Ingeborg Wagner
Ingeborg Wagner (Foto: sz)

Wie erkennt der Gast, in welchem Restaurant ihm die Gerichte nicht auf den Magen schlagen? Der Volksmund sagt, man sollte sich die sanitären Anlagen eines Restaurants sowie den Koch genau anschauen! Das mit den Toiletten ist einfach. Nun kommt die große Schwierigkeit: Wie kann man den Koch unter die Lupe nehmen? Der sollte schwer beschäftigt in der Küche zugange sein. Wie kriegt man also raus, wie er es mit seiner persönlichen Körperhygiene hält? Ob er frische Anziehsachen trägt und eine Kopfbedeckung? Gepflegte Hände und Fingernägel hat?

Eine Möglichkeit wäre, den Feueralarm auszulösen. Dann muss er die Küche räumen, aber es dürfte dann etwas länger dauern, bis man essen kann. Auch ein fingierter Überfall könnte zu unerfreulichen Verquickungen führen. Und vielleicht Angstschweiß beim Küchenpersonal auslösen. Das will der aufgeklärte Gast vermeiden.

Bleibt der Klassiker: „Herr Ober, in meiner Suppe schwimmt eine Fliege!“ Wahlweise ein Antilopenzahn. Wenn der Herr der Küche das nicht persönlich nimmt und zum Nachschauen kommt, hat er Nerven wie breite Nudeln. Wahrscheinlich eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Eigenschaft eines guten Kochs.

Soll er doch unerkannt in seiner Küche bleiben. Auch gut. Denn es gibt Geheimnisse, die geheim bleiben müssen. Manchmal auch im Sinne eines guten Appetits! (iw)

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