Donautal-Herren stehen vor schwerem Heimspiel

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 Nach dem Trainerwechsel, Martin Bauer löste Dirk Salmen ab, und dem jüngsten 29:18-Heimsieg gegen Herrenberg wollen die Handbal
Nach dem Trainerwechsel, Martin Bauer löste Dirk Salmen ab, und dem jüngsten 29:18-Heimsieg gegen Herrenberg wollen die Handballer der HSG Rietheim-Weilheim, unser Bild zeigt Till Oeschger (blau) im Angriff, am Samstag auch bei der TSG Reutlingen erfolgreich sein. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Am Samstag steht für den Handball-Württembergligist HSG Fridingen/Mühlheim das vorletzte Spiel vor der Winterpause an. In der Fridinger Sepp-Hipp-Halle erwarten die Donautäler mit dem SV Leonberg/Eltingen eines der Topteams der Nordstaffel. Das HSG-Damenteam tritt zeitgleich beim TSV Köngen an (Württembergliga). Die Männer-Landesligisten TV Aixheim (beim TSV Köngen) und HSG Rietheim-Weilheim (bei der TSG Reutlingen) wollen auswärts ihre letzten Siege bestätigen. In der Landesliga der Frauen empfängt die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen die SG Schorndorf.

Württembergliga Männer

HSG Fridingen/Mühlheim SV Leonberg/Eltingen (Samstag, 20 Uhr; Sepp-Hipp-Halle Fridingen). Das Gästeteam aus Leonberg/Eltingen liegt auf Rang drei, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen als das Führungsduo Schwaikheim/Schmiden. Daher wartet auf die Donautal-HSG eine weitere anspruchsvolle Aufgabe. Verbessern muss sich vor allem das Abwehrverhalten. HSG-Trainer Mike Novakovic war seine Abwehr zuletzt „zu lieb“. Trotz mehrfacher Strafzeiten setzten sich die Gegner in den vergangenen beiden Spielen gegen die HSG durch. Entscheidend wird auch sein, ob die Leistungsträger im Aufgebot stehen. Novakovic steht ohnehin nur ein schmaler Kader zur Verfügung, in dem mehrfach angeschlagene Spieler auflaufen und A-Jugendliche aushelfen. Das Heimrecht spricht für Fridingen/Mühlheim. In der Fridinger Sepp-Hipp-Halle und der Mühlheimer Sporthalle hat man in dieser Spielzeit bereits vier Siege verbuchen können. Der SV Leonberg/Eltingen ist zwar aktuell in guter Form, musste vor zwei Wochen aber einen Rückschlag hinnehmen: In der eigenen Halle unterlag man dem TSV Schmiden mit 21:32. In Oberstenfeld siegte man dann wieder knapp mit 25:24.

Württembergliga Frauen

TSV Köngen – HSG Fridingen/Mühlheim (Samstag, 20 Uhr; Sporthalle bei der Burgschule Köngen). In der Saison 2017/18 hatte die HSG Fridingen/Mühlheim gegen Köngen in beiden Spielen das Nachsehen. Gästetrainer Frank Rohrmeier stellt sich beim TSV auf ein schwieriges Spiel ein: „Köngen ist heimstark. Es gab vor der Saison unter anderem einen Wechsel auf der Trainerposition. Sie spielen schnell nach vorne und haben ihre Spielgestalterin in der Rückraummitte“, so der Trainer des Tabellendritten. Miriam Panne, die angesprochene TSV-Rückraumspielerin, ist laut Rohrmeier eine der entscheidenden Spielerinnen der Mannschaft. Beim deutlichen 40:26 gegen den abstiegsbedrohten TSV Zizishausen steuerte Panne zehn Tore bei. Die Vorzeichen stehen auf ein ausgeglichenes und spannendes Württembergliga-Spiel. Personell sieht es für das Spiel gut aus: „Stand jetzt sind alle an Bord“, bestätigte der Trainer vor dem Abschlusstraining am Freitag. Der TSV hat mit 9:11-Punkten nicht unbedingt einen großen Abstand zum unteren Tabellendrittel und wird daheim die Chance nutzen wollen, wieder zu punkten. Mit der Donautal-HSG reist die zweitbeste Offensive der Liga an (303 Tore).

Landesliga Männer

TSG Reutlingen – HSG Rietheim-Weilheim (Samstag, 19.30 Uhr; Oskar-Kalbfell-Sporthalle Reutlingen). Die HSG Rietheim-Weilheim konnte durch den wichtigen Sieg gegen die H2Ku Herrenberg II (29:18) ihre Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel in Reutlingen ein wenig verbessern. Dort trifft man auf ein Team, das mit 14:10-Punkten im Mittelfeld angesiedelt ist. In Aixheim lieferte die TSG vergangene Woche beim 24:29 keine schlechte Leistung ab und zeigte Tempohandball. Zu Hause in Reutlingen ist man bereits fünf Mal erfolgreich gewesen. Einzig der TV Weilstetten II konnte etwas überraschend zwei Punkte aus Reutlingen entführen (26:24). Aus Gästesicht hofft man auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Nach der Trennung von Trainer Dirk Salmen ist weiterhin Martin Bauer für die Mannschaft zuständig. Er soll das Team mindestens bis Saisonende trainieren und mit der HSG die Klasse halten. Seine Umstellungen auf vertraute Muster und das Erzielen einfacher Tore haben bereits Früchte getragen. Wenn man annähernd an die Leistung gegen Herrenberg anknüpfen kann, ist ein Punktgewinn in Reutlingen nicht unmöglich. Vergangene Woche gelang der Mannschaft die bislang beste Saisonleistung.

TSV Köngen – TV Aixheim (Sonntag, 17 Uhr; Sporthalle bei der Burgschule Köngen). Gelingt dem TV Aixheim der fünfte Ligasieg in Folge? Wenn der Gast die Leistung aus dem Spiel gegen Reutlingen (29:24) bestätigen kann, stellt man den TSV Köngen selbst daheim vor einige Probleme. Dennoch erwartet TVA-Trainer Holger Hafner eine enge Begegnung: „Die Gefahr für uns ist, dass es zuletzt fast zu gut lief. Ich schätze, unser Gegner ist mit seinen Anforderungen an sich selbst mental heißer im Moment.“ Hafner erwartet ein ausgeglichenes Team aus erfahrenen und aus jungen Akteuren, die teils Württembergliga- und in der Jugend Bundesligaerfahrung gesammelt haben. Köngen liegt in der Tabelle hinter dem TVA, der Sechster ist. Der TSV ist mit 12:12 Punkten Neunter und steht nicht so gut da wie noch in der Vorsaison. Durch das jüngste Unentschieden bei Schlusslicht TV Großengstingen (26:26) ist der Gegner jedoch schwer einzuschätzen. „Vielleicht hatten sie einen schlechten Tag. Ich erwarte einen starken Gegner. Das wird kein Selbstläufer“, so Hafner. Er kann am Sonntag vermutlich mit ganzem Kader in Köngen antreten. Michael Klaric (Schulter) und Andreas Scholz (im Training umgeknickt) sind noch angeschlagen. „Wir werden sehen, ob es auf Sonntag reicht“, sagt der Trainer.

Landesliga Frauen

HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen – SG Schorndorf (Sonntag, 13.45 Uhr; Elta-Halle Wurmlingen). Mit der SG Schorndorf empfängt die Mannschaft von Zeljana Pfeffer den Tabellennachbarn. Die HSG liegt mit 11:7-Punkten zwar nur einen Platz vor den Gästen, hat aber eine deutlich bessere Bilanz als die SG (7:11). In neun Spielen kassierte die HSG NTW insgesamt 30 Gegentore weniger als die SG, stellt mit 201 erzielten Toren aber auch einen harmlosen Angriff. Nur die TG Schömberg (190) und die SG Weinstadt (197) kamen noch seltener zum Torerfolg. Schorndorf hat vier der vergangenen fünf Spiele verloren. Nach zwei Niederlagen gelang beim SV Vaihingen ein Sieg (19:16), ehe man zuletzt erneut zwei Pleiten einstecken musste.

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