Die Tuttlinger essen auf der Straße

Lesedauer: 5 Min
Nele Fauser

Schon zum dritten Mal hat am vergangenen Wochenende das Streetfood-Festival Tuttlingen in der Tuttlinger Fußgängerzone stattgefunden. Mehr als 20 Stände und Foodtrucks aus nah und fern boten außergewöhnliche Essensvariationen und begeisterten tausende Gäste, die teilweise einen weiten Weg zum Festival auf sich genommen hatten.

„Streetfood ist essen aus der Hand, das frisch vor den Augen des Gastes zubereitet wird.“ So erklärt Harald Kläger, der Organisator des Streetfood-Festivals den Essenstrend, den es ihm zu Folge erst seit vier Jahren gibt und der somit für viele noch eine echte Neuheit darstelle. Die Festivals sein eine Zusammenkunft Essensbegeisterter, die ein Wochenende lang zeigen wollen, was man mit Gerichten alles machen kann.

Dass so ein Festival nun schon zum dritten Mal in Tuttlingen stattfinden kann, ist laut Kläger seinen guten Kontakten, einer durchdachten Organisation und der guten Zusammenarbeit mit Citymanager Alexander Stengelin, der Stadt und der Stadtwerke zu verdanken. Seit Kläger 2016 das Tuttlinger Festival ins Leben gerufen hat, sei es in die „Champions League des Streetfoods aufgestiegen“, so Kläger. „Da kann so manches Festival in Berlin oder Hamburg nur schwer mithalten“, führt er fort.

Doch selbst die beste Organisation ist kein Garant für einen reibungslosen Ablauf: „Wir hätten natürlich lieber den Marktplatz als Standort gehabt“, erklärt Kläger. „Da ist alles kompakter und man sieht auf den ersten Blick, welche Angebote es gibt.“ Auch das schlechte Wetter hat in diesem Jahr für Aufregung gesorgt: Abgesehen von einem Stromproblem am ersten Abend durch den regen mussten darunter nämlich auch die Besucherzahlen leiden.

Dennoch sei die Veranstaltung „erstaunlich gut besucht“ gewesen, wie Citymanager Alexander Stengelin berichtete: „Ein paar Stände konnten schon am Freitag ihre Unkosten decken. Wir rechnen in diesem Jahr mit circa 15000 bis 20000 Besuchern.“ Auch der Andrang an Ständen und Foodtrucks, die in diesem Jahr dabei sein wollten, spreche für das Tuttlinger Festival: 183 hatten sich beworben, von denen schlussendlich 25 ausgewählt wurden. „Wir versuchen, das Ganze relativ klein zu halten“, erklärte Stengelin. „So können wir die Qualität und eine gewisse Vielfalt sichern.“

Hauptorganisator Harald Kläger kann sich in diesem Jahr nicht für einen klaren Favoriten entscheiden: „Ich habe die Artists ausgesucht, deshalb bin ich natürlich von ihnen allen begeistert. Ein Highlight ist aber mit Sicherheit der Schnitzelstand von Heiko Driller. Der kocht nämlich normalerweise Gourmetküche für richtige Promis und Berühmtheiten aus der ganzen Welt.“

Silvia Schneider ist eigens für das Streetfood-Festival aus Villingen-Schwenningen nach Tuttlingen gekommen. Sie ist besonders begeistert vom „Surf & Turf Burger“-Stand: „Er ist super schön dekoriert und die Fischburger schmecken fantastisch.“ Allgemein sei sie positiv überrascht von der großen Auswahl an außergewöhnlichem Essen und der „guten Stimmung“, die in der Fußgängerzone herrsche.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen