Dia-Walk: Die Bewegung zählt

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Auch 2017 ging es durchs Umläufle: Die Strecke des Diawalks führt über verschiedene Distanzen entlang der Donau.
Auch 2017 ging es durchs Umläufle: Die Strecke des Diawalks führt über verschiedene Distanzen entlang der Donau. (Foto: Oliver Bonstein)

Es geht nicht immer darum, wer der Schnellste ist – für den Dia-Walk in Tuttlingen gilt dieses Motto zu hundert Prozent. Die Grundidee: Diabetiker sollen motiviert werden, sich zu bewegen. Dieses Jahr findet der Walk am Samstag, 10. November, ab 14 Uhr, entlang der Donau statt. Teilnehmen dürfen natürlich nicht nur Diabetiker.

Es begann mit einem Aufruf in einer Diabetes-Zeitschrift. Wer schafft es, die größte Gruppe Diabetiker zur Bewegung zu motivieren? Elke Beiswenger, Übungsleiterin bei den Tuttlinger Sportfreunden und selbst Diabetikerin, fühlte sich herausgefordert, legte los und stand schließlich mit 45 Leuten da. 2010 war das, im Jahr darauf kamen noch mehr.

Runder Tisch seit 2012 dabei

2012 bat sie Albrecht Dapp, damals Chefarzt am Klinikum Spaichingen, um Unterstützung. Der holte den Runden Tisch Diabetes, bestehend aus dem Arbeitskreis der kommunalen Gesundheitskonferenz, der Selbsthilfegruppe Diabetes, dem DRK und den Tuttlinger Sportfreunden ins Boot. Der erste offizielle Dia-Walk war geboren.

Heute gibt es ein größeres Organisationsteam um Elke Beiswenger und Angelika Straub, das jedes Jahr im Herbst den Dia-Walk organisiert. Ähnlich wie bei einer Laufveranstaltung sind Strecken über verschiedene Distanzen zu bewältigen: Drei, fünf, sieben und elf Kilometer stehen zur Auswahl. „Dabei kommt es aber nicht darauf an, wer der Schnellste ist“, betont Beiswenger. Lediglich die Bewegung an sich stehe im Mittelpunkt. Vor und nach dem Lauf können sich die Teilnehmer Blutdruck und Blutzucker messen lassen.

Problematisch dieses Jahr: die gesperrten Fußgängerbrücken über die Donau. In den Vorjahren waren alle drei Brücken, die jetzt gesperrt sind (Sängersteg, Rathaussteg und die Brücke im Koppenland) im Streckenplan vorgesehen. „Jetzt müssen wir bei zwei Strecken kurz hin- und herlaufen“, erklärt Beiswenger. Das sei schade, weil es den Lauf langweiliger mache, aber durch die Sperrungen unvermeidlich.

Deshalb sei es dieses Jahr umso wichtiger, auf die Beschilderung zu achten, sagt Beiswenger. Grundlage ist die Tuwass-Elfer-Schleife entlang der Donau. Jede Strecke ist mit der Nummer beschildert, die auch die Streckenlänge angibt – also 3, 5, 7 oder 11.

150 bis 180 Teilnehmer

In den vergangenen Jahren nahmen jeweils 150 bis 180 Menschen am Dia-Walk teil. Beiswenger hofft, dass es wieder genauso viele sind – oder sogar etwas mehr. „Es wäre toll, wenn es noch mehr werden, es muss aber auch nicht in die Dimensionen von run & fun gehen“, sagt sie.

Und was, wenn jemand eine Strecke nicht schafft? „Kein Problem“, sagt Beiswenger, „es sind Hilfskräfte vor Ort.“ Das Rote Kreuz sei mit drei Fahrzeugen an der Strecke, sie selbst und mehrere andere seien auf Begleit-Fahrrädern unterwegs. Die drei Kilometer habe bisher aber jeder geschafft, der angetreten sei, meint sie. Einer sogar mit Rollstuhl. „Und wenn man dafür eineinhalb Stunden braucht – macht ja nichts.“

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