Frischzellenkur für Medizintechnik-Studium

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Das Professoren- und Medizintechnik-Team des Hochschulcampus Tuttlingen mit (von links) Mike Fornefett, Martin Haimerl und Kurt
Das Professoren- und Medizintechnik-Team des Hochschulcampus Tuttlingen mit (von links) Mike Fornefett, Martin Haimerl und Kurt Greinwald arbeitet ab dem neuen Semester mit einem neuen Curriculum. (Foto: campus)
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Bewerbungsschluss für das Medizintechnik-Studium am Tuttlinger Hochschulcampus sowie für die weiteren Bachelor-Studiengänge Ingenieurpsychologie, Mechatronik, Produktionstechnik und Werkstofftechnik ist bereits am kommenden Sonntag, 15. Juli. Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.hfu-campus-tuttlingen.de/studiengaenge/medizintechnik

Seit dem 1. Juli gibt es für den Medizintechnik-Studiengang am Tuttlinger Hochschulcampus der Hochschule Furtwangen eine neue Studien- und Prüfungsordnung. Seit der Eröffnung des Hochschulcampus’ im Jahr 2009 ist dies nach zwei kleineren Anpassungen die erste größere Veränderung für den Studiengang.

„Die Studien- und Prüfungordnung, die wir bisher hatten, war gar nicht so schlecht. Allerdings haben sich die Bedürfnisse der Unternehmen geändert“, sagt Studiendekan Professor Kurt Greinwald im Gespräch mit unserer Zeitung. Der siebensemestrige Bachelor-Studiengang bietet nun im Hauptstudium drei Vertiefungsmöglichkeiten zur Auswahl: Produkt- und Prozessmanagement, Instrumente und Geräte sowie Digitalisierung und Computerassisstierte Systeme.

„Von den Unternehmen kam der Hinweis, dass unsere Studenten zu wenig spezialisiert sind für das, was sie für ihre Entwicklungsbereiche brauchen“, sagt Greinwald. Daher wurde die neue Studien- und Prüfungsordnung mit den Unternehmen der Medizintechnik-Branche abgestimmt. Im Grundstudium werden deswegen ab sofort auch regulatorische Grundkenntnisse vermittelt. Etwa die Hälfte der 650 Studenten am Hochschulcampus sind für den Medizintechnik-Studiengang eingeschrieben. Das neue Curriculum gilt aber nur für die Studienanfänger.

Die Wirtschaft ist zufrieden

„Wir haben nun einen Studiengang Medizintechnik, der dem technologischen Wandel Rechnung trägt und optimal dem aktuellen Bedarf und den Anforderungen der medizintechnischen Industrie im Raum Tuttlingen angepasst ist. Die Studenten können nach ihrem Grundstudium entwicklungsrelevante Themen wählen oder auf Aspekte der Medizinprodukte-Zulassung und des Produktmanagements fokussieren“, betont Dr. Klaus Irion, Bereichsleiter Forschung und Technologie beim Tuttlinger Medizintechnik-Unternehmen Karl Storz und Studiengangberater Industrial MedTec am Hochschulcampus, nach der Sitzung des Studienbeirats am Mittwochabend.

In der Vertiefungsrichtung „Produkt- und Prozessmanagement“ geht es verstärkt um die Gewährleistung der Patientensicherheit. Schwerpunkte sind regulatorische Themen, die Medizinprodukteverordnung sowie die Gestaltung von Produkten. Bei „Instrumente und Geräte“ zielt das Studium auf die Entwicklung medizinischer Instrumente und Geräte sowie Implantate ab, die vor allem im Medizintechnik-Cluster Tuttlingen von besonderer Wichtigkeit sind. Das Ziel der Studierenden ist die Konstruktion und die Produktentwicklung. Im Vertiefungsbereich „Digitalisierung und Computerassistierte Systeme“ geht es um die Vernetzung von Medizingeräten und deren Datenströme. Stichworte sind hierbei der integrierte Operationssaal, die elektronische Patientenakte oder intelligente Werkzeuge und Instrumente.

„Alle Zeichen stehen auf Sonnenschein“, sagt Greinwald angesichts des neuen Curriculums mit seinen neuen Fachrichtungen. Jetzt müssen sich nur noch die Studenten für den neuen Studiengang einschreiben.

Bewerbungsschluss für das Medizintechnik-Studium am Tuttlinger Hochschulcampus sowie für die weiteren Bachelor-Studiengänge Ingenieurpsychologie, Mechatronik, Produktionstechnik und Werkstofftechnik ist bereits am kommenden Sonntag, 15. Juli. Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.hfu-campus-tuttlingen.de/studiengaenge/medizintechnik

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