DAV Tuttlingen: Erstmals mehr als 2000 Mitglieder

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Die neu Gewählten beim DAV Tuttlingen: (von links) Hendrikje Kopf, stellvertretende Vorsitzende, Susanne und Henry Rüdiger, Leit
Die neu Gewählten beim DAV Tuttlingen: (von links) Hendrikje Kopf, stellvertretende Vorsitzende, Susanne und Henry Rüdiger, Leitung Kletterhalle, und Uwe Idler, Pressewart, mit dem Vorsitzenden Klaus Pfitscher. (Foto: S. Krauss)
Sabine Krauss
Redakteurin

Das seit einem Jahr vakante Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bei der Sektion Tuttlingen des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist wieder besetzt: Bei der Hauptversammlung des Vereins am Freitag bei Mutpol wählten die Mitglieder einstimmig Hendrikje Kopf. Weitere Posten blieben allerdings vorerst frei.

Dabei könnte es in Sachen Mitgliederentwicklung kaum besser laufen: Im vergangenen Jahr wurde erstmals die 2000er-Marke überschritten, wie Vorsitzeder Klaus Pfitscher bekannt gab. Am 31. Dezember zählte die Sektion 2031 Mitglieder. Rund 30 Prozent davon sind jünger als 30 Jahre – „davon kann manch ein anderer Verein nur träumen“, so Pfitscher.

Doch trotz des erneuten Mitgliederanstiegs: Deutlich wurde an diesem Abend, dass sich die DAV-Führungsriege ein wenig mehr aktive Mitarbeit wünscht. Etwa im Bereich der Touren-Organisatoren: „Das macht uns etwas Sorge“, sagte Tourenwartin Luitgard Preiss. Zwar gäbe es ein umfangreiches Programm, doch zu wenig Mitglieder böten derzeit geführte Touren an. Vor allem im Jugendbereich habe man in diesem Jahr ein „etwas abgespecktes Programm“, bedauerte sie. Und auch bei den Senioren – die Teilnehmer-stärkste Gruppe des Vereins – brauche man „dringend weitere Organisatoren“. Hoffnung bereitet der Ausblick auf 2019: Wie Jugendwart Sebastian Huber bekannt gab, werden vier junge Mitglieder eine Ausbildung zum Jugendleiter absolvieren.

Nicht einfach: aktive Mitarbeit

Dass es nicht einfach ist, Vereinsmitglieder zur aktiven Mitarbeit zu werben, zeigte sich auch bei den Wahlen: Vorerst unbesetzt blieben die Ämter des Schatzmeisters sowie die Beiratsposten des Naturschutz- und Ausbildungsreferenten. Die bisherigen Amtsinhaber hatten sich aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt. Umso erfreuter zeigten sich die Mitglieder, dass sich mit Hendrikje Kopf eine Kandidatin für den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden finden ließ. Sie wurde ebenso einstimmig gewählt wie Pressereferent Uwe Idler und die neue Kletterhallen-Leitung, Susanne und Henry Rüdiger.

Neben den Ausblick auf einen soliden Kassenstand gab Klaus Pfit ferner eine Änderung bei der Hütten-Patenschaft des Vereins bekannt. Sektionen, die in den Alpen keine eigene DAV-Hütte betreiben, zahlen entweder eine Abgabe an den Hauptverein nach München oder müssen eine direkte Patenschaft für die Hütte einer anderen Sektion eingehen. Über Jahrzehnte unterstützen die Tuttlinger die Breslauer Hütte am Fuße der Wildspitze im Ötztal.

Damit ist nun Schluss: Man habe sich entschieden, in Zukunft die befreundete Nachbarsektion Oberer Neckar zu unterstützen, sagte Pfitscher. Diese unterhält gleich zwei Hütten in den Lechtaler Alpen: die Heiterwandhütte sowie die Anhalter Hütte. Letztere muss in diesem Jahr aufwändig saniert werden, weswegen Unterstützung gerne in Anspruch genommen werde.

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