Experte warnt: Sicherheitskonzepte vieler Firmen oft noch analog

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Ein offenes Netzwerk und schon ist der Hacker-Angriff erfolgreich. Firmen sollten sich mehr Gedanken über ihre IT-Sicherheit machen, meint Experte Moritz Huber. (Foto: Medical Mountains)
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MedTalk „CyberSecurity in der Medizintechnik“ / Referenten schlagen Bogen von Grundlagen zur praktischen Implementierung

Sicherheit und Zuverlässigkeit sind Kernkriterien eines Medizinprodukts. Sie beziehen sich längst nicht mehr nur auf physische, sondern immer mehr auch auf digitale Eigenschaften. Entsprechend rücken Fragen der Cybersecurity in den Fokus – die bei dem Online-MedTalk „Von Trokaren und Trojanern“ der MedicalMountains GmbH am Montag, 12. Oktober 2020 aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird.

Was ein Trokar bei der minimalinvasiven Chirurgie leistet, vollbringt ein Trojaner bei IT-Systemen – wenn auch unter gegensätzlichen Vorzeichen: Beide verschaffen Zugang zu sensiblen Bereichen. Medizinprodukte und das zugehörige Equipment werden immer vernetzter und damit anfälliger für Cyberattacken. Wie ernst das Thema genommen wird beziehungsweise genommen werden sollte, zeigt nicht zuletzt die Veröffentlichung 2019-16 der europäischen Medical Device Coordination Group (MDCG). Die „Guidance on Cybersecurity for medical devices“ stellt den Bezug zu Anhang I der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (EU-MDR) her. Netzwerksicherheit zählt somit zu den grundlegenden Anforderungen, sowohl vor wie nach dem Inverkehrbringen. Was bedeutet es aber in diesem Zusammenhang, bei der Risikokontrolle „den allgemein anerkannten Stand der Technik“ zu berücksichtigen? Welche Stolpersteine befinden sich auf dem Weg zur sicheren Vernetzung von Medizinprodukten? Und wie ist die rechtliche Situation einzuschätzen, auch in Hinsicht auf die Umsetzung der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (EU-MDR)?

Antworten geben die Referenten des Online-MedTalks. Sie schlagen den Bogen von Grundlagen über Erfahrungswerten bei der Implementierung hin zur tatsächlichen Umsetzung in den Unternehmen. Moritz Huber ist Kriminalhauptkommissar a.D., Wirtschaftsinformatiker und Dozent, Gründer und CEO von „smartSEC“. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Cybersecurity und gibt seine umfangreichen praktischen Führungs- und Einsatzerfahrungen weiter. Um die Herausforderungen und Hürden der Branche weiß Markus Günther bestens Bescheid. Er war mehrere Jahre IT-Security-Administrator bei einem Medizintechnik-Unternehmen, ehe er sich der Temet AG angeschlossen hat. Dort widmet er sich unter anderem Security Awareness und Risk Management. Den rechtlichen Aspekten gehen Miriam Schuh und Stefan Ressel, Anwälte bei reuschlaw Legal Consultants, auf den Grund. Miriam Schuh ist auf Medizinrecht spezialisiert, Stefan Ressel Experte für Cybersicherheit und Datenschutzrecht.

Der Online-MedTalk beginnt am Montag, 12. Oktober um 16:30 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.medicalmountains.de/cybersecurity.

 

Die Digitalisierung schreitet voran und damit auch die Kriminalität im Netz. Experte Moritz Huber meint, viele Firmen haben noch viel zu tun, um ihr Wissen und Produkte zu schützen.

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MedTalk „CyberSecurity in der Medizintechnik“ / Referenten schlagen Bogen von Grundlagen zur praktischen Implementierung

Sicherheit und Zuverlässigkeit sind Kernkriterien eines Medizinprodukts. Sie beziehen sich längst nicht mehr nur auf physische, sondern immer mehr auch auf digitale Eigenschaften. Entsprechend rücken Fragen der Cybersecurity in den Fokus – die bei dem Online-MedTalk „Von Trokaren und Trojanern“ der MedicalMountains GmbH am Montag, 12. Oktober 2020 aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird.

Was ein Trokar bei der minimalinvasiven Chirurgie leistet, vollbringt ein Trojaner bei IT-Systemen – wenn auch unter gegensätzlichen Vorzeichen: Beide verschaffen Zugang zu sensiblen Bereichen. Medizinprodukte und das zugehörige Equipment werden immer vernetzter und damit anfälliger für Cyberattacken. Wie ernst das Thema genommen wird beziehungsweise genommen werden sollte, zeigt nicht zuletzt die Veröffentlichung 2019-16 der europäischen Medical Device Coordination Group (MDCG). Die „Guidance on Cybersecurity for medical devices“ stellt den Bezug zu Anhang I der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (EU-MDR) her. Netzwerksicherheit zählt somit zu den grundlegenden Anforderungen, sowohl vor wie nach dem Inverkehrbringen. Was bedeutet es aber in diesem Zusammenhang, bei der Risikokontrolle „den allgemein anerkannten Stand der Technik“ zu berücksichtigen? Welche Stolpersteine befinden sich auf dem Weg zur sicheren Vernetzung von Medizinprodukten? Und wie ist die rechtliche Situation einzuschätzen, auch in Hinsicht auf die Umsetzung der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (EU-MDR)?

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Der Online-MedTalk beginnt am Montag, 12. Oktober um 16:30 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.medicalmountains.de/cybersecurity.

 

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