Frank Göller erhält silbernes Ehrenzeichen

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 Der Tuttlinger THW-Ortsbeauftrage Frank Göller (links) erhielt aus den Händen des THW-Landesbauftragten Dietmar Löffler (rechts
Der Tuttlinger THW-Ortsbeauftrage Frank Göller (links) erhielt aus den Händen des THW-Landesbauftragten Dietmar Löffler (rechts) das THW-Ehrenzeichen in Silber. (Foto: Claudia Steckeler)
Claudia Steckeler

Die zweithöchste Auszeichnung, die die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk zu vergeben hat, ist am Freitagabend dem Tuttlinger Ortsbeauftragten Frank Göller überreicht worden. Anlässlich der Weihnachtsfeier des THW-Ortsverbandes Tuttlingen im katholischen Gemeindeshaus St. Josef wurde ihm durch den THW-Landesbeauftragten für Baden-Württemberg, Dietmar Löffler, das Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerkes in Silber verliehen.

Die Ehrung erhielt Frank Göller, weil er dem THW seit mehr als 30 Jahren angehört und sich in dieser Zeit in den verschiedensten Bereichen erfolgreich engagiert hat. Die THW-Karriere von Frank Göller begann als Truppführer des Instandsetzungszuges im Ortsverband Tuttlingen. Sehr schnell kristallisierte sich jedoch heraus, dass er gerne Führungsaufgaben innerhalb des Ortsverbandes übernehmen würde. „Befähigt durch zahlreiche Fortbildungen und Lehrgänge übernahm Frank Göller zunächst die Aufgaben des Verwaltungsleiters, später des stellvertretenden Ortsbeauftragten, und seit 2003 das Amt des Ortsbeauftragten des Ortsverbandes Tuttlingen“, gab Dietmar Löffler in seiner Laudatio bekannt.

Er hob hervor, dass es für Frank Göller ein ganz besonderes Anliegen sei, die verschiedenen Generationen im Ortsverband zu integrieren, ihnen im THW eine „Heimat“ zu bieten. Um dieses „Wir-Gefühl“ zu erreichen, organisiere er zum Beispiel jedes Jahr mehrtägige Klausurtagungen für die Führungsriege, so der Landesbeauftragte. „Auch im Bereich der Ausstattung des Tuttlinger Ortsverbandes hat Frank Göller viel erreicht, und mit Engagement und guten Kontakten gelang es ihm, die Bereiche Elektroversorgung und Wasserrettung in der örtlichen Gefahrenabwehr erheblich auszubauen“, bemerkte Dietmar Löffler.

Die Einbindung in die örtliche Gefahrenabwehr und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Polizei, dem DLRG und dem Roten Kreuz sei Frank Göller ein besonderes Anliegen. „Als Fachberater arbeitet er aktiv in den Einsatzstäben mit, und ist zudem seit vielen Jahren Mitglied der Arbeitsgruppen Notfallseelsorge und Amok im Landkreis Tuttlingen“, berichtete Dietmar Löffler und verwies auch auf den großen Einsatz beim Neubau der Unterkunft des Ortsverbandes, der im September 2011 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

12 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Zuvor hatte Frank Göller einen kurzen Rückblick über das ereignisreiche und spannende vergangene Jahr gegeben, in dem von den 46 Helferinnen und Helfern sowie den zehn Junghelfern rund 12 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit für die Allgemeinheit geleistet wurden. Arbeitseinsätze bei Festen wie dem Mittelaltermarkt auf dem Honberg, bei run & fun, beim Southside-Festival, dem Stadtfest, aber auch Räumungsarbeiten an der Scala- und Koppenlandbrücke, der Abriss der Krähenbachbrücke sowie das Auspumpen von vollgelaufenen Kellern oder Fachberatergespräch bei einem Stromausfall und einem Großbrand in Rietheim-Weilheim, standen auf der Arbeitseinsatzliste.

„Ausbildung darf nicht zu kurz nkommen“

„Neben all diesen Aufgaben, darf die Ausbildung auch nicht zu kurz kommen. Mehrere Helfer nahmen an Lehrgängen und Bereichsausbildungen teil“, sagte Frank Göller. Besonders erwähnte er jedoch die Jugendgruppe des Ortsverbandes, die von Lothar Schmieder und Jeanette Meyer betreut wird, und die insgesamt rund 907 Dienststunden reine Jugendarbeit geleistet haben. Frank Göller nahm auch auf die Unterstützung der Arbeitgeber Bezug, „die immer wieder unsere Helfer für ihr ehrenamtliches Engagement frei stellen“, so der Ortsbeauftragte.

Außerdem hob er die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Polizei, dem DRK und DLRG hervor sowie die Unterstützung durch die Regionalstelle, bei Beschaffungsmaßnahmen zum Beispiel. „So soll in den nächsten drei bis vier Jahren der Fuhrpark erneuert werden“, erklärte Frank Göller den Gästen im Josefle, „so dass im Ortsverband dann neue Fahrzeuge und Gerätschaften zum Einsatz kommen.“

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