Ginkgoterrasse wird zum Festivalgelände

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Die Bürger in Tuttlingen sollen sich bei dem Fest kennenlernen.
Die Bürger in Tuttlingen sollen sich bei dem Fest kennenlernen. (Foto: Feza)
Schwäbische Zeitung
Sarah-Lena Gombert

Volkstänze, Livemusik und Ponyreiten, ein Polizeiauto, ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und Köstlichkeiten aus verschiedenen Teilen der Welt: Wenn an diesem Wochenende das Kulturzentrum Feza zum diesjährigen Kulturfestival einlädt, dann wird die Ginkgoterrasse beim Umläufle in Tuttlingen vor allem eines: bunt.

Es ist nicht das erste Fest, das der Verein an der Donau ausrichtet, aber mit Sicherheit das größte. „Wir wollen einfach etwas tun“, erklärt Fadime Yelmen, Öffentlichkeitsbeauftragte bei Feza. Hintergrund des Spektakels sei, dass der Verein Spendengelder sammeln möchte. Diese sollen einerseits für afrikanische Waisenkinder, andererseits für Erdbebenopfer aus Nepal eingesetzt werden. Das Schicksal der Menschen habe sie sehr bewegt, erklärt Yelmen und betont: „Wer etwas bewegen will, muss selbst bewegt sein.“ Das Geld will der Verein am Wochenende über den Verkauf von Speisen und Getränken einnehmen. „Unsere Helferinnen stehen schon seit Tagen in der Küche und bereiten ganz, ganz leckere Sachen vor. Und wir hoffen auf viele hungrige Besucher“, sagt Yelmen.

Unterstützung von allen Seiten

Der Verein ist mit seinem Festival nicht allein. „Wir sind total begeistert, dass wir soviel Unterstützung erfahren“, sagt Yelmen. Die Stadt, Polizei und Feuerwehr, das Rote Kreuz: alle hätten gleich zugesagt, mitzumachen. „So schaffen wir auch für die jungen Menschen eine gute Gelegenheit, sich über die Arbeit dieser Institutionen zu informieren.“ Das ist der zweite Aspekt, den der Verein, der von türkischstämmigen Tuttlingern gegründet wurde, mit seinem Fest verfolgt. „Wir möchten, dass sich die Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt informieren können. Die sollen erfahren, dass sich die Frauen und Männer bei Polizei, Feuerwehr und beim Roten Kreuz für uns alle einsetzen.“ Das sei nicht nur für die Gesellschaft wichtig, sondern für junge Menschen ein Vorbild.

Auch die Unterhaltung soll nicht zu kurz kommen. Der Verein hat Volkstanzgruppen eingeladen, es wird jongliert und musiziert. Zudem tritt ein Clown auf, der die Kinder unterhalten soll. Ein Instrumentalist führt an einem anatolischen Abend die Saz vor, eine Art türkische Gitarre. Wer mag, kann sich in die Kunst der Ebru-Malerei einführen lassen.

Und dann will der Verein mit seinem dreitägigen Festival vor allem eines erreichen: „Wir möchten, dass die Bürger in Tuttlingen und Umkreis sich kennenlernen“, sagt Fadime Yelmen. Darum sollen die Besucher am besten an allen drei Tagen vorbeikommen, nicht nur an einem. „In der Türkei“, sagt sie, „ist es so, dass man in Freude und in Trauer zusammensteht. Wir wollen einerseits an das schlimme Schicksal der Menschen in Afrika und in Nepal denken. Und wir wollen uns darüber freuen, dass es uns so gut geht: Hand in Hand für ein friedliches Miteinander.“

Das Kulturfestival des Kulturzentrums Feza findet in der Zeit vom 23. bis 25. Mai auf der Ginkgoterrasse im Donaupark Tuttlingen statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter

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