Felix Huby und die 1970er-Jahre

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 Felix Huby
Felix Huby (Foto: Frank von Zur Gathen)
Redaktionsleiter

Der Literaturherbst in Tuttlingen geht am Freitag in seinen dritten Abend. Dann kommt der Autor Felix Huby um 20 Uhr in die Stadthalle und bringt sein Buch „Spiegeljahre“ mit, das erst vor wenigen Tagen erschienen ist. Südfinder-Redakteur Dieter Kleibauer sitzt mit ihm auf der Bühne und wird mit ihm in den Dialog treten.

Huby, der eigentlich Eberhard Hungerbühler heißt, wird im Dezember 80 Jahre alt. Auch wenn viele mit seinem Namen vielleicht nichts anfangen können, so sind sie sicherlich mit ihm schon in Berührung gekommen.

Huby hat das Drehbuch für mehr als 30 Tatorte geschrieben. Der gebürtige Tübinger ist Krimi-, Roman- und Drehbuchautor und Biografie-Schreiber. Er wohnt schon lange in Berlin.

„Spiegeljahre“ ist der dritte Band seiner autobiografischen Buchreihe. Zuvor erschienen sind „Heimatjahre“ (2014) und „Lehrjahre“ (2016). Während sich der erste Band mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt, geht es im zweiten vor allem um die 1960er-Jahre, als Huby noch als Jungredakteur bei einer Tageszeitung gearbeitet hat.

„Spiegeljahre“ befasst sich mit der Zeit, in der Huby von 1972 bis 1979 als Stuttgarter Korrespondent des Wochenmagazins „Der Spiegel“ gearbeitet hat. In diese Zeit fallen die RAF-Prozesse, der geplante Bau des Atomkraftwerks Wyhl sowie die Aufdeckung der Nazi-Vergangenheit von Ministerpräsident Hans Filbinger. Mit seiner journalistischen Arbeit sorgte Huby dafür, dass der CDU-Politiker von seinem Amt zurücktrat. Auch mit der Tuttlingerin Gudrun Ensslin war er bekannt – allerdings aus einer Zeit, als sie noch nicht Terroristin bei der RAF war.

„Spiegeljahre“ spiegelt damit ein gutes Stück Heimatgeschichte der 1970er-Jahre wieder. Von daher ist es hochinteressant und spannend. Das Buch liest sich gut und ist erfreulich leicht zugänglich. Auch wenn Huby schon seit vielen Jahren seine Heimat verlassen hat, ist das Buch doch gespickt mit schwäbischem Dialekt. Im Duett mit Dieter Kleibauer dürfte es ein unterhaltsamer Abend in der Stadthalle werden.

Die Eintrittskarten gibt es ab 12,10 Euro bei der Ticketbox.

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