Flüchtlingsprojekt wird fortgesetzt und gefördert

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Hans-Peter Höfert, einer der Hauptdozent des Pilotprojekts Grundlagenunterrichts für Flüchtlinge, hilft den Teilnehmern bei der
Hans-Peter Höfert, einer der Hauptdozent des Pilotprojekts Grundlagenunterrichts für Flüchtlinge, hilft den Teilnehmern bei der Erstellung der Abschlusspräsentation. (Foto: Handwerkskammer)
Schwäbische Zeitung

Der nächste Grundlagenunterricht für Geflüchtete startet am Samstag, 4. September, mit einer Einführungswoche an den Standorten Singen, Rottweil, Waldshut und Tuttlingen.

Informationen gibt es bei der Handwerkskammer Konstanz bei Marina Mauch, Telefon 07531 / 205-405,

marina.mauch@hwk-konstanz.de.

Wer gleichzeitig eine neue Sprache und einen neuen Beruf erlernen soll, ist doppelt gefordert – und braucht einfach mehr Unterstützung beim und Zeit zum Lernen. Beides gibt es im Grundlagenunterricht für geflüchtete Menschen, den die Handwerkskammer Konstanz, die auch für den Landkreis Tuttlingen zuständig ist, nach einer Pilotphase ab September erneut in ihren Bildungsstätten anbietet.

Auszubildende mit Flüchtlingshintergrund können im Grundlagenunterricht Wissenslücken praxisnah schließen, um dem Berufsschulunterricht besser folgen und das Erlernte schneller im Berufsalltag umsetzen zu können. Der freiwillige Ergänzungsunterricht deckt vor allem Deutsch, Mathe und Wirtschaftskunde ab, die Teilnehmer befassen sich mit Themen wie Textverständnis, Matheformeln, aber auch eigenständigem Lernen.

„Wir haben mit unserem Grundlagenunterricht in der Pilotphase mit 65 Teilnehmern sehr gute Erfahrungen gemacht, und viele Mitgliedsbetriebe haben uns darin bestärkt, dieses Projekt unbedingt fortzuführen,“ berichtet Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz.

Während die Finanzierung des Projekts in der Pilotphase allerdings vollständig in den Händen der Kammer lag, kann sich das Handwerk nun über einen großzügigen Zuschuss im Rahmen des Projekts des Europäischen Sozialfonds „Fit in den Beruf“ freuen. „Die Integration in Arbeit ist aus unserer Sicht eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher macht es Sinn, dass nun 80 Prozent der Kosten vom Landeswirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds abgedeckt werden,“ sagt Hiltner.

Betriebe zahlen lediglich 157 Euro für das gesamte Jahr

Betriebe, deren Auszubildende am Grundlagenunterricht teilnehmen, zahlen lediglich einen Betrag von 157 Euro für das gesamte erste Jahr, darin enthalten sind eine intensive Einführungswoche und regelmäßiger Samstagsunterricht. Die restlichen zehn Prozent der Kosten übernimmt die Handwerkskammer.

Allein in den fünf Landkreisen des Handwerkskammerbezirks Konstanz sind derzeit mehr als 200 Geflüchtete in einer handwerklichen Ausbildung. „Diesen geben wir durch unseren Grundlagenunterricht eine echte Chance, ihre Ausbildung auch zum Erfolg zu führen,“ so Hiltner.

Der nächste Grundlagenunterricht für Geflüchtete startet am Samstag, 4. September, mit einer Einführungswoche an den Standorten Singen, Rottweil, Waldshut und Tuttlingen.

Informationen gibt es bei der Handwerkskammer Konstanz bei Marina Mauch, Telefon 07531 / 205-405,

marina.mauch@hwk-konstanz.de.

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