Gut organisiert, gut gekämpft, gut gelaunt

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B-Jugendringer Luca Kupferschmid vom SV Dürbheim (rotes Trikot) gewann beim zehnten Jugend-Donau-Cup 9:2 nach Punkten gegen Maxi
B-Jugendringer Luca Kupferschmid vom SV Dürbheim (rotes Trikot) gewann beim zehnten Jugend-Donau-Cup 9:2 nach Punkten gegen Maximus Kallab (TSV Ehningen) und sicherte sich den zweiten Platz in der Klasse bis 54 Kilogramm. (Foto: Fotos: Roland Habel)

An der Vormachtstellung der Ringer des VFK Eiche Radolfzell gab es nichts zu rütteln. Wie im Vorjahr gewann der Deutsche Mannschafts-Vizemeister im Jugendbereich die Vereinswertung beim zehnten Internationalen Jugend-Donau-Cup in der Mühlauhalle. Starke 52 Punkte Vorsprung hatte Radolfzell auf den Zweiten KSK Furtwangen (39). Gastgeber ASV Nendingen (26) landete als bestes Kreisteam auf Rang sechs.

Trotz des deutlichen Abstandes zum Sieger war Claus Döbbrick, Jugendleiter der Nendinger, mit den Leistungen seiner Nachwuchsringer „sehr, sehr zufrieden. Das waren ansprechende Leistungen. Niemand hat wirklich schlecht gerungen“, bilanzierte Döbbrick. Die beste Platzierung gelang Darko Martin Borkovic, der bei den B-Junioren in der Klasse bis 58 Kilogramm siegte. Allerdings war er auch der einzige Teilnehmer. Obwohl sein Sieg schon bei Turnierbeginn feststand, ging Borkovic noch auf die Matte. In einem Freundschaftskampf musste er sich allerdings dem sieben Kilogramm schwereren Schweizer Stepan Maltsev – Sieger der Klasse bis 63 Kilogramm – geschlagen geben.

Einen zweiten Platz errang Mateo Franjo Borkovic, der in der D-Jugend-Klasse bis 32 Kilogramm „ein ansprechendes Turnier“ zeigte. Den Silberrang sicherte sich auch Elias Kilic (E-Jugend, 34 Kilogramm). Auf das Treppchen schafften es für Nendingen als Dritte noch Isabella Castiglione (D-Jugend, 25 kg), Marco Ginsel (D-Jugend, 45 kg) und Noah Bacher (E-Jugend, 24 kg). Bis zur Spitze fehlte D-Junior Lucas Antonio Schaz noch ein wenig. Er landete in der Klasse bis 28 Kilogramm auf dem vierten Platz. Dennoch, so Döbbrick, habe er in einer „sehr starken Gewichtsklasse schon viel gezeigt.“

Unter zu viel Können litt der Auftritt von Rafael Pavlov ein wenig. Der E-Junior (28 Kilogramm) bestritt in der Mühlauhalle sein zweites Turnier. „Er ist erst seit dreieinhalb Monaten dabei und hat viel gelernt. Er war vielleicht etwas durcheinander, was er beim Donau-Cup anwenden sollte“, hatte Döbbrick Verständnis. Bei seinem ersten Auftritt habe Pavlov erst zwei Dinge beherrscht, diese aber beherzt angewendet und damals Platz zwei erreicht.

Silber in Serie – Vier zweite Plätze für SV Dürbheim

Über einige Top-Platzierungen durften sich auch die anderen Vereine aus dem Landkreis freuen. Anton Klimentov gewann für die ASV Tuttlingen bei den B-Junioren (bis 50 kg). Joshua Heyduczek (B-Jugend, 63 kg) und Maxim Fink (E-Jugend, 26 kg) mussten als Zweite nur einen besseren Kämpfer anerkennen. Gleich viermal verpasste der SV Dürbheim einen Sieg nur knapp. Luca Kupferschmid (B-Jugend, 54 kg), Maik Tuna (C-Jugend, 58 kg), Lars Mattes (D-Jugend, 27 kg) und Nick Schäfer (E-Jugend, 25 kg) erreichten jeweils den zweiten Platz. Einen zweiten und einen dritten Platz verbuchte der KSV Trossingen. Jonas Ullrich (C-Jugend, 73 kg), der nur einen Gegner in seiner Klasse hatte, und Mike Andreas Buchholz (D-Jugend, 41 kg) landeten auf dem Treppchen.

Raphael Bleicher vom AB Wurmlingen siegt ohne Gegner

Ohne Gegner kam Raphael Bleicher für den AB Wurmlingen in der B-Jugendklasse bis 76 Kilogramm zum Sieg. Moritz Renner landete ebenfalls ganz vorne. In der E-Jugend bis 34 Kilogramm setzte sich der Wurmlinger aber gegen zwei Kontrahenten durch. Dritte Plätze erreichten Gentrit Mustafa (B-Jugend, 76 kg) und Pia Wucherer (E-Jugend, 21 kg).

Bestnoten erhielt der ASV, der von Helfern des VfL Mühlheim unterstützt wurde, für das Ausrichten des Wettbewerbs. Bei der zehnten Auflage des Turnieres sei der Verlauf, die Organisation und die Schiedsrichterleistung optimal gewesen, gab Döbbrick das Lob von Herbert Kreuzer, Trainer beim SC Isar Unterföhring, wieder und ergänzte: „Es ist alles super gelaufen. Wir waren früh schon um 16 Uhr mit der Siegerehrung fertig.“ Einzig bei den Teilnehmern hätte der ASV gerne etwas mehr gehabt. „Wir wollten die 200 knacken“, meinte Döbbrick. Die 196 Nachwuchsringer aus vier Ländern (Deutschland, Österreich, Italien und Schweiz) bedeuteten gegenüber dem Vorjahr aber dennoch eine klare Steigerung. Vor zwölf Monaten waren knapp 180 Ringer auf die Matte gegangen.

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