Derby Rietheim-Weilheim gegen HSG Baar

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 Die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen, hier Mirjana Misetic, will am Sonntag auch in Meßstetten ihre weiße Weste behalten.
Die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen, hier Mirjana Misetic, will am Sonntag auch in Meßstetten ihre weiße Weste behalten. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Nur vier der sieben überbezirkslich spielenden Handballmannschaften aus dem Kreis Tuttlingen kämpfen an diesem Wochenende um Punkte. Im Mittelpunkt steht das Derby in der Landesliga Männer zwischen der HSG Rietheim-Weilheim und der HSG Baar. Ligakonkurrent TV Aixheim sowie die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen (Landesliga Frauen) stehen vor Auswärtsspielen. Das Männer- und auch das Frauenteam der HSG Fridingen/Mühlheim (beide Württembergliga) sowie die Frauen der HSG Baar (Landesliga) sind spielfrei.

Landesliga Männer

TEAM Esslingen – TV Aixheim (Samstag, 18 Uhr; Schelztor-Sporthalle Esslingen). Für die Esslinger steht das zweite Heimspiel in Folge an. Vor einer Woche trotzte die HSG Rietheim-Weilheim dem Gastgeber in dessen Halle ein Unentschieden ab (19:19). „Sie spielen launisch, ähnlich wie wir“, sagt TVA-Coach Holger Hafner zur inkonstanten Form beider Teams. Hafner: „Letztes Jahr haben wir dort mit fünf Toren verloren. Jetzt sind wir komplett, ich erhoffe mir mehr.“ Im Februar unterlag man mit 18:23, das Heimspiel in der Hinrunde hat man für sich entschieden (23:20). Fabian Gruler, Kevin Stutz sowie Pascal Efinger werden wieder im Aufgebot dabei sein. Hafner: „Esslingen hat einen guten Torwart. Es ist eine gestandene Mannschaft, die sich im Kern nicht verändert hat.“ Er geht von einer offensiven Abwehr und einem guten Gegenstoß des Gastgebers aus. Für den am Fuß verletzten Sebastian Frey wird Andreas Haller als weiterer Torwart dabei sein.

HSG Rietheim-Weilheim – HSG Baar (Sonntag, 17 Uhr; Mühlau-Halle Tuttlingen). In der Tuttlinger Mühlau-Halle, in welche der Gastgeber alle Derby-Heimspiele verlegt hat, findet am Sonntag das erste Kreis-Derby der diesjährigen Landesligasaison statt. Die aufgestiegene HSG Baar erwischte den besseren Start in die Runde und steht vor dem Spiel auf Platz zehn (5:7-Punkte), die HSG Rietheim-Weilheim ist aktuell Letzter (3:9) und wartet noch auf den ersten Sieg. Zuletzt kam man zu zwei Punkteteilungen. „Wir gehen jedes Spiel gleich an. Wir wollen das Derby natürlich gewinnen und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld halten“, sagt Gunter Haffa. Der langjährige sportliche Leiter der HSG Rietheim-Weilheim weiß, was ein Derbysieg auslösen könnte. „Die Mannschaft soll sich auch mal belohnen. Sie hat es sich verdient.“ Am Samstag steht eine weitere Einheit auf dem Plan. Haffa erwartet den Aufsteiger stark. „Sie haben eine Top-Besetzung, vor allem in den ersten Sechs.“ Er spricht auch die sehr gute Besetzung am Kreis an. Einer der drei Kreisläufer der HSG Baar ist Florian Wenzler, der vor der Saison noch beim kommenden Gegner spielte. „Das sind immer besondere Spiele. Wir haben beim 31:34 gegen Pfullingen ein wirklich gutes Spiel gemacht, die Form an sich war bis letzte Woche gut“, sagt Gäste-Trainer Martin Irion, der hofft, dass seine Mannschaft diese Form auch in Tuttlingen abrufen kann. „Es wird um viele Kleinigkeiten gehen. Jede Aktion ist konzentriert anzugehen. Wir dürfen nicht nur mit Emotion, sondern auch mit Kopf Handball spielen.“ Ziel beider Mannschaften sind zwei Punkte. Wie es personell aussieht, stand bis Freitag noch nicht sicher fest. Bei Rietheim-Weilheim hat sich Yoann Mattes eine Bänderverletzung zugezogen. Der Einsatz ist fraglich. Während Pascal Bensch urlaubsbedingt fehlt, hat Till Oeschger in dieser Woche wieder trainiert. Der Aufsteiger hat ein Problem auf der Torwartposition: Sowohl Jannik Sasse (Knie) als auch Dominic Platzer (Leiste) verletzten sich. Ein Einsatz von Platzer ist wohl noch realistisch. Auch hinter dem torgefährlichen Linksaußen Christoph Hermann steht noch ein Fragezeichen. Vor wahrscheinlich guter Kulisse erwartet Haffa ein Derby mit Kampf und Niveau, aber immer in einem fairen Rahmen.

Landesliga Frauen

HSG Hossingen-Meßstetten – HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen (Sonntag, 16 Uhr; Heuberghalle Meßstetten). „Ich kenne die Mannschaft und habe zwei Spiele angeschaut. Mit Linkshänderin Elena Frey haben sie eine bombastische Spielerin“, sagt Zeljana Pfeffer, Trainerin der HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen über die entscheidende Spielerin beim Tabellenachten. Frey erzielt einen Großteil der Tore selbst. Beim 23:32 zuletzt bei der HSG Böblingen/Sindelfingen war sie 14 Mal erfolgreich. Die HSG NTW steht mit drei Siegen aus drei Spielen gut da, ganz zufrieden kann Pfeffer aber noch nicht sein. „Wir spielen auswärts und leider an einem Sonntag. Ich hoffe, dass die Mädels sich steigern“, sagt sie zum eigenen Anspruch. Die spielfreien Phasen habe man zuletzt angemerkt. Man wolle Frey in den Griff bekommen und im eigenen Spiel Lösungen finden, so die HSG-Trainerin. Dann ist auch im vierten Spiel ein Sieg möglich. Der Gastgeber hat schon zwei Spiele mehr ausgetragen. Ob sich die zusätzliche Spielpraxis bemerkbar macht, wird sich zeigen.

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