Durchhausen soll zwecks Fördermitteln zusammenstehen

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 Durchhausen, im Bild der diesjährige Osterbrunnen vor dem Rathaus, bewirbt sich um Fördermittel.
Durchhausen, im Bild der diesjährige Osterbrunnen vor dem Rathaus, bewirbt sich um Fördermittel. (Foto: Archiv)
Silvia Müller

Zum Gemeindeentwicklungskonzept hat Bürgermeister Simon Axt im Durchhausener Rat den Beschlussvorschlag zur weiteren Vorgehensweise vorgelegt. In einer Klausurtagung waren Gemeinderäte und Bürgermeister überein gekommen, einen Antrag auf Schwerpunktgemeinde beim Regierungspräsidium zu stellen, um Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) zu erhalten. Axt sagte indes, dass sich die Konkurrenzsituation um die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde verschärft habe und es daher gelte, einen guten eigenen Antrag einzureichen.

Sein Stellvertreter Markus Merz appellierte an seine Gemeinderatskollegen, in der Situation zusammenzustehen – im Interesse der hohen Bürgerbeteiligung in der Sache und, um dem Regierungspräsidium gegenüber als Einheit aufzutreten. Laut Beschlussvorschlag sollen 2020 das Vereinshaus saniert, das Gebäude der „Vulkan-Bar“, das sich in Gemeindebesitz befindet, abgebrochen werden, und eine Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Ortsmitte stattfinden. 2021 würden die Einwohner weiter an der Gestaltung der Ortsmitte beteiligt und der erste Bauabschnitt der Sanierung Alte Dorfkirche steht an. 2022 folgen der zweite Bauabschnitt der Alten Dorfkirche sowie der erste Bauabschnitt der Platzgestaltung Ortsmitte, 2023 der zweite Bauabschnitt Ortsmitte, und für 2024 ist die Platzgestaltung für ein Feuerwehrmagazin angedacht. Für die Platzgestaltung und Verkehrsberuhigung Kindergarten gibt es noch keinen exakten Planungszeitraum. Die Gemeinderäte stimmten dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

Spielende Kinder

Ein öfter vorkommendes Anliegen hatte einen Durchhausener in die Sitzung geführt: Eine Wiese im Neubaugebiet, angrenzend an den Bauhof, wird oft von spielenden Kindern genutzt. Ein Fußballtor sei dort aufgestellt worden, die Wiese sei Treffpunkt für die benachbarten Kinder. Dadurch fühle sich jedoch ein anderer Anwohner gestört – die Kinder seien wohl schon wiederholt wenig freundlich angesprochen worden. Das Fußballtor sei zwischenzeitlich auch entfernt worden. Er sei im Interesse seiner Kinder jedoch „nicht bereit sich wegzuducken“.

Von der Gemeinde wollte der Mann nun wissen, wie sie dazu stehe und ob das Spielen auf der Wiese grundsätzlich erlaubt sei. Bürgermeister Axt erklärte dem Mann, dass das Tor vom Aufsteller selbst, einem anderen Vater, nun im eigenen Garten aufgebaut worden sei. Axt erklärte, dass er mit dem Anwohner ein Gespräch geführt habe, aus dem hervor ging, dass der in Sorge wegen einer eventuellen Beschädigung an seinem Eigentum gewesen sei. Das Angebot zu einem Vermittlungsgespräch sei nicht angenommen worden, weil der Anwohner der Ansicht sei, dass dies die Beteiligten untereinander klären könnten. Axt stellte klar, dass das Spielen auf der Wiese grundsätzlich gestattet ist, und dass er, beziehungsweise die Gemeinde, sich nicht einmischen werde.

Blumenwiese

Über das Anlegen von Blumenwiesen informierte Axt die Gemeinderäte. Nachdem in der letzten Sitzung eine entsprechende Anregung kam, ist diese umgesetzt worden. Das Bauhof-Team hat die Flächen vor dem Gemeindehaus, entlang des Bauhofs, an der Einmündung Scheckenbühl / Aschenreutestraße und am Retentionsbecken vorbereitet. Gemeinderat Tobias Häring lobte die Vorgehensweise und bot spontan an, auf zwei kleine Flächen, die im Gemeindebesitz sind und die er bisher bewirtschaftet hat, zu verzichten, wenn diese ebenfalls als Blumenwiesen eingesät werden.

Bürgermeister Axt stellte den Antrag der Jugendgruppe um einen Zuschuss zur Anschaffung einer Spülmaschine vor. Demnach ist die vorhandene defekt. Für die Ersatzbeschaffung legte Dennis Schorpp, Vorsitzender der Jugendgruppe, ein Angebot in Höhe von 4310 Euro vor. In Durchhausen haben Vereine die Möglichkeit, für besondere Investitionen einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent zu beantragen. Der Bürgermeister lobte die Arbeit der Jugendgruppe als verantwortungsbewusst und erklärte, dass er dem Antrag wohlwollend gegenüber stehe. Dem schlossen sich die Gemeinderäte an und fassten den Beschluss – ergänzten jedoch, dass sie ein Vergleichsangebot sehen möchten. Einstimmig wurde entschieden, dass die Jugendgruppe den in der Gemeinde üblichen 50-prozentigen Zuschuss, höchstens jedoch 2155 Euro, für die Anschaffung erhält.

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