Doping-Affäre: Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen Öhler-Urteil ein

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 Ringer auf der Anklagebank: Peter Öhler musste sich am Dienstag vor dem Amtsgericht Tuttlingen wegen des Vorwurfs verantworten,
Ringer auf der Anklagebank: Peter Öhler musste sich am Dienstag vor dem Amtsgericht Tuttlingen wegen des Vorwurfs verantworten, gegen das Anti-Doping-Gesetzt verstoßen zu haben. Der Athlet wurde freigesprochen. (Foto: Regio TV)

Im Strafverfahren gegen den ehemaligen Ringer des ASV Nendingen, Peter Öhler, wegen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz hat die Staatsanwaltschaft Freiburg als zuständige Schwerpunktstaatsanwaltschaft am Mittwoch gegen das Urteil vom Dienstag, mit dem der Angeklagte freigesprochen wurde, Berufung eingelegt.

Der Freispruch wird daher zunächst nicht rechtskräftig, und das Landgericht Rottweil (Kleine Strafkammer) wird als weitere Tatsacheninstanz erneut die Anklage verhandeln und eine eigene Entscheidung treffen.

Peter Öhler war angeklagt, sich 2016 des Selbstdopings strafbar gemacht und sich vor einem internationalen Wettkampf eine Infusion zur Leistungssteigerung verabreicht zu haben.

Gegen ein Urteil der Kleinen Strafkammer wäre als weiteres Rechtsmittel die Revision zum Oberlandesgericht Stuttgart möglich. Dabei handelt es sich um eine reine Überprüfung auf mögliche Rechtsfehler. Eine erneute Beweisaufnahme oder Beweiswürdigung findet in der Revisionsinstanz nicht mehr statt.

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