Freches Musik-Kabarett mit „Suchtpotential“

Lesedauer: 2 Min
 Das Duo „Suchtpotential“ scheut nicht vor klaren Aussagen.
Das Duo „Suchtpotential“ scheut nicht vor klaren Aussagen. (Foto: Siegrid Bruch)
sib

Freches Musikkabarett durch alle Genres hat das Duo „Suchtpotential“ in der Möhringer Angerhalle geboten. Die beiden Musikerinnen Julia Gámez Martin aus Berlin und Ariane Müller aus Ulm servierten in ihrem neuen Programm „Sexuelle Belustigung“ rabenschwarzen Humor, die Besucher waren begeistert.

Virtuose Gesangsduelle wechselten ab mit derben Wortgefechten, bei denen die „wichtigsten“ Themen wie Sex, Drugs und Rock ‘n Roll behandelt wurden. Natürlich kam auch die MeToo-Debatte zur Sprache. Dem „Shitstorm-Blues“ („mal so richtig durchficken“) und dem Song „Freundschaft, Freiheit und Kartoffelsalat“ folgte ein Lied über den Stress, den man mit der Berliner Methode bekämpfen könne: „Geh einfach in die Kneipe rein, mach’s wie die großen Titten, lass dich einfach hängen“.

Über die ungleiche Bezahlung bei Männern und Frauen wurde bei einem feministischen Kampflied gelästert: „Wir sind genauso Scheiße wie Ihr Männer, deshalb wollen wir auch so viel Kohle wie ihr.“ Doch danach gab’ noch ein kleines Friedenslied, Julia sang etwas Spanisches, Ariane spielte Wagner am Klavier (sie hatte zwischendurch auch mal zur Gitarre gegriffen) und Julia trat als Walküre auf. Zum Abschluss noch ein versöhnliches Liebeslied für die Männer über „Klaus-Dieter, den Mann meiner Träume“. Bei der Zugabe rief das Duo auf zum „Ficken für den Frieden, make love, not war“.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen