Globetrotter machen Station in Tuttlingen

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Weit gereister Besuch: Familie de Vanssay besuchen auf ihrem Trip durch Europa das IFC Tuttlingen. Mit auf dem Bild ist IFC.Man
Weit gereister Besuch: Familie de Vanssay besuchen auf ihrem Trip durch Europa das IFC Tuttlingen. Mit auf dem Bild ist IFC.Manager Gerhard Hautmann (rechts). (Foto: IFC)

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Vier Erwachsene und acht Kinder fahren mit dem Rad durch Europa, auf der Suche nach dem europäischen Gedanken. Start war im französischen Burgund, das Ziel ist das 4000 Kilometer entfernte Jerusalem. Teil des Reiseplans ist Tuttlingen. Am Dienstag machte eine der beiden Familien, die de Vanssays, Station am Innovations- und Forschungszentrum (IFC).

Warum? Diese Frage stellt sich gleich mehrfach beim wagemutigen Unternehmen der Globetrotter. Warum diese Reise? Warum per Rad? Und warum ausgerechnet Tuttlingen als Etappenort?

Die letzte Frage lässt sich am leichtesten beantworten. In der Tour durch elf Länder wird jeweils ein von der EU gefördertes Projekt angeschaut. So kam die Donaustadt ins Spiel, erklärt Gerhard Hautmann, der Manager des IFC, das Ende Mai übergeben werden soll. Denn neben Stadt und Kreis ist auch die Europäische Union finanziell am Elf-Millionen-Euro-Projekt beteiligt. 4,55 Millionen kommen von dort.

Tuttlingen empfing die Radler am Dienstag mit Regen, der wie aus Kübeln niederging. Ins IFC kam allerdings nur ein Teil der Reisenden, die Familie de Vanssay. Vater Arnaud de Vanssay arbeitet für die EU in Ruanda. Er betreut den Hilfsfonds, der mit 250 Millionen Euro gefüllt ist und begleitet die ruandische Regierung bei der Umsetzung von Projekten wie Energieversorgung, Straßenbau und anderer Infrastruktur. Seine Frau macht Freiwilligendienst, zusammen haben sie fünf Kinder. „Die waren sehr aufgeweckt und interessiert“, sagt Hautmann über den Besuch. Mehr als zwei Stunden habe die Führung durch das fast fertiggestellte IFC gedauert.

Familie Raudot de Chateney, ebenfalls aus dem Burgund, aber für die EU in der Elfenbeinküste tätig, war am Dienstag nicht mit von der Partie. Auf solch einer Reise gibt es ja auch einiges zu organisieren, zum Beispiel die Quartiersuche. Die Familien zelten auf ihrer dreimonatigen Reise oder übernachten bei Menschen, die sie auf ihrem Trip kennenlernen – wenn die Einladung dazu kommt und genügend Platz da sein sollte.

Ihr „europäisches Projekt“ erklären die Familien unter anderem damit, dass sie die europäische Kultur und Identität erfahren und entdecken wollen, ebenso wie die Unterschiede. Und nicht zuletzt geht es ihnen darum, sich Zeit füreinander zu nehmen und sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen – weit weg von allem Luxus.

Weiter geht es nun nach Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei. Den Abschluss bildet der Besuch in Jerusalem, Israel.

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