Nicht alle geplanten Projekte können 2020 in Möhringen umgesetzt werden.
Nicht alle geplanten Projekte können 2020 in Möhringen umgesetzt werden. (Foto: Bernd Wüstneck)
Stefan Manger

Der Haushalt 2020 ist Hauptthema der Ortschaftsratssitzung in Möhringen gewesen. Nicht alle angestrebten Projekte können umgesetzt werden. Der Stadt Tuttlingen mangele es an Personal, sagte OB Michael Beck.

Er hoffe, dass es mit der Marktgasse 24 im neuen Jahr vorangehe, da dieses Thema schon seit Anfang seiner Amtszeit in Tuttlingen auf der Agenda stehe, so Beck. Ebenso hoffe er, dass nun auch die Schafmarktbrücke realisiert werde, die eigentlich schon hätte 2015 gebaut werden sollen. Ein Problem bei den Bauprojekten sei nicht fehlendes Geld, sondern fehlende Personalkapazität. Deshalb werden die Bischofszeller- und die Battaglia-Straße nicht im kommenden Jahr saniert.

Vorgesehen sind für den Haushaltsplan 2020 für Möhringen: Für den Hochwasserschutz beim Krähenbach 400 000 Euro, für die Sanierung des Radwegs Möhringen-Nendingen 251 000 Euro, wobei in Möhringen 200 Meter beim Lokschuppen saniert werden sollen, für die Sanierung der Ufermauer am Krähenbach beim Kronenareal 200 000 Euro, für die Sanierung der Hechtgasse 140 000 Euro, für Zuschüsse im Sanierungsgebiet an Private 190 000 Euro, für die Sanierungsbetreuung in Möhringen 45 000 Euro, für den Bau einer Holzbrücke am Wanderweg an der Donauversickerung 18 000 Euro, für die Erschließung des Baugebiets „Heuhäusle“ 80 000 Euro, für den Umbau der Feuerwache Möhringen 120 000 Euro, für einen Investitionskostenzuschuss für die Stadtkapelle 2450 Euro, für Anschaffungen des Bauhofs 3000 Euro, für Anschaffungen des Forsts 6000 Euro, für die Infopoints „Faszination Donauversickerung“ 165 000 Euro, für das Städtlefest 22 000 Euro, für die touristische Aufwertung des künftigen Naturschutzgebiets Krähenbachtal 20 000 Euro und für die Toilette an der Angerhalle 5000 Euro, wobei eine kostengünstigere Lösung gefunden werden soll.

Abgelehnt haben die Möhringer Räte die Ansätze für das Gewerbegebiet Donau-Tech für fünf Millionen Euro, wobei für Rettungsgrabungen 1,5 und für die Sanierung der zweiten Kiesgrube 2,2 Millionen Euro vorgesehen waren.

Erläuterungen zur Braun’schen und Susann*schen Stiftung gab es von Stadtkämmerer Uwe Keller, der erklärte, dass nur die Stiftungseinnahmen, nicht aber das Stiftungskapital verwendet werden dürfe und durch die niedrigen Zinsen sehr wenig Ausgaben vorgenommen werden könnten. Dem vorgelegten Haushaltsplan für das Jahr 2020 stimmten die Räte zu.

Stadtbrandmeister Klaus Vorwalder stellte den neuen Feuerwehrbedarfsplan vor, der vorsieht, dass künftig die Möhringer Wehr bei den Einsätzen in Esslingen automatisch mitalarmiert wird. In Möhringen soll die Feuerwache umgebaut werden, so dass die Umkleidemöglichkeiten aus dem Fahrzeugbereich wegkommen und weitere technische Veränderungen vorgenommen werden sollen. Außerdem soll für die Gesamtstadt das Personal an feuerwehrtechnischen Angestellten aufgestockt werden. 2021 soll die Möhringer Wehr ein neues Fahrzeug bekommen.

Ortschaftsrat Michael Seiberlich gab bekannt, dass im Technischen Ausschuss des Kreistags alle Fraktionen und der Landrat bestätigten, dass niemand die Absicht habe, die K 5944 zwischen Möhringen und Esslingen auszubauen. Ortsvorsteher Günther Dreher berichtete, dass keine Einwendungen gegen das neue Naturschutzgebiet im Bächetal eingegangen seien.

Ein Bürger fragte, was beabsichtigt sei bei der Ausfahrt von der Espenbrücke nach Tuttlingen, da es dort zu Unfällen gekommen sei. Hier soll im Zuge der Erweiterung des Gewerbegebiets Donau-Tech ein Kreisverkehr entstehen, der aber nicht 2020 gebaut werden könne, so OB Beck.

Die SPD-Fraktion stellte einen Antrag, dass bei der geplanten Sanierung der Bischofszeller- und Battaglia-Straße an die Radfahrer gedacht werden solle und ein Radstreifen geplant werde. Ebenso solle eine Brücke im Bereich der Sportstätten bzw. beim Jugendcamp gebaut werden. Der geplante barrierefreie Umbau mehrerer Bushaltestellen soll erst angegangen werden, wenn klar ist, wie künftig die Busse mit den Veränderungen 2023 fahren werden.

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