wahlhelfer.

Vertreter von der Landeszentrale für politischen Bildung besuchten die Schüler im Rahmen eines Projekttags vor den Sommerferien und setzten sich dabei mit den Parteien und den Kandidaten auseinander sowie mit den Themen für die diesjährige Bundestagswahl. Mit der Teilnahme an der Juniorwahl will das Gymnasium die Politik und Gemeinschaftskunde sowie die Bundestagswahl mehr in den Fokus rücken.

„Ich habe mich über die Flyer informiert und mir ergänzende Infos und die Wahlprogramme der einzelnen Parteien im Internet durchgelesen“, sagte die 17-jährige Tuttlingerin Lea Hauser. „Ich habe die FDP gewählt, weil ich sie ansprechend und gut empfunden habe“, verrät sie. „Ich finde das Projekt, gerade vor so einer wichtigen Bundestagswahl, wichtig. Es ist gut, wenn man von der Schule dadurch unterstützt wird.“

Interesse an Politik wecken

Der 16-jährige Maximilian Zinsmayer machte ebenso seine Kreuze und warf seinen Stimmzettel in die Wahlurne. „Die Erststimme habe ich Volker Kauder gegeben, weil ich finde, dass er sich sehr gut für den Landkreis Tuttlingen einsetzt. Meine Zweitstimme ging an die FDP, da meiner Meinung nach die Liberalen gute Ansichten haben, was Europa und die Globalisierung betrifft“, betonte der Tuttlinger. „Durch das Projekt können wir Schüler Erfahrungen für eine Wahl sammeln, und es weckt das Interesse an der Politik.“

Letztlich gaben 61 Schüler ihren Stimmzettel ab, was eine Wahlbeteiligung von 57 Prozent entspricht. Die weitere statistische Auswertung erfolgte am Freitag. Das Ergebnis wird nach Berlin geschickt. Am 24. September werden die Ergebnisse auf www.juniorwahl.de veröffentlicht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen