„German hornsound“ gibt sich virtuos und kreativ

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 Die vier Hornisten „german hornsound“ gingen bei ihrem Auftritt auch auf Wünsche des Publikums ein.
Die vier Hornisten „german hornsound“ gingen bei ihrem Auftritt auch auf Wünsche des Publikums ein. (Foto: S. Bruch)
Siegrid Bruch

Das Hornquartett „german hornsound“ ist mit virtuosem Spiel und kreativem Programm am Freitagabend in der Tuttlinger Stadthalle aufgetreten. Sein Programm „#hornlikes“ wurde begeistert aufgenommen, das Publikum durfte an diesem Abend auch noch Wünsche äußern.

Virtuos, locker, humorvoll – mit scheinbarer Leichtigkeit beherrschen sie ihr Instrument: „german hornsound“. Die vier Hornisten haben sich durch ihr außergewöhnliches Profil einen Namen gemacht, sie spielen regelmäßig mit renommierten Orchestern auf den großen internationalen Bühnen. Ihr Repertoire beinhaltet sämtliche Epochen der Musikgeschichte, Originalwerke und (fast alle) Arrangements sind aus den Federn des Ensembles.

Die vier Hornisten präsentieren an diesem Abend ihre eigenen „likes“, die sie selbst locker und charmant anmoderieren. Den Beginn machte Sebastian Schorr mit „Vivo“ aus Händels Wassermusik und „Lascia chi`o pianga“ aus der Oper Rinaldo sowie der geistlichen Musik mit „Stabat Mater Dolorosa“ von Pergolesi. Die Lieblingsstücke von Stephan Schottstädt stammen aus der Romantik: Das Largo aus der Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ von Dvorak, drei Choräle von Anton Bruckner („Scheuen Sie sich nicht, dazwischen zu klatschen, denn das ist eine kurze Auszeit für unsere Lippen“, betonte Stefan) und die Ouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn, bei der sich die Zuhörer von der Meeresstimmung verzaubern lassen konnten. In der Pause hatte das Publikum die Möglichkeit, Karten mit jeweils einem Musikwunsch auszufüllen, die drei Werke mit den meisten Stimmen wurden dann am Ende des Konzerts gespielt.

„Mein Lieblingsstück“, so Christoph Eß, „ist was richtig schnelles, der Schlusssatz aus Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 2 F Dur“. Weitere „likes“ von ihm waren das Nocturno aus „Ein Sommernachtstraum“ von Mendelssohn und das Adagio aus dem Oboenkonzert von Alessandro Marcello. Die Symphonie Nr. 4, „Die Romantische“, von Anton Bruckner war eine der „likes“ von Timo Steininger.

„Wir haben sie schon oft gespielt und wie sie uns heute gelingt, das hören Sie jetzt“. Und sie gelang natürlich bestens. Sein absolutes Lieblingsstück sei das „Offertorio“ aus Verdis „Requiem“, meinte er. Und als Abschluss des offiziellen Programms war „Meditango“ von Astor Piazzolla zu hören. Dieses Stück hatte das Publikum in seinem „Blog“ auf den ersten Platz gewählt. Der Applaus wollte nicht enden und es gab noch eine jazzige Zugabe.

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