Gesundes Essen in der Wärmestube

Lesedauer: 4 Min

Ein ganzes Team von ehrenamtlichen Helfern sorgt dafür, dass wohnungslose Menschen eine warme Mahlzeit bekommen.
Ein ganzes Team von ehrenamtlichen Helfern sorgt dafür, dass wohnungslose Menschen eine warme Mahlzeit bekommen. (Foto: PM)

Die Wärmestube der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat ihre Küche erweitert – und kann ihren Gästen jetzt auch frisch gekochte Mahlzeiten anbieten. Möglich wurde das durch eine Spende der Bürgerstiftung. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Tuttlingen hervor.

Für Menschen, die auf der Straße leben sind gesunde Mahlzeiten besonders wichtig. Aus diesem Grund wird in der AWO-Wärmestube regelmäßig frisch gekocht. Um dem gestiegenen Interesse gerecht zu werden, wurde die Küche der Wärmestube jetzt erweitert – auch mit Unterstützung der Tuttlinger Bürgerstiftung. „Unser Mittagstisch ist mehr als nur Verpflegung“, wird Doris Mehren-Greuter, die Leiterin der AWO-Fachberatung für wohnsitzlose Menschen, in der Mitteilung der Stadt zitiert. Die Menschen würden kommen, um sich auszutauschen, Kontakte zu pflegen und um an Informationen zu kommen – „Es ist ein echter Ort der Begegnung“, sagt Mehren-Greuter.

Immer mehr Gäste

Auch ändert sich die Zusammensetzung der Besucher: Kamen früher vor allem durchwandernde Wohnsitzlose, so suchen immer häufiger auch Menschen die Einrichtung auf, die eigentlich dauerhaft in Tuttlingen leben. „Für Leute mit wenig Geld, die ihre Wohnung verloren haben, wird es immer schwieriger, günstigen Ersatz zu finden“, berichtet sie. „Sie schlüpfen bei Freunden und Verwandten unter – oder kommen auch mal zu uns.“ Umso wichtiger ist es für die Arbeiterwohlfahrt, ihre Gäste gut zu versorgen. Daher sei ein gutes Essen wichtig. „Früher hatten wir Fertig-Essen in Aluschalen– jetzt kochen wir frisch“, berichtet Mehren-Greuter. Das bedeute: Mehr Obst und Gemüse, mehr Salat, mehr Vitamine.

Gerade für ihre Zielgruppe sei das wichtig. „Viele führen ein Leben, das nicht unbedingt gesund ist und sind entsprechend angeschlagen“, wird sie zitiert. Mit einer hochwertigen Ernährung könne man dies zumindest ein Stückweit ausgleichen. Möglich werde dies durch eine neue Küche, die es seit einiger Zeit in der Wärmestube gibt. Jetzt stehen eine größere Anrichtefläche und mehr Kühlgelegenheiten für die Zubereitung der Speisen zur Verfügung. Betrieben wird diese von einer fest angestellten Hauswirtschafterin in Teilzeit sowie einem Team aus rund 30 Ehrenamtlichen, die abwechselnd mitarbeiten. „Ich habe größten Respekt vor denen, die hier auch sonntags ihre Freizeit einbringen“, so Mehren-Greuter.

Bürgerstiftung unterstützt Küche

Damit deren Arbeitsbedingungen verbessert werden, wurde die Küche jetzt angebaut: Mehr Platz für die Vorbereitung hat das Kochteam jetzt. Finanziert wurde dies auch von der Tuttlinger Bürgerstiftung, deren Vertreter sich dieser Tage ein Bild von der Einrichtung machten. „Hier“, so stellte die stellvertretende Vorsitzende Irmgard Dinkelaker fest, „ist wirklich jeder Euro gut angelegt.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen