Endlager: Fachkonferenz startet im Oktober

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 Symbolische Atommüllfässer stehen unweit vom ehemaligen Erkundungsbergwerk Gorleben im Wald. 90 Gebiete in Deutschland haben na
Symbolische Atommüllfässer stehen unweit vom ehemaligen Erkundungsbergwerk Gorleben im Wald. 90 Gebiete in Deutschland haben nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat in dieser Woche ihren Zwischenbericht für die Suche nach einem möglichen Endlager von radioaktivem Müll vorgelegt (wir haben berichtet). Davon könnte auch der Landkreis Tuttlingen mit den Städten und Gemeinden Tuttlingen, Emmingen-Liptingen, Immendingen, Geisingen, Talheim, Seitingen-Oberflacht, Wurmlingen, Rietheim-Weilheim, Trossingen, Spaichingen, Aldingen, Dürbheim, Denkingen, Frittlingen betroffen sein. Dies liegt daran, weil die Experten im westlichen Teil des Landkreises von grundsätzlich geeignetem, kristallinen Gestein wie Granit beziehungsweise Tongestein ausgehen. Einzelne Bereiche – wie beispielsweise zwischen Wurmlingen und Oberflacht oder bei Geisingen sind wegen „tektonischer Störungen“ ausgespart worden. Dort kann kein Teilbereich ausgewiesen werden. Außerdem können nur Gebiete außerhalb von Erdbebenzonen in Betracht kommen. Bei Tuttlingen verläuft die Grenze zur Erdbebenzone II. Deshalb fällt dieser östliche Bereich des Landkreises aus der Betrachtung heraus. Alle Landkreise und kreisfreien Städte mit Berührungspunkten zu Teilgebieten sind von der BGE angeschrieben und zu Fachkonferenzen Teilgebiete eingeladen worden. Die Auftaktveranstaltung ist am Samstag und Sonntag, 17./18. Oktober in Kassel. Weitere Veranstaltungen finden im nächsten Jahr in Kassel (4. bis 7. Februar), in Darmstadt (15. bis 18. April) und in Berlin (10. bis 13. Juni) statt. In Regionen, die für einen Standort in Frage kommen, finden anschließend Erkundungen an der Erdoberfläche statt. Später erfolgen zusätzlich Erkundungen unter der Erde. Ziel dieses Prozesses ist eine Standortentscheidung im Jahr 2031.

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